Krist Gruijthuijsen wird Direktor der KW Institute for Contemporary Art in Berlin

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Die KW Institute for Contemporary Art freuen sich, die Ernennung von Krist Gruijthuijsen als Direktor bekannt zu geben.

Krist Gruijthuijsen setzte sich in einem geladenen Auswahlverfahren durch. Die Entscheidung der Auswahlkommission fiel einstimmig. Ab 1. Juli 2016 wird er in Berlin die Leitung der KW übernehmen und sein Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm im Anschluss an die 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst im Herbst 2016 beginnen.

Die Besetzung geht mit einer strukturellen Neuaufstellung der KW einher. Künftig werden die KW, basierend auf einer Satzungsänderung, durch Krist Gruijthuijsen als Direktor vertreten; Gabriele Horn, bisherige Direktorin der KW und der Berlin Biennale, wird als Direktorin der Berlin Biennale künftig die Geschäfte der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst leiten. Beide DirektorInnen werden von einer Kaufmännischen Leitung unterstützt. Die KW werden weiterhin Träger und Hauptveranstaltungsort der Berlin Biennale sein, die von der Kulturstiftung des Bundes als kulturelle Spitzeneinrichtung gefördert wird. Die in der Satzung verankerte Strukturreform wird maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten ermöglicht.

Krist Gruijthuijsen wurde 1980 geboren und ist ein aus den Niederlanden stammender Kurator und Kunstkritiker. Er ist international gut vernetzt, verfügt über langjährige Erfahrung als Kurator, war Herausgeber zahlreicher Publikationen und Leiter führender internationaler Institutionen für zeitgenössische Kunst. Er wechselt nach vierjähriger Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Grazer Kunstvereins nach Berlin. Zeitgleich war Gruijthuijsen Lehrgangsleiter der Abteilung für bildende Kunst am Sandberg Instituut in Amsterdam. Er ist Gründer des Kunstvereins Amsterdam, den er von 2009 bis 2012 als Direktor leitete, und war Berater der Manifesta 7. Er kuratierte unter anderem Projekte für Platform Garanti Contemporary Art Center, Istanbul; Extra City Kunsthal, Antwerpen, BE; Arnolfini, Bristol, UK; Artists Space, New York, US; Museum of Contemporary Art, Belgrad und Stedelijk Museum, Amsterdam.

“Als Vorstand freuen wir uns, dass wir durch die Erhöhung der finanziellen Zuwendungen der Senatskanzlei eine solide Basis für eine Neuausrichtung der KW Institute for Contemporary Art schaffen konnten. Wir sind überzeugt, dass Krist Gruijthuijsen alle Voraussetzungen mitbringt und die Aufgabe hoch motiviert in Angriff nimmt. Die Auswahlkommission hat entsprechend einstimmig und überzeugt entschieden. Krist ist ein unabhängiger und kreativer Denker und erfahrener Ausstellungsmacher mit besten Verbindungen zu KünstlerInnen und KollegInnen verschiedener Generationen, der mehrfach nominiert wurde. Als Vorstand haben wir fundierte Beratung und kollegiale Unterstützung durch unser internationales Netzwerk von ExpertInnen eingeholt, die mit ihren Empfehlungen das Auswahlverfahren begleitet haben; ihre professionelle Verbundenheit mit den KW hat den Prozess bereichert und produktiv gemacht. Wir sind außerordentlich froh, dass es uns gelungen ist, die Voraussetzungen zu schaffen, nun mit Krist Gruijthuijsen als künstlerischem Direktor in eine neue KW-Ära zu starten“, so Vorstandsvorsitzender Olafur Eliasson.

Krist Gruijthuijsen übernimmt die Programmgestaltung des Hauses von Ellen Blumenstein, die seit Januar 2013 Chefkuratorin der KW Institute for Contemporary Art war. Blumenstein trug durch ihr Engagement für diskursive Formate zu einer stärkeren Vernetzung der Institution auf lokaler und internationaler Ebene bei. Durch einen programmatischen Schwerpunkt auf Themenausstellungen wie FIRE AND FORGET. ON VIOLENCE, die die Ambivalenz von Gewalt mit den Mitteln der Kunst reflektierte, wurden die öffentliche Aufmerksamkeit und die Besucherzahlen der KW deutlich gesteigert. Ellen Blumenstein präsentierte die ersten institutionellen Einzelausstellungen von Kader Attia, Ryan Trecartin und Kate Cooper in Deutschland und holte mit COUNTING IN EIGHT, MOVING BY COLOR die erste umfassende Retrospektive der kalifornischen Künstlerin Channa Horwitz an die KW, die ab dem 10. März 2016 bei Raven Row in London zu sehen ist. Im September 2016 eröffnet im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, DE, eine zweite, vollständig überarbeitete Version von FIRE AND FORGET mit dem Titel UNTER WAFFEN. FIRE AND FORGET 2.

Das Programm der KW Institute for Contemporary Art wird durch die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten ermöglicht