9. Berlin Biennale

4. 6. – 18. 9. 2016

blog.berlinbiennale.de

Die 9. Berlin Biennale könnte zeitgenössische Kunst involvieren. Die Prancing Elites könnten die offiziellen MarkenbotschafterInnen der 9. Berlin Biennale werden. Ein Pop-Album von bildenden KünstlerInnen könnte die Pressemitteilung ersetzen. Performancekunst könnte die Zukunft fortschrittlicher Innenarchitektur sein und Krankheitstage der PerformerInnen könnten vergütet werden. Die KW Institute for Contemporary Art könnten Quadratmeter mit der Mall of Berlin tauschen. Die 9. Berlin Biennale könnte die Gegenwart in Drag wiedergeben. Oder auch nicht. (DIS)

Kuratorisches Team ist das New Yorker Kollektiv DIS mit den Mitgliedern Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro.

Die kulturellen Interventionen von DIS bespielen eine große Spannbreite unterschiedlicher Medien und Plattformen, von ortsspezifischen Museums- und Galerieausstellungen wie CO-WORKERS – Network as Artist (2015, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris), Ocean of Images: New Photography 2015 (The Museum of Modern Art, New York, US), DIS Image Studio (2013, The Suzanne Geiss Company, New York, US), ProBio im Rahmen von EXPO 1: New York (2013, MoMA PS1, New York, US) oder Dressing the Screen (2012, für den British Council, UCCA, Peking) bis hin zu fortlaufenden Online-Projekten. Unter diesen ist besonders DIS Magazine hervorzuheben, eine virtuelle Plattform, die sich mit Kunst, Mode, Musik und Kultur beschäftigt sowie neue kreative Praktiken gestaltet und unterstützt. Jüngste Projekte beinhalten DISimages, 2013, eine professionell arbeitende Bildagentur, die Künstlerinnen und Künstler anwirbt, Bilder für den privaten und kommerziellen Nutzen zu produzieren, sowie DISown, ein Einzelhandelsunternehmen mit dem Ziel, kreative Wirtschaftsbereiche zu erweitern. Durchgängig erforschen DIS in allen ihren Arbeiten die Spannungsfelder zwischen Populärkultur und institutioneller Kritik, indem sie ihre Projekte im Internet zur Verfügung stellen – dem öffentlichsten und demokratischsten aller Foren.

Fotofestiwal Łódź

9. 6. – 19. 6. 2016, Łódź / Poland

www.fotofestiwal.com

This year’s anniversary edition of Fotofestiwal will begin on 9 June 2016 and last until 19 June 2016. The main theme of the fifteenth festival will be the experience intrinsically linked to photography from its very beginning – travel and the various forms of its recording and presentation.

The main theme, HIT THE ROAD: Photographers’ travel will comprise not only generic postcard photography, but also the forms that transcend it – conceptual, journalist and documentary photography.

We will take a look at the works of ROBERT RAUSCHENBERG, co-creator of pop-art, and at the photographs of DAVID “CHIM” SEYMOUR, one of the originators of the world famous Magnum Photos photo agency. The exhibitions under the Hit the Road scheme are curated by Alison Nordström, the artistic director of the Fotofestiwal and for many years, the curator of George Eastman House at Rochester, NY. The International Photography Festival in Łódź will also feature slideshows, over thirty exhibitions in the OFFROAD section (including photographs by Zdzisław Beksiński), portfolio review, Grand Prix exhibitions, photographic workshops and photowalks, as well as a large section devoted to photobooks (such as Photographic Publication of the Year and a presentation of books competing for the Aperture Foundation Photobook Awards). The festival also returns – in cooperation with Transatlantyk – to a film programme. We will present the freshest and the most interesting films on photographers and photography.

Fotofestiwal was born in 2001 as one of the first photography events in Poland. Since then, both photography and the ways of organising cultural events have changed. Fotofestiwal has always been up to date with these changes. It is intended as a space for various forms of photography and a forum for discussion on art and society, but also as a search for alternative methods of talking about photography and presenting it.

with/against the flow. Zeitgenössische fotografische Interventionen

ifa-Ausstellungsreihe zu zeitgenössischer Fotografie aus Deutschland beginnt mit Positionen von Viktoria Binschtok und Michael Schäfer im Heidelberger Kunstverein

18. 6. – 28. 8. 2016, Heidelberger Kunstverein

Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg

Wir leben im Zeitalter der Bilder: Fotografien dominieren Nachrichten- und Informationskanäle, kommen immer öfter aus der Handykamera und verbreiten sich schneeballartig im Netz. Als Auftakt zu der neuen Ausstellungsreihe with/against the flow stellt das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in einer Doppelausstellung im Heidelberger Kunstverein Arbeiten von Viktoria Binschtok und Michael Schäfer vor, die solche Medienbilder aufgreifen.

Viktoria Binschtok (*1972 in Moskau) und Michael Schäfer (*1964 in Sigmaringen) verarbeiten Bilder aus den Medien weiter und reflektieren deren Funktionsweisen und angelegte Rezeptionsstrukturen. Durch diese Eingriffe wird die vorgefertigte Wirklichkeit der Medien sichtbar. Gleichzeitig untersuchen beide Künstler die sich anbahnende Autonomie von Bildern durch digitale Algorithmen. Mit dieser Arbeitsweise stehen Viktoria Binschtok und Michael Schäfer in der Tradition des künstlerischen Interesses an den Massenmedien der 1970er Jahre und repräsentieren eine jüngere Generation von Künstlern, die das Fotografische und Dokumentarische neu befragen.

Die Auftaktausstellung wird am 17. Juni 2016 um 19 Uhr eröffnet und ist vom 18. Juni bis 28. August 2016 im Heidelberger Kunstverein zu sehen. Im Anschluss geht sie auf eine mehrjährige Welttournee, die im Dezember 2016 im Georgian National Museum beginnt.

Die Ausstellungs- und Publikationsreihe with/against the flow stellt zeitgenössische fotografische Interventionen in den Mittelpunkt. Initiiert wurde die Reihe vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), das mit Ausstellungen Einblicke in bildende Kunst, Fotografie und Film, Design und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts gibt. Kuratiert wird with/against the flow von Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen, und Christin Müller, freie Kuratorin und Autorin, Leipzig.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der ifa-Website.
Pressebilder zur Ausstellung sind online abrufbar.

Pressegespräch mit Kuratoren, Künstler und Künstlerin
17. Juni 2016, 11 Uhr

Eröffnung
17. Juni 2016, 19 Uhr

Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.
Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

VI X VI Postionen zur Zukunft der Fotografie

Peggy Buth, Charlotte Dualé, Harun Farocki, Abrie Fourie, Anne Hardy, Inga Kerber, Philipp König, Susanne Kriemann, Michael Part, Josephine Pryde, Clunie Reid, Max Schaffer, Dirk Stewen, Una Szeemann & Bohdan Stehlik, Toilet Paper Magazine, Tris Vonna-Michell, Lidwien van de Ven

Landesgalerie Linz, 25. 5. – 21. 8. 2016

Museumstr. 14, 4010 Linz

Der Kunstverein in Hamburg und die Landesgalerie Linz zeigen VI x VI Positionen zur Zukunft der Fotografie, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse thematisieren. Verschiedene Generationen von KünstlerInnen setzen sich mit dem Fotografischen und seinen Manifestationen auseinander. In sechs Ausstellungskapiteln werden diese Prozesse gezeigt: Sechs Kapitel als Möglichkeitsräume, um das eigene Denken über das Fotografische zu überprüfen und neu zu formulieren.

Kuratorinnen: Bettina Steinbrügge, Amelie Zadeh
Ausstellungsarchitektur: Studio Miessen, Berlin

Kunst im öffentlichem Raum: Ausschreibung der nGbk

International offener Kunstwettbewerb 2016/17

Mitte in der Pampa
für ortsbezogene künstlerische Arbeiten im Bereich der Berliner
U-Bahnstationen auf der Linien U55 (2016) und U5 (2016/17) zwischen Hauptbahnhof und Cottbusser Platz.

Einreichung bis 5. Juni 2016
Ausschreibungstext und alle Anlagen unter
www.ausschreibung.ngbk.de
www.kunst-im-untergrund.de

Danach um 18 Uhr:
Eröffnung der Ausstellung „Sebastian Jung: WINZERLA – Kunst als Spurensuche im Schatten des NSU“ 
Der in der Großsiedlung Jena-Winzerla aufgewachsene Künstler Sebastian Jung wohnte 10 Jahre lang in Nachbarschaft zu den dort als Jugendliche radika¬lisierten NSU-Tätern Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos In seiner aktuellen Arbeit geht er der Frage nach, wie er seine Kindheit in der 12.000 Einwohner_innen zählende Siedlung erlebte, und wie sein Umfeld ihn geprägt hat. (bis 25. Juni 2016, Do–Sa 15–19 Uhr)

Ziel
Die Auslobung des international offenen Kunstwettbewerbs Mitte in der Pampa im Rahmen des langjährigen nGbK-Projekts Kunst im Untergrund hat zum Ziel, ortsbezogene künstlerische Arbeiten im Bereich von U-Bahnstationen der Linie U5 (2016 und 2017) und U55 (nur 2016) und deren Umfeld zu realisieren. Dabei sollen Fragen zum Verhältnis von Zentrum und Peripherie mit Bezug auf die Auswirkungen der Großprojekte, Bürgerbeteiligung und Freiflächengestaltung im Berliner Stadtraum behandelt werden. Wie sieht die „Pampa“ sich selbst im Verhältnis zur Mitte? Wie verhält sich „die Mitte“ in der „Pampa“? Wie lassen sich Zwischenräume wahrnehmen, wie werden die verschiedenen Stadträume gelebt und wie stehen sie untereinander in Beziehung? Fragen, die sich angesichts der Auswirkungen von Großprojekten stellen, vom Einfluss und von der Effektivität von Bürgerbeteiligungen und der Freiheit der Freiflächengestaltung im Berliner Stadtraum.

Situation
Die Linie U5 verbindet aktuell zwei Großprojekte: die U55 mit dem Neubau von drei Bahnhöfen in der historischen Mitte sowie den Umbau des künftigen Bahnhofs „Kienberg“ für die Internationale Gartenausstellung IGA 2017 im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Beide Vorhaben sind begleitet von gefragter und ungefragter Bürgerbeteiligung und haben erhebliche Auswirkungen auf ihr jeweiliges Umfeld.
Mitte in der Pampa stellt sich räumlich, sozial und politisch den Fragen, wie weiterhin in der „Mitte“ Entscheidungen gefällt werden, die sich in der „Pampa“ auswirken. Welches Verhältnis haben Zentrum und Peripherie zueinander, und welcher Eigensinn schlummert in der „Pampa“?
2017 wird die Linie U5 von April bis Oktober 2017 Zubringer für geschätzte 2,4 Millionen Besucher_innen der IGA. An beiden Enden der Linie machen sich die Bürger_innen für den Erhalt von Grünflächen stark. In Mitte stimmte die Mehrheit bei einem Beteiligungsverfahren zur Neugestaltung der großen Fläche oberhalb des U-Bhf. Berliner Rathaus für einen Erhalt des Grünzugs und gegen eine Bebauung. In Hellersdorf protestieren Anwohner_innen gegen die Bebauung des Naturschutzgebiets Kienberg durch die IGA.

Gesuchte künstlerische Arbeiten
Die künstlerischen Arbeiten sollen auf die spezifischen Gegebenheiten eines oder mehrerer Bahnhöfe bzw. deren Umfeld zwischen U-Bhf. Hauptbahnhof und U-Bhf. Cottbusser Platz Bezug nehmen und damit ortsbezogen konzipiert werden. Sie sollen ästhetische, stadträumliche sowie gesellschaftspolitische Verhältnisse zwischen Zentrum und Peripherie in Berlin bearbeiten und auf die damit verknüpften urbanistischen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen eingehen. Gesucht werden neue Formen von städtischen Aushandlungsprozessen – sowohl installativ für sich stehende als auch interventionistische, partizipatorische und/oder performative Arbeiten, in denen einzelne Künstler_innen und/oder Gruppen kurz- oder auch gerne langfristig vor Ort sind, auf spezifische Momente reagieren und neue Beziehungen zu lokalen Orten und Menschen aufbauen.
Die Arbeiten sollen im Bereich der Bahnhöfe (nach Abklärung der Zuständigkeiten) realisiert werden.Bevorzugt werden die U-Bahnhöfe Hauptbahnhof, Berliner Rathaus, Kaulsdorf-Nord undCottbusser Platz. Mit einer Brachfläche am U-Bhf. Cottbusser Platz sowie mit dem am U-Bhf. Kaulsdorf-Nord platzierten Arbeits- und Ausstellungsraum werden die Realisierungsorte für den Wettbewerb erweitert.

Orte
U-Bahnhöfe
Die U5  führt derzeit vom Alexanderplatz die Karl-Marx-Allee entlang durch das von Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen betroffene Friedrichshain und Lichtenberg, oberirdisch durch das Einfamilienhausgebiet Biesdorf, durch die zwischen 1977 und 1990 errichteten Plattenbausiedlungen inKaulsdorf-Nord und Hellersdorf bis zum zukunftigen, neu gestalteten IGA-Bahnhof U-Bhf. Kienberg – Gärten der Welt (z.Zt. U-Bhf. Neue Grottkauer Straße).
Im Jahr 2016 möchte der Kunstwettbewerb zusätzlich die U5-Verlängerung von U-Bhf. Alexanderplatz bisU-Bhf. Hauptbahnhof einbeziehen: drei schon in Betrieb genommene U-Bahnhöfe Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor (aktuell Linie U55) sowie die drei im Bau befindlichen U-BahnhöfeUnter den Linden, Museumsinsel und Berliner Rathaus (Projekt U5).
Im Jahr 2016 und 2017 werden auch der Bahnhof nach dem IGA-Bahnhof, der U-Bhf. Cottbusser Platzmit der direkt angrenzenden großen Freifläche zwischen Maxie-Wander-Straße und Carola-Neher-Straßezu Interventionsorten des Wettbewerbs.
In die U-Bahnhöfe Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor können Arbeiten z.B. an den Bahnhofswänden platziert werden. Die U-Bahnhöfe Unter den Linden, Museumsinsel und Berliner Rathaus sind Großbaustellen und hier kann es nur Arbeiten Ausserhalb der Baustellen geben. In den Bahnhöfen zwischen Alexanderplatz und Tierpark können Arbeiten z.B. auf Hintergleisflächen platziert werden. In den Bahnhöfen zwischen Biesdorf-Süd und Cottbusser Platz können Arbeiten z.B. in den Vitrinen der Abfertigungshäuser auf den Bahnsteigen platziert werden (ausser U-Bhf. Neue Grottkauer Straße)

Brach- und Wiesenfläche am U-Bhf. Cottbusser Platz
Zentrales Aktionsfeld des Wettbwerbs ist die großläufige, von Einwohner_innen beliebte Brach- und Wiesenfläche zwischen U-Bhf. Cottbusser Platz und der Carola-Neher-Straße. Auf der Wiese lassen sich übergreifende Widersprüche ablesen. In zeitlicher und räumlicher Nähe der Internationalen Garten-Ausstellung sollen die Begriffe „International“, „Garten“ und „Ausstellung“ aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht und hinterfragt werden: Was ist international am Ort, an dem Attacken auf Flüchtlingsheime stattfinden? International ist Hellersdorf allemal, aber neben der wachsenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Mittelmeerraum, Asien und anderen Gegenden im Globalen Süden ist dies nicht immer offensichtlich, denn die sogenannten „Russland-Deutschen“ bleiben lieber unsichtbar. Nicht immer wollen die, die als international gelten, auch so gesehen werden. Und welches Gartenkonzept braucht eine als Gartenstadt konzipierte Siedlung? Was bedeutet die Aufstellung von Kunst-am-Bau-Skulpturen der Wohnungsunternehmen für den Stadtteil, der kaum kulturelle Einrichtungen hat? Und welche Änderungen bringen Großprojekte in den städtischen Alltag?
Besonders durch die Realisierung von prozesshaften Arbeiten auf der Brache sollen Formen lokaler Aneignungspraxen und direkter Kommunikationen befördert werden.
Die Brache ist als „Place Internationale“ für Austausch, Diskussion und Zusammenkommen der Anwohner_innen 2016 und 2017 gedacht und soll neuartige Öffentlichkeiten bilden. Dafür wird eine Grundinfrastruktur (Wasser, Strom, Vernetzung, Beschilderung) von der AG Kunst im Untergrundermöglicht und zur Verfügung gestellt. Wünschenswert ist eine künstlerische Arbeit, die einen Ideenwettbewerb mit Anwohner_innen durchführt sowie Arbeiten, die Konzeption und Realisierung unterschiedlicher Aneignungs- und Dialogformen des Areals sowie des direkten Umfelds vorsehen.

Projektzentrale station urbaner kulturen und AG Kunst im Untergrund
Die für die Begleitung aller künstlerischen Arbeiten zuständige AG Kunst im Untergrund der nGbK betreibt seit 2014 die Projektzentrale station urbaner kulturen in direkter Umgebung des U-Bhf. Kaulsdorf Nord in einem Laden am Cecilienplatz in Hellersdorf. Alle Wettbewerbseinreichungen werden hier ausgestellt. Diestation urbaner kulturen soll den ausgewählten Künstler_innen nach Absprache zudem als Büro, Aufenthalts- und Produktionsstätte zur Verfügung stehen. Die AG wird mit einem Begleitprogramm und verschiedenen Präsentationsformaten in der station urbaner kulturen die ausgewählten künstlerischen Arbeiten kontextualisieren und den Nachbar_innen, Kiezbewohner_innen und dem Berliner Kunstpublikum vermitteln. Wünschenswert sind künstlerische Arbeiten, die teilweise in der station urbaner kulturen produziert werden und/oder diese Räume als Anlaufstelle und Präsentationsraum nutzen.

Leider steht uns der Bahnhof Kienberg nicht für den Wettbewerb zur Verfügung, da dieser von den Betreibern BVG und IGA selbst bespielt wird, wohl aber das Umfeld des U-Bahnhofs.

AG Kunst im Untergrund: Jochen Becker, Anna-Marie Gogonjan, Eva Hertzsch, Folke Köbberling, Dejan Markovic, Adam Page, Valeska Peschke

Mitte in der Pampa, ein Projekt der neuen Gesellschaft für bildende Kunst, wird finanziert von Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im Stadtraum. Unterstützt von: BVG, Berliner Fenster, Draussenwerber, Wall, Lotto-Stiftung

nGbK | neue Gesellschaft für bildende Kunst
Oranienstraße 25, D – 10999 Berlin, T:  030-6165130
www.ngbk.de

station urbaner kulturen
Cecilienplatz 5
12619 Berlin-Hellersdorf
U5 Kaulsdorf-Nord
www.kunst-im-untergrund.de

Kate Strain wird neue künstlerische Leiterin des Grazer Kunstverein

Die Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung für den Grazer Kunstverein hatte 111 Bewerbungen sowohl aus dem In- wie Ausland zur Folge. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, eine Vorauswahl aus der Vielzahl der qualitativ sehr hochwertigen Bewerbungen zu treffen. Aus den in einem Interview befragten KandidatInnen wurde schließlich die neue künstlerische Direktorin ausgewählt:

Die irische Kuratorin Kate Strain (1983, Dublin) wird ab 1. September 2016 die Funktion der neuen künstlerischen Direktorin übernehmen.

In den letzten Jahren hat Strain eine lebendige Praxis als unabhängige Kuratorin entwickelt. Dabei ist sie von ihrem Engangement inspiriert, die Überschneidung zwischen Performance (der Präsentation eines vorbereiteten Szenarios) und Performativität (die Konstituierung von Bedeutung durch Handlungen oder Praktiken) in der bildenden Kunst heute zu erforschen. Sie war in vielen unterschiedlichen Organisationen tätig, wie in dem interdisziplinären Project Arts Centre in Dublin oder dem ländlichen Kunstraum Cow House Studio in Wexford, beide in Irland. In ihrer gesamten Arbeit mit KünstlerInnen ist es ihr ein besonderes Anliegen, Projekte auf Weisen zu realisieren, die deren breitere Relevanz und inhärente Wirkmächtigkeit reflektieren und beleben.

Zu ihren laufenden Projekten gehören The Centre For Dying On Stage, eine Forschungsplattform und auftragsvergebende Institution für künstlerische Projekte, die Ideen rund um die Begriffe des Verschwindens und der Performance erkundet; On Curating Histories, ein generatives Forschungsprojekt und Vorlesungsserie, welche die Geschichte des Kuratierens untersucht; und RGKSKSRG, eine zu zweit ausgeführte kuratorische Praxis, bei der sie mit Rachael Gilbourne zusammenarbeitet. Zu den neueren Ausstellungen zählen The Re-appropriation of Sensuality, eine Solo-Ausstellung von Emma Haugh in der NCAD Gallery, Dublin, und die damit verbundene Live-Produktion This is Public and Sexy im Studio 468, Dublin; The Man Who Sat On Himself, eine von ihr co-kuratierte Gruppenausstellung in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin; Clerk of Mind, eine Solo-Ausstellung von Chris Evans im Project Arts Centre, Dublin; Father Can’t You See I’m Burning?, eine co-kuratierte Gruppenausstellung im de Appel Arts Centre, Amsterdam; und Tonight you can call me Trish, eine Gruppenausstellung in The LAB, Dublin.

2016 war Strain Mitgründerin des ersten Department of Ultimology in Zusammenarbeit mit Fiona Hallinan im Trinity College Dublin. Zudem hat sie das Young Curators Residency Programme in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin (2015), und das de Appel Curatorial Programme, Amsterdam (2013/14), absolviert.

Unter der Direktion von Krist Gruijthuijsen hat sich der Grazer Kunstverein zu einer herausragenden Institution entwickelt, deren experimentelles, komplexes und weitreichendes Programm ein enormes Ausmaß an nationaler und internationaler Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Die Jury ist davon überzeugt, dass Kate Strains tiefgehendes Wissen und überwältigende Energie positiv zum Erbe der Institution beitragen wird.

Preisträger und Bilanz der 62. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Am 10. Mai gingen die 62. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen mit einem Besucherrekord von über 20.000 Eintritten zu Ende. Bei der Preisverleihung im Oberhausener Lichtburg Filmpalast wurden insgesamt 17 Preise verliehen. Der Hauptpreis des Festivals, der Große Preis der Stadt Oberhausen im Internationalen Wettbewerb, ging in die Schweiz an die Regisseurin Louise Carrin für Venusia, eine Studie der Beziehung zwischen der Inhaberin eines Luxusbordells und ihrer einzigen Freundin, einer ebenso unberechenbaren wie untalentierten Prostituierten. „Ein Film, der durch einfache Mittel in einem einzigen Raum ein ganzes Universum schafft“, schrieb die Internationale Jury in ihrer Begründung. Berlinale-Preisträger Lav Diaz gewann für seinen Kurzfilm Ang araw bago an wakas (The Day before the End) den Hauptpreis der Internationalen Jury.

Der Hauptpreis im Deutschen Wettbewerbs ging ebenfalls an eine Regisseurin, Vika Kirchenbauer für SHE WHOSE BLOOD IS CLOTTING IN MY UNDERWEAR, ein technisch verfremdeter und abstrahierter Blick auf Intimität und Körperlichkeit. Ein Film, „der die Gewalt der Lust nicht einfach vorführt, sondern gerade in der experimentellen Verfremdung förmlich auf das Publikum überträgt“, so die Begründung der Jury.

Die Preisträger des 18. MuVi-Preises für das beste deutsche Musikvideo wurden bereits am Samstag, 7. Mai 2016, ausgezeichnet.

Zu den beliebtesten Sektionen gehörte das Themenprogramm „El pueblo“ mit sechs von acht ausverkauften Vorstellungen. Zum ersten Mal zeigten die Kurzfilmtage begleitend zu den Filmprogrammen eine Kunstausstellung, „Josef Dabernig & Sun Xun“, die mit über 750 Besuchern an fünf Tagen ebenfalls erfolgreich abschloss und zu der sehr positiven Besucherbilanz beitrug.

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Preise des Internationalen Wettbewerbs und der Internationalen Jury

Mitglieder der Internationalen Jury:
Andrés Denegri (Argentinien), Stella Händler (Schweiz), Marta Kuzma (Schweden), Joanna Raczyńska (USA), Mika Taanila (Finnland)

Großer Preis der Stadt Oberhausen
dotiert mit 8.000 Euro

Venusia
Louise Carrin
Schweiz 2015, 34 Min. 11 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Ein Film, der durch einfache Mittel in einem einzigen Raum ein ganzes Universum schafft. Ein statisches Doppelporträt entfaltet sich zu einer dynamischen Landschaft der menschlichen Verfassung.

Hauptpreis
dotiert mit 4.000 Euro

Ang araw bago ang wakas
(The day before the end)
Lav Diaz
Philippinen 2015, 16 Min. 18 Sek., DCP, s/w

Begründung:
Der Hauptpreis geht an eine Arbeit von politischer Dringlichkeit. In anderen Kontexten kanonische Texte erreichen uns in drängender Umgangssprache, als Ort der letzten Zuflucht.

e-flux-Preis
dotiert mit 3.000 Euro
Für eine herausragende Film- oder Videoarbeit, die eine neue Form für das poetische und elektrische Potenzial des bewegten Bildes im Zeitalter globaler Informationsflüsse findet.

Mains Propres
(Washed Hands)
Louise Botkay
Brasilien 2015, 8 Min. 33 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Ein formal einfacher, aber komplexer Film über das Filmen und Gefilmtwerden, der einen sehr verstörenden Effekt hat. Diese Arbeit bezieht ihre Kraft aus einem der grundlegenden Instrumente des Kinos: dem Bildrahmen.

Lobende Erwähnungen

Centre of the Cyclone
Heather Trawick
Kanada/USA 2015, 18 Min. 20 Sek., 16 mm, Farbe

20 July.2015
Deimantas Narkevičius
Litauen 2016, 15 Min. 8 Sek., 3D DCP, Farbe

Jury des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

1. Preis
dotiert mit 5.000 Euro

Mitglieder der Jury:
Peter Braatz (Ljubljana), Christiane Heuwinkel (Wolfsburg/Bielefeld), Maike Mia Höhne (Berlin/Hamburg), Markus Lenz (Köln), Ulrike Sprenger (Konstanz)

489 Years
Hayoun Kwon
Frankreich 2016, 11 Min. 17 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Der Film 489 Years betritt die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea und führt den Zuschauer in einen Wald des Lebens und des Todes zugleich. Begleitet von authentischer Erinnerung eines Grenzsoldaten öffnet der Film mittels fantastisch realisierter Bilder den Blick auf eine wahre, jedoch verborgene Realität unserer Welt. Sowohl von der Grausamkeit als auch von der Schönheit dieses tödlichen Märchenwaldes hören und ahnen wir mehr als wir sehen. Dennoch macht der Film das Gefühl existentieller Ohnmacht und Angst in einem ständig verminten Raum körperlich greifbar. Die Perfektion in der Wiedergabe dieses Raumes wird durch die Vision der Zerstörung des Grenzgebietes noch überhöht. Falls Waffen Waffen zerstören und nicht Menschen, löst sich die Angst in Hoffnung. Ein Film von großer Tiefe, brillanter Schönheit und gesellschaftlicher Bedeutung. Für heute und erst recht für morgen.

2. Preis
dotiert mit 3.000 Euro

If It Was
Laure Prouvost
Großbritannien 2015, 8 Min. 52 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Den heiligen Hallen der Kunst assoziiert die Filmemacherin eine durchweg vom Ort selbst und seiner Geschichte inspirierte Utopie. In ihrem Film If It Was setzt sie der Realität des geschichtlich hochbrisanten Hauses der Kunst in München mit seiner nationalsozialistischen Überwältigungsarchitektur ein ebenso verrücktes wie witziges, sinnliches und durchaus weibliches Musée imaginaire entgegen. Ein von visuellen und thematischen Ideen überbordender Film, der uns hoffen lässt, dieses Museum der Träume einmal betreten zu dürfen.

Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis)

Mitglieder der Jury:
Peter Kremski (Deutschland), Tina Poglajen (Slowenien), Shy K. Segev (Israel)

If It Was
Laure Prouvost
Großbritannien 2015, 8 Min. 52 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Die FIPRESCI-Jury verleiht den Internationalen Kritikerpreis an den britischen Film If It Was von Laure Prouvost für die beeindruckende kinematographische Adaption einer gegenwärtig populären Gestaltungsweise im Internet für die große Leinwand, wobei er diese vergleichsweise profane Gestaltungsweise ins Poetische überhöht und mit einer in die Tiefe gehenden essayistischen Reflexion über die Freiheit der Kunst verbindet. In einem gewagten Spiel mit Bildern und Sprache und mit einem verführerischen subversiven Charme zeigt Laure Prouvosts multi-medial inspirierter Film in ästhetisch komplexer Weise auf, dass Kunst keine Grenzen kennt. Mit unverkennbar eigenem Stil und einer erstaunlichen Leichthändigkeit gelingt es Laure Prouvost dabei, das Publikum intellektuell und emotional für sich zu gewinnen.

Preis der Ökumenischen Jury
dotiert mit 1.500 Euro

Mitglieder der Jury:
Christian Murer (Schweiz), Dagmar Petrick (Deutschland), Thomas Schüpbach (Schweiz), Eberhard Streier (Deutschland)

489 Years
Hayoun Kwon
Frankreich 2016, 11 Min. 17 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
In seinen Erinnerungen nimmt uns ein Soldat mit auf eine Exkursion in das demilitarisierte Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordkorea. Aus seiner Perspektive erleben wir in fesselnden computeranimierten Bildfolgen den gefährlichen Weg durch ein vermintes Paradies. Hier liegen Schönheit und Schrecken nahe beieinander, was uns die Ambivalenz äußerer sowie innerer Grenzen neu bewusst werden lässt.

ZONTA-Preis
dotiert mit 1.000 Euro
für eine Filmemacherin aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb

Eleganssi
(Elegance)
Virpi Suutari, Finnland 2015, 25 Min. 42 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Die Filmemacherin portraitiert eine geschlossene Gesellschaft von Männern mit alten Traditionen, raffinierten Gebräuchen und strengen Wertvorstellungen. Die Eleganz des Films erlaubt ungesehene Einblicke in die patriarchale Welt der Wirtschaftselite.

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Preise des Deutschen Wettbewerbs

Mitglieder der Jury des Deutschen Wettbewerbs:
Athanasios Karanikolas (Berlin), Doris Kuhn (München), Florian Keller (Winterthur)

Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs
dotiert mit 5.000 Euro

SHE WHOSE BLOOD IS CLOTTING IN MY UNDERWEAR
Vika Kirchenbauer
Deutschland 2016, 3 Min. 24 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Dieser Film ist laut und intim. Er ist brutal und zärtlich. Ein theoretisch durchdachtes, ungemein sinnliches Konzeptvideo. Wir zeichnen einen Film aus, der die Gewalt der Lust nicht einfach vorführt, sondern gerade in der experimentellen Verfremdung förmlich auf  das Publikum überträgt – eine Auseinandersetzung über Identität, die uns ganz unmittelbar in ihrer Körperlichkeit getroffen hat.

3sat-Förderpreis
dotiert mit 2.500 Euro, für einen Beitrag, der sich durch eine neue Sichtweise auszeichnet.
Der Preis umfasst darüber hinaus das Angebot, den ausgezeichneten Beitrag zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.

Telefon Santrali
Sarah Drath
Deutschland 2016, 7 Min. 38 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Ein Raum, der wie eine Schaltstelle funktioniert: zwischen früher und jetzt, zwischen Fortschritt und Rückschritt. Wir zeichnen einen Film aus, der mit sparsamen Mitteln glamouröse Bilder schafft. Und eine Regisseurin, die das ihr fremde Land nicht aus einer bequemen Außensicht beleuchtet, sondern aus seiner Geschichte. Frei von Exotismus, doppelbödig im politischen Kommentar. Und sogar das Internet schaut für einen Witz vorbei.

Lobende Erwähnung

Sites
Volker Schreiner
Deutschland 2015, 8 Min. 26 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Ein toller Film, weil er uns zeigt, dass man die Orientierung im Dunkeln finden kann, in Kunst und Natur und zwischen verrutschten Perspektiven. Selbst wenn er vorbei ist, hat er noch eine Überraschung parat: Er besteht aus Found Footage.

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Preise des NRW-Wettbewerbs

Mitglieder der Jury:
Florian Deterding (Düsseldorf), Sylke Gottlebe (Dresden), Andreas Heidenreich (Darmstadt)

Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der NRW.Bank

Ocean Hill Drive
Miriam Gossing, Lina Sieckmann
Deutschland 2016, 20 Min. 49 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Atmosphärisch dicht entwickelt der Film einen Sog, der die Spannung zwischen Surrealistischem und Dokumentarischem hält. Die Filmemacherinnen vertrauen dabei der Aussagekraft ihrer Bilder, die eine feinsinnige Verbindung mit der Tonebene eingehen. Beeindruckt von der Konsequenz, mit der Miriam Gossing und Lina Sieckmann ihre künstlerische Handschrift weiterentwickelt haben, vergibt die Jury den Preis für den besten Beitrag im NRW-Wettbewerb an den Film Ocean Hill Drive.

Förderpreis des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 500 Euro, gestiftet von der NRW.Bank

Das Leben ist hart
Simon Schnellmann
Deutschland 2015, 3 Min., DCP, s/w

Begründung:
Kein Strich zu viel, keine Pointe zu wenig – minimalistisch, konzentriert und voller Ideenreichtum inszeniert der Filmemacher auf den Punkt.

Preis der West ART-Zuschauerjury
dotiert mit 750 Euro, gestiftet von West ART

Ein Aus Weg
Simon Steinhorst, Hannah Lotte Stragholz
Deutschland 2016, 19 Min. 57 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Er langweilt nie. Er ist spannend. Er ist lebensnah. Er ist echt. Und er ist vielfältig in seinen filmischen Mitteln. Damit erfüllt er alle Ansprüche, die wir an einen Film legen, damit er uns fesselt und hineinzieht und abtauchen lässt in eine uns unbekannte, neue Welt.
Der animierte Dokumentarfilm Ein Aus Weg von Simon Steinhorst und Hannah Lotte Stragholz bringt uns in 20 Minuten den jungen Inhaftierten Alex K. ganz nah, der sich in Interviews den Fragen des Autoren und Seelsorgers Max Prosts über den Sinn des Lebens stellt. Wir hören gebannt seinen Erzählungen zu – über ein kleinkriminelles Leben zwischen Strafgefangenschaft und Freiheit, zwischen gesellschaftlicher Normalität und Diebstahl, Liebe und Drogen. Während Alex K. dezent hoffnungsvoll in die Zukunft blickt, berichtet der um Dialog bemühte Kriminalhauptkommissar Werner B. nüchtern über die Justiz in Deutschland und seinen polizeilichen Alltag. Seine Prognose für Alex’ Zukunft: In spätestens neun Monaten wird er wieder straffällig. Darauf wettet er ein Eis.
Von Hand animierte, farbige Bilder, Montage, Sounddesign, Musik, Drehbuch und die authentische Geschichte des Alex K. – wir, die West ART-Zuschauerjury, loben die stimmige, gelungene und fesselnde Komposition der unterschiedlichen Spielebenen und freuen uns, dass Kriminalhauptkommissar Werner B. seine Wette mittlerweile verloren hat.

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Preise des 39. Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs

Preis der Kinderjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet Peugeot BECKERfrance

Mitglieder der Jury:
Aleyna Aydin, Allan Burfeind, Emre Gökoglu, Nailany Weimer, Henrike Wilhelm

Hugo Bumfeldt
Éva Katinka Bognár
Ungarn 2015, 12 Min. 02 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Zu entscheiden, wer den Preis des 39. internationalen Kinderfilmwettbewerbs bekommt, fiel uns zwar schwer – aber doch waren wir von einem Film von Anfang an überzeugt. Er erzählt von Freundschaft, Heimweh und Trauer. Und von Aliens, die Taucher statt Goldfische hüten. Die Figuren sind bunt und ungewöhnlich, die Geschichte spannend, witzig und berührend zugleich, auch Ton und Musik werden super eingesetzt. Außerdem denkt man durch den Film darüber nach, wie man mit anderen Lebewesen umgeht.

evo-Förderpreis der Kinderjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der Energieversorgung Oberhausen AG (evo)

Novembre
Marjolaine Perreten
Frankreich/Schweiz 2015, 4 Min., DCP, Farbe

Begründung:
Den EVO-Förderpreis vergeben wir an einen Film, der bestimmt jedem Zuschauer ein kleines oder größeres Lächeln ins Gesicht zaubert. Er ist schlicht, aber sehr schön animiert. Die Farben und Formen machen eine ganz besondere Stimmung, die grauen Himmel und Regen so wirken lassen, als ginge er ja doch wieder vorbei. Und das stimmt ja auch – und bis dahin muss man sich gegenseitig helfen und die dicken Tropfen nicht so schwer nehmen.

Lobende Erwähnung der Kinderjury

Boy-Razor
Peter Pontikis
Schweden 2015, 11 Min. 27 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Die lobende Erwähnung sprechen wir einem Film aus, der uns von der ersten Sekunde an gefesselt hat. Die spannende Geschichte und die jungen Schauspieler sind einfach toll. Besonderen Spaß haben uns die Farben und die actionreiche Kameraführung gemacht. Auch wenn es am Ende alles gut geht, zeigt dieser Film, dass wütende Entscheidungen aus dem Bauch heraus selten die sind, die sich gut anfühlen.

Preis der Gastjury des Internationalen Kinderfilmfestivals Filem’on, Brüssel

Bounce
D.C. Barclay/Rory Lowe
Großbritannien 2015, 10 Min. 19 Sek., DCP, Farbe

Preis der Jugendjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet vom Rotary Club Oberhausen

Mitglieder der Jury:
Maria Eduarda Barbosa, Natalie Mengede, Finn Rubin, Anne Schulzki, Nasstassja Twumasi

Viaduc
Patrice Laliberté
Kanada 2015, 18 Min. 48 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Der Preis des internationalen Jugendfilmwettbewerbs geht an einen Film, der gleichermaßen spannend und tiefgründig ist. Der Einsatz der Musik sowie die Kameraarbeit haben uns beeindruckt, da sie packende Szenen zu echten Höhepunkten steigern. Der Film regt dazu an, hinter die Fassade von Handlungen und Haltungen zu blicken und Vorverurteilungen zu hinterfragen. Besonders hervorheben wollen wir die Bandbreite an Themen, die der Film aufgreift: Familie und Verlust, Sprachlosigkeit. Jeder Bruch kann als Möglichkeit verstanden werden eine Brücke zu schlagen scheint eine der Botschaften zu sein. Intime familiäre Beziehungen werden in Kontext gesetzt zu politischen Aspekten wie Krieg und Patriotismus.

Lobende Erwähnung der Jugendjury

Pieniä kömpelöitä hellyydenosoituksia
(Clumsy Little Acts of Tenderness)
Mila Tervo
Finnland 2015, 8 Min. 56 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Die lobende Erwähnung des internationalen Jugendfilmwettbewerbs wollen wir einem Film aussprechen, der uns mit seinem Charme und Witz überzeugt hat. Peinlichkeiten und Missverständnisse, die in einer Tochter-Vater-Beziehung vorkommen, werden mit einer solchen Ironie und Überspitzung dargestellt, dass sie alle Altersklassen in den Bann ziehen, ohne den Ernst dieses Geschlechter- und Generationenverhältnisses zu vernachlässigen.

Prädikat der Ökumenischen Jury für einen Film im Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
verbunden mit der Empfehlung an Matthias Film und das Katholische Filmwerk, diesen Film für ihre Filmarbeit anzukaufen

Viaduc
Patrice Laliberté
Kanada 2015, 18 Min. 48 Sek., DCP, Farbe

Begründung:
Der 17jährige Mathieu unternimmt eines nachts eine waghalsige Aktion, um ein Graffiti an eine Autobahnbrücke zu sprayen. Erst am Schluss eines spannungsgeladenen Films, der auf vielfältige Art und Weise Lebenswelten von Jugendlichen aufzeigt, erschließt sich die Motivation seines Handelns. Dadurch regt Viaduc an, eigene Vorurteile und oberflächliche Betrachtungsweisen zu hinterfragen.

District Berlin: Atelierstipendium August 2016 – Januar 2017

Bewerbungsfrist: Freitag, 4. Juni 2016, 23:59 Uhr

Seit 2009 realisiert District ein vielseitiges Programm mit dem Ziel, langfristige Dialoge zwischen künstlerischen, kuratorischen, wissenschaftlichen und edukativen Arbeitsweisen zu schaffen. Mit Fokus auf die Verortung von künstlerischer Praxis im Stadtraum entwickelt District kollaborative und rechercheorientierte Formate für Kunst in erweiterten Wirkungsfeldern. Verschiedene Formen der Nachbarschaft, der Entgrenzung und emanzipatorische Momente des Freundschaftlichen bilden dabei Anlässe, um die Gegenwart mit den Mitteln der Kunst für unterschiedliche Perspektiven und Formen des Wissens zu öffnen. Geprägt von feministischen, queeren und dekolonialen Ansätzen erkundet District das Kuratorische als performative wie analytische Praxis und erprobt neue Formen von Gemeinschaft.

Das halbjährlich vergebene District-Atelierstipendium ist explizit der Förderung von Frauen, Genderqueers, Inter* und Trans* gewidmet, die bildkünstlerisch arbeiten. Das von einer diversen Jury vergebene Stipendium hat das Ziel, Künstlerinnen* strukturell zu unterstützen, künstlerische Forschung lokal zu verorten und fortdauernde Gesprächs- und Arbeitsbeziehungen zu schaffen.

Das Atelierstipendium schafft Freiraum für ergebnisoffenes Experimentieren und Forschen, es stellt keine Projektförderung dar. Es beinhaltet die kostenfreie Nutzung des als ‚Satellit’ bezeichneten 15 qm großen Ateliers im District-Gebäude auf der Malzfabrik von 1. August 2016 bis 31. Januar 2017. Darüber hinaus steht das Districtteam den Stipendiatinnen* bei der Realisierung ihrer Ideen zur Seite. Leider können wir keine Kosten für Anreise und Unterkunft übernehmen.

Das Atelierstipendium ist Bestandteil unseres Engagements in den Aufbau einer solidarischen künstlerischen Community. Entsprechend bietet das Atelierstipendium durch die transdisziplinären Studiogespräche und die Einbeziehung der Stipendiatinnen in das laufende Programm ein öffentliches Forum für die Reflektion, Weiterentwicklung und Vernetzung der Praxis von Künstlerinnen*.

Die Bewerbung sollte folgendes enthalten:
•    CV (mit vollständigen Kontaktdaten, Angaben zu Ausbildung und Überblick über die bisherige künstlerische Laufbahn)
•    Motivationsschreiben und Arbeitsvorhaben (kurze Darstellung der Motivation für das Atelierstipendium sowie der Ideen, an denen während des Aufenthalts gearbeitet werden soll)
•    Portfolio (sollte 5 MB nicht überschreiten) und ggf. maximal zwei Video-Links

Bewerbungen sind in deutscher und englischer Sprache ausschließlich per E-Mail möglich.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis Freitag, 4. Juni 2016, 23:59 Uhr an:
Andrea Caroline Keppler, Kuratorin Studio Grant, studiogrant@district-berlin.com

Die Zusammensetzung der Jury wird erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist bekannt gegeben.
Die Entscheidung der Jury wird nicht begründet.

Weitere Informationen auf der District-Website

Christiane Kuhlmann ist neue Kuratorin für Fotografie und Medienkunst am Museum der Moderne in Salzburg

Frau Dr. Christiane Kuhlmann (geb. 1967 in Essen) ist promovierte Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt Fotografie und Medien des 20. und 21. Jahrhunderts. Am 1. Juni 2016 tritt sie ihre neue Position als Kuratorin für Fotografie und Medienkunst am Museum der Moderne in Salzburg an. Sie verfügt über langjährige wissenschaftliche und praktische Erfahrung als Kuratorin und Konservatorin an namhaften Institutionen mit großen internationalen Sammlungen. Von 2001 bis 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der fotografischen Sammlung am Museum Folkwang Essen. Sie war als freie Kuratorin an Institutionen wie dem Museo Picasso in Malaga, dem Kunstmuseum Bern und dem Rijksmuseum in Amsterdam tätig. Derzeit schließt sie an der Berlinischen Galerie die wissenschaftliche Arbeit am Nachlass von Erich Salomon ab. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit hat sie sich intensiv mit der Schnittstelle von Fotografie zu Performance und Tanz sowie zu Massenmedien beschäftigt. Sie ist ferner als Autorin und Dozentin für Theorie und Geschichte der Fotografie aktiv. Dr. Christiane Kuhlmann tritt die Nachfolge von Dr. Margit Zuckriegl an, die seit der Gründung des Museums zunächst als Assistentin des Direktors und dann als Kuratorin für Fotografie am Haus tätig war und im Februar in den Ruhestand getreten ist.

(Quelle: Presseinformation, Museum der Moderne Salzburg)

Photography Studies and Research: Neuer Master-Studiengang an der Folkwang Universität der Künste in Essen

Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2016/2017: 14. Juni 2016
Die Auswahlgespräche werden am 11. und 12. Juli 2016 in Essen stattfinden.
Die an der Folkwang Universität der Künste lange schon vorhandene Kompetenz in Sachen Fotografie, die durch vier künstlerische Professuren vertreten wird, ein professionell eingerichtetes Fotolabor, eine brillant ausgestattete Forschungsbibliothek zu Theorie und Geschichte der Fotografie, ein seit Jahren intensiv betriebenes Ausstellungsprogramm in universitätseigenen Galerieräumen, aber auch die traditionell engen Verbindungen zu zahlreichen Museen, Galerien und Archiven legen es nahe: Essen ist der richtige Ort, um ein neues Studienprogramm zu etablieren, das es in dieser Form noch nicht gibt.
Ab dem Wintersemester 2016/2017 bietet die Folkwang Universität der Künste einen zweijährigen Master „Photography Studies and Research“ an, der sich an alle wendet, die ein kritisches Nachdenken über Fotografie fasziniert. Vermittelt und erworben werden sollen in diesem Masterprogramm grundlegende Kenntnisse zu der inzwischen fast zweihundertjährigen Geschichte des Bildmediums, zur unterdessen weit verzweigten Fototheorie, nicht zuletzt aber auch zu praktischen Grundlagen verschiedener fotografischer Verfahren und Technologien.
Zwei Masterstudiengänge – ein Tandem
Hierin liegt die Besonderheit des Essener Masterstudiengangs: Er ist die eine Hälfte innerhalb eines Tandems von zwei verschiedenen Masterprogrammen. Indem zum bereits mit großem Erfolg etablierten Master „Photography Studies and Practice“ nun ein zweiter tritt, der den Akzent auf „Photography Studies and Research“ legt, wird es erstmals an einer europäischen Kunsthochschule möglich sein, die zwei Dimensionen des Fotografischen miteinander auf dem Niveau eines Masters zu kombinieren: Aufnahme und Beschriftung, Praxis und Theorie, künstlerische Produktion und wissenschaftliche Reflexion. An der Folkwang wird diese enge Nachbarschaft Programm werden. So wie bereits jetzt im „Practice“-Master wissenschaftliche Kurse belegt werden müssen, so werden künftig auch im „Research“-Master künstlerische Kurse angeboten werden, die in Techniken und Materialitäten des Fotografischen einführen. Das Tandem der beiden Masterstudiengänge wird ein fortgesetztes gemeinsames Gespräch zu neuesten fotografischen Bildern und dem Fotografischen geltenden Texten ermöglichen.
Wen wir suchen
Voraussetzung für ein Studium des neuen Masters ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium (oder gegebenenfalls auch eines Masterstudiums) in einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplin mit hohem Bezug zu Theorie und Geschichte der Fotografie (zum Beispiel Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie und Ethnologie). Bei besonderer wissenschaftlicher Eignung können auch Absolventen künstlerischer Studiengänge zugelassen werden. Die Eignung aller Bewerberinnen und Bewerber wird durch Bewerbungsgespräche festgestellt. Voraussetzung zu diesem Gespräch ist ein Probekapitel aus einer größeren Arbeit oder ein Artikel (beides jeweils ca. 30.000 Zeichen), die sich mit einer fotogeschichtlichen und/oder fototheoretischen Frage auseinandersetzen und ein ernsthaftes Interesse an der Fotografie zeigen.
Was wir lehren
Das wissenschaftliche Lehrangebot des neuen Masterprogramms wird insgesamt sechs Schwerpunkte umfassen:
• Geschichte der Fotografie von ihrer Formationsphase im frühen 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
• Theorie der Fotografie
• Fotografie im erweiterten Feld der Kunstgeschichte
• Fotografie in ihren gesellschaftlichen und sozialen Kontexten
• Rolle und Funktion des Fotografischen innerhalb der Wissenschaftsgeschichte
• Formen der Institutionalisierung der Fotografie (Kunstkritik, Sammlung und Archive, das Kuratorische, Kunstmarkt)
Die Studierenden werden hierbei von einem eng geknüpften Netz von institutionellen Partnern außerhalb der Hochschule profitieren, mit denen gemeinsam auf der Basis von größeren Projekten zusammengearbeitet werden wird.
Das praktische Lehrangebot des neuen Masterprogramms wird drei Schwerpunkte besitzen:
• Im ersten Semester wird ein umfassender Kurs angeboten werden, der in apparative Aspekte und Materialitäten fotografischer Prozesse einführt. Die hervorragend ausgestatteten, durch ein eigenes Team von Mitarbeitern geleiteten Fotolabore des Studiengangs werden hierbei die beste Gelegenheit bieten, in ungewöhnlich intensiver Weise anhand eigener Praxis die historischen wie zeitgenössischen Formen des Fotografischen zu erkunden.
• Zu Beginn jedes Semesters werden alle Studierenden beider Masterstudiengänge zudem an einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung zusammenkommen, um die neuen, gerade im Entstehen befindlichen Projekte zu präsentieren und erstmals auf die kritische Probe zu stellen.
• Im zweiten und dritten Semester werden schließlich alle Studierenden des Theorie-Masters an einem der im Praxis-Master angebotenen künstlerischen Kurse teilzunehmen und auf diesem Weg Einblick zu gewinnen in eine andere Form der Auseinandersetzung um das Fotografische.
Ein weltweites Netz
Gibt es in unserer Zeit ein zweites Bildmedium, das so verbreitet ist wie die Fotografie, von dem Menschen weltweit so intensiv Gebrauch machen, das in so vielen verschiedenen Kontexten eine Rolle spielt und für so viele verschiedene Zwecke wichtig geworden ist? An der Folkwang Universität der Künste nehmen wir diese Fragen ernst und wollen sie gemeinsam mit unseren internationalen Partnern beantworten – in der Lehre wie in der Forschung. Bereits jetzt arbeitet der Studiengang Fotografie mit einer großen Zahl anderer Hochschulen zusammen, in Europa, in Nordamerika, im Nahen Osten und auch in Asien. Durch gemeinsame Veranstaltungen – Exkursionen, Workshops und Tagungen – wie auch durch gemeinsame Projekte tragen wir der Bedeutung der Fotografie als ein unseren Alltag weltweit organisierendes, zuweilen auch beherrschendes Medium kritisch Rechnung. Der neue Masterstudiengang zur Theorie und Geschichte der Fotografie wird hierbei im Zentrum solcher Kooperationen stehen.
Wann es losgeht
Ausgeschrieben werden die Plätze für den neuen Master einmal jährlich, jeweils im Frühjahr. Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2016/2017 ist der 14. Juni 2016. Die Auswahlgespräche finden am 11. und 12. Juli 2016 in Essen statt, die Zusagen werden kurz darauf versendet werden. Fragen zum Studienprogramm, zu Zulassungsbedingungen und Studienmöglichkeiten beantworten wir jederzeit sehr gerne!

VIDEONALE.16: Call for Entries

VIDEONALE.16 invites competition entries from around the world on the theme “PERFORM!”. The competition is open to all forms of moving image-based artworks (including single and multi-channel video and video installations). We also welcome performance and virtual reality projects.

Entries selected by our international jury of experts will be presented at the VIDEONALE.16 exhibition at the Kunstmuseum Bonn.

The deadline for entries is July 4, 2016.

You can find further information, as well as the entry forms, at v16.videonale.org

Theme

#Performance #Interaction #ExpandedSenses #Affect #SelfOptimization #BodyPolitics #Control #SelfImage #ExternalImage #SmartObjects #Immersion #Identity #Surveillance #Choreography #Participation #Space #Simulation #Manipulation

PERFORM! is the theme of the competition and festival programme of the VIDEONALE.16 – Festival for Video and Time-Based Arts.

In its earliest forms, performance as an artistic gesture was an act of liberation—a rejection of the role models and expectations of the art establishment. Yet today, performance has increasingly come to stand not for freedom of expression, but rather, for the imperative to act. Be it through our constant interaction with digital devices, within which we leave behind traces of ourselves; or through the relentless demand placed on individuals to present themselves online, and to optimize themselves as economic subjects—in all of these ways, our lives, whether consciously or unconsciously, have become ongoing performances. Our movements increasingly take the form of choreographed displays in public spaces, over which we have only limited control.

This implies, on the one hand, constellations of control and compulsion; and yet on the other hand, it signals entirely new possibilities for participation in social, political and artistic processes, as well as new forms of interaction, communication and manipulation, all of which can be put to creative use. In the process, the borders between real and virtual space, performer and audience, the observer and the observed are becoming increasingly blurred. How does this influence our relationships and communication, our interaction as social and political subjects, our actions in the public sphere?

How does the performative imperative alter our perception of our own bodies and minds? When are we performers, when the audience, when our own choreographers? When is performance simply another word for conformity, control and reaction? And finally: under what circumstances can performance still be an expression of experimental, creative and, occasionally, subversive action?

The VIDEONALE.16 competition invites artists from around the world to submit works which deal with the issue of the performative in art and society in all its facets.

“Before the mirror, the subject plays out its own real and its own imaginary. Yet at the level of the object, on screens of all forms and through all kinds of media technology, the world becomes virtual; the object offers itself up as ‘potential’, and plays its own game.”

–Jean Baudrillard, Video World and Fractal Subject (1988)

Requirements

All types of experimental moving-image-based works (single and multi-channel video, video installation and Virtual Reality projects) as well as performance projects can be submitted to the competition. There are no restrictions on the duration of the work submitted, nor on the nationality or age of the artist. Works submitted, however, may not be more than two years old (i.e. they must have been produced after January 1, 2014). Artists are not permitted to submit more than one entry.

The VIDEONALE

Established in 1984 in Bonn, the Videonale is an international platform for video and time-based art forms. Featuring both an exhibition of the works submitted for competition and a festival programme, it has now been home to the latest developments in the area of moving image and time-based art for over 30 years. Its central focus is on new international artistic perspectives alongside established representatives of the arts.

Exhibition

For VIDEONALE.16, around 40 works will be selected by an international jury of experts to be presented at a six-week exhibition in the Kunstmuseum Bonn.

Prize

The works exhibited will compete for the Videonale Prize, worth 5,000 EUR.

Festival

During the exhibition, a diverse festival programme will animate both the Kunstmuseum and various locations around the City of Bonn. Talks by artists, panel discussions, guided tours, workshops, performances, educational events, and the student exhibition project VIDEONALE.Parcours in the city centre will all serve to provide a comprehensive perspective on contemporary artistic practice, as well as on current debates surrounding the moving image and the digital arts.

VIDEONALE on tour

Following the exhibition in the Kunstmuseum Bonn, the works displayed at VIDEONALE.16 will be exhibited at a series of further international institutions. In previous years, Videonale works have been exhibited at the Central House of Artists in Moscow, Russia; the National Taiwan Museum of Fine Arts in Taichung, Taiwan; the Insa Art Space in Seoul, South Korea; the National Gallery of Bosnia-Herzegovina in Sarajevo; MONA Inner Spaces in Poznań, Poland; CCA/Freedom Park Lagos, Nigeria; and many other prestigious venues.

VIDEONALE.16 is supported by (as per April 2016):

The City of Bonn; the Ministry for Families, Children, Youth, Culture and Sports of the State of North Rhine-Westphalia

Preferred Logistics Partner: DHL

Technical partners: cine+, Berlin

Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest: Aufruf zur Einreichung

Einsendeschluss: 7. Juli 2016

www.kasselerdokfest.de

Zu seiner 33. Ausgabe lädt das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest vom 15. bis 20. November 2016 nach Kassel ein. Es widmet sich sowohl dem regionalen Filmgeschehen als auch dem nationalen und internationalen dokumentarischen Schaffen in all seinen Variationen. Es werden aktuelle dokumentarische und künstlerisch-experimentelle Lang- und Kurzfilme gezeigt, Medieninstallationen in der Ausstellung Monitoring präsentiert und Audiovisuelle Performances und VJ-Sets in der DokfestLounge aufgeführt.

Außerdem nehmen wir aktuelle Themen der Netzkultur unter die Lupe, laden zu Diskussionen über Film und Kunst und bieten ambitionierten Nachwuchsfilmemacher/innen praxisbezogene Veranstaltungen und Möglichkeiten zum Netzwerken. Als Festival mit internationaler Ausrichtung, einem starken Fokus auf neue Medien und der Vielfalt präsentierter Formate und Formen ist das Kasseler Dokfest mit seinem Profil einzigartig.

Im Rahmen des Kasseler Dokfestes werden vier Preise vergeben, die Preisgelder in Höhe von insgesamt 11.500 Euro sowie ein Produktions-Stipendium im Wert von 8.000 Euro umfassen:

– Goldener Schlüssel (5.000 €) für die beste dokumentarische Nachwuchsarbeit, gefördert durch die Stadt Kassel

– Goldener Herkules (3.000 €) für eine herausragende Produktion aus Nordhessen, gestiftet von der Machbar GmbH, Agentur für Unternehmenskommunikation mit Hauptsitz in Kassel

– Golden Cube (3.500 €) für die beste Installation der Ausstellung Monitoring, vergeben durch das Kasseler Softwareunternehmen Micromata GmbH

– junges dokfest: A38 Produktions-Stipendium Kassel-Halle in Kooperation mit Werkleitz – Zentrum für Medienkunst (ausgestattet mit bis zu 3.000 € Unterhalts- und max. 1.000 € Reisekosten sowie Sachleistungen im Wert von bis zu 4.000 €), unterstützt durch die Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA)-

Seit 2015 wird zusätzlich ein Ehrenpreis (nicht öffentlich ausgeschrieben) für das Werk von etablierten Filmschaffenden vergeben, die sich durch besonders innovative Leistungen in Film und Kunst hervorgetan haben und mit dem Kasseler Dokfest und/oder der Region verbunden sind. Der Preis wird von der Hübner GmbH & Co. KG gestiftet und ist mit 3.000 € dotiert.

Wir laden ab sofort alle Filmemacher/innen, Künstler/innen, VJs, Verleiher/innen, Produzent/innen, Galerist/innen, Hochschulen und Institutionen ein, sich mit aktuellen Arbeiten und Projekten für die einzelnen Sektionen des 33. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes zu bewerben. Einsendeschluss ist der 07. Juli 2016. Die Anmeldung ist ab sofort online unter www.kasselerdokfest.de/submit möglich.