Michael Mauracher erhält den Österreichischen Kunstpreis 2016 in der Kategorie »Künstlerische Fotografie«

Michael Mauracher wurde mit dem Kunstpreis 2016 für Künstlerische Fotografie ausgezeichnet. Der Preis zählt zu den Staatspreisen der Republik Österreich. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr an „etablierte Künstlerinnen und Künstlern für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk zuerkannt“. Die Preisverleihung fand am 25. Januar in der Hofburg des Bundeskanzleramtes statt.

Michael Mauracher, geboren 1954 in Klagenfurt, studierte Kommunikationswissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg sowie  künstlerische Fotografie am Salzburg College, einem Studienprogramm der Northern Illinois University. Es folgten Assistenzen am Salzburg College und in der Fotoklasse der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. 1981 war er Mitbegründer der Galerie Fotohof in Salzburg. 1981–1983 arbeitete Mauracher an der Ausstellung „Geschichte der Fotografie in Österreich“ mit, die unter anderem im MUMOK – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien gezeigt wurde. 1984–1994 war er Lehrbeauftragter für Künstlerische Fotografie sowie Organisator des internationalen Workshop-Programms am Salzburg College. Seit 1995 hat unterrichtet Michael Mauracher Fotografie und Neue Medien an der Universität Mozarteum, seit 2011 als Senior Lecturer. 2001 erhielt er einen Lehrauftrag an der HGB, 2005 wurde er hier Honorarprofessor für Fotografie. Seit 2012 ist Michael Mauracher Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Zusammen mit Rainer Iglar hat er 250 Bücher im Zeitraum der letzten 15 Jahre in der Fotohof Edition verlegt. Er lebt und arbeitet in Salzburg, Leipzig und Wien.

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Web Residencies 2017 – Eine Kooperation von Akademie Schloss Solitude und ZKM | Karlsruhe

2017 schreiben die Akademie Schloss Solitude, Stuttgart und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe gemeinsam drei Calls für »Web Residencies« mit unterschiedlichen Themen aus, die von eingeladenen KuratorInnen konzipiert werden.

Das Programm »Web Residencies« wurde 2016 von der Akademie Schloss Solitude initiiert, um junge Talente der internationalen digitalen Szene sowie Kunstschaffende aller Disziplinen, die sich mit web-basierten Praktiken auseinandersetzen, zu fördern und den Prozess ihrer Arbeit online auf der Plattform www.schloss-post.com zu präsentieren. Bei jeder Ausschreibung werden drei bis vier Personen oder Teams von den jeweiligen KuratorInnen für eine vierwöchige »Web Residency« ausgewählt, die mit je 500 USD prämiert ist.

Mit der neuen Kooperation schließen die Akademie Schloss Solitude als Künstlerresidenz und Netzwerkmaschine und das ZKM, ein Museum und Ort künstlerischer Forschung und Entwicklung, ihre Expertise und Praxis zusammen und arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung des Programms »Web Residencies«. Beide Häuser begreifen Künstlerresidenzen online als ein zeitgemäßes Format der Künstlerförderung im globalisierten und durch die Digitalisierung geprägten Kunstbetrieb. Der digitale Raum wird nutzbar gemacht, um neue Wege in der künstlerischen Praxis und der Kunstvermittlung außerhalb geografischer und institutioneller Grenzen zu erproben. Das Programm ist dabei bewusst offen gestaltet und lässt sich von den Ideen, Konzepten sowie Arbeitsweisen einer Szene auch jenseits des etablierten Kulturbetriebs prägen.

Der erste Call in 2017 wird von Tatiana Baccizzelli, künstlerische Direktorin des Disruption Network Lab Berlin, kuratiert und am 13. Februar veröffentlicht, der aktuelle politische und technologische Aspekte geopolitischer Überwachung thematisiert. »Web Residencies« finden ausschließlich online statt, die Arbeiten werden auf www.schloss-post.com sowie auf www.zkm.de gezeigt. Für Bewerber gibt es keine Altersbeschränkung, auch Studierende sind zugelassen. Das Programm wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

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Ausstellung: Arne Schmitt und Nico Joana Weber. Alleinanspruch

04.02. – 30.04.2017

Eröffnung / Opening: Fr, 03.02., 19 Uhr / 7 pm

Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V. Mauritiuswall 35 50676 Köln, Germany

Kuratiert von Regina Barunke

Unter dem Titel „Alleinanspruch“ präsentieren die in Köln lebenden Künstler Arne Schmitt und Nico Joana Weber ein spannendes Wechselspiel aus Fotografie, Text und Film, das die Frage nach der ‚autonomen Einzelperson’ in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung umfasst ausschließlich neue Werke der Künstler.

He looked at a tree. To be split and made into rafters.

He looked at a streak of rust on the stone and thought of iron ore in the ground.

To be melted and to emerge as girders against the sky.

These rocks, he thought, are here for me; waiting for the drill, the dynamite and my voice;

waiting to be split, ripped, pounded, reborn; waiting for the shape my hands will give them.

(Ayn Rand, The Fountainhead, 1943)

Der Blick des Architekten auf die Welt: ein Rohstofflager, ein zu eroberndes Terrain, ein Sockel für seine Schöpfung. In Ayn Rands Roman „The Fountainhead“ ist der Held Howard Roark nicht nur eine Idealfigur des modernen Architekten, dessen Bauten sich keinerlei Tradition und Gemeinschaft verpflichtet fühlen; zugleich ist er radikaler Individualist, der aus sich selbst schöpft und autonom agiert. Diese zugespitzte Form des total emanzipierten Subjekts – ein Phantasma des entfesselten Kapitalismus, wie Rand ihn stets propagierte – hat allerdings einen Preis: jeder ist auf sich gestellt. Dieser Widerspruch des Ungebundenseins bildet den Kern der gemeinsam konzipierten Ausstellung „Alleinanspruch“ von Arne Schmitt und Nico Joana Weber. Schmitt beschäftigt sich in fotografischen Serien und dem Film „Mit weniger mehr schaffen“ von 2016 mit der

praktischen Seite der Moderne. Ausgehend von Architekt Ernst Neuferts „Bauentwurfslehre“ und dessen Bauten in Darmstadt (Ledigenheim, 1952-55) analysiert er die Folgen von Rationalisierung und Normierung für den Einzelnen. Nico Joana Weber widmet sich in ihrer Rauminstallation mit der neuen 3-Kanal Videoprojektion „Land of Enchantment“ einer Gegend, die der menschlichen Besiedlung durch harte geografische und klimatische Bedingungen trotzt: Im amerikanischen New Mexico liegen im Tularosa Basin fünf Orte, die auf geografisch engem Raum und durch extreme Kontraste wie im Zeitraffer die Geschichte der Menschheit zusammenfassen. Das Erleben von Landschaft vollzieht sich hier in gefühlter Einsamkeit: der Mensch ist in ihr auf sich zurückgeworfen und stößt an die Grenzen dessen, was dauerhaft gestaltet werden kann.

Arne Schmitt (*1984 in Mayen, lebt / lives in Köln) studierte Fotografie an der HGB Leipzig und der Hogeschool Sint-Lukas in Brüssel. Seit 2014 ist er Gastprofessor an der HfbK Hamburg. Ausstellungen (Auswahl) / Selected Exhibitions: 2016 „Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung“, Museum für Photographie Braunschweig; 2013 „Concrete. Fotografie und Architektur“, Fotomuseum Winterthur; 2012 „Wenn Gesinnung Form wird / Verflechtungen“, Sprengel Museum Hannover; „State of the Art. New Contemporary Photography“, NRW-Forum Düsseldorf / Schmitt studied Photography at the HGB Leipzig and the Hogeschool Sint-Lukas in Brussels. Since 2014, he is guest professor at the HfbK Hamburg.

Nico Joana Weber (*1983 in Bonn, lebt in Köln, lives in Cologne) studierte Fine Art and History of Art am Goldsmiths, University of London, und schloss ihr Postgraduiertenstudium an der KHM Kunsthochschule für Medien in Köln ab. Ausstellung (Auswahl) / Selected Exhibitions: 2017 „Transitional Regions“, Museum unter Tage / Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum (in Vorbereitung); 2016 „Buildings, Rooms and Things“, Glasgow Sculpture Studios, Glasgow; „Selva Negra“, Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur, Köln; „Villa Romana-Preisträger 2016“, Villa Romana, Florenz / Weber studied Fine Art and History of Art at Goldsmiths, University of London. She was a postgraduate at the KHM Academy of Media Arts Cologne.

Öffnungszeiten:

Do-Fr 14–18, Sa-So 13–17 Uhr / Thu-Fri 2–6, Sa-Su 1–5 pm.

Sonderöffnungszeiten zur / Special opening hours during Art Cologne, 26. – 29.04.2017

Eintritt frei / Admission free

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Ausstellung: Soft Skills. Linda Reif und Julia Rohn

periscope : project : space

Sterneckstraße 10, 5020 Salzburg

Eröffnung: 28.01.2017, 19 Uhr, Ausstellungsdauer: 02.02. – 25.02.2017, Do – Sa 16 – 20 Uhr

Linda Reif und Julia Rohn vereint ihr abstrakter und experimenteller Zugang zur Fotografie. Die beiden Positionen bewegen sich von einer Zweckentfremdung des Bildträgers auf der einen, zur Zweckentfremdung des Abgebildeten auf der anderen Seite. Wo bei Reif fotografische Oberflächen in fragmentarische Baustücke eingearbeitet werden, lässt Rohn die Grenzen zwischen Malerei und Fotografie verfließen. Hier werden bunte Flüssigseifen und Spülmittel zu malerischen Kompositionen. Die flüchtigen Liquide werden zu abstrakten Gesten, werden zum künstlerischen Material aufgewertet und in der Fotografie konserviert. In einer Konfrontation von abstrakter und konkreter Bildebene, von Vergänglichkeit und Beständigkeit, zeigt sich ein ambivalentes Bild einer Konsumkultur. Mit einem ironischen Blick werden hier Warenoberflächen abstrahiert und in neue Bedeutungsfelder verflochten.

Ebenso findet sich bei Linda Reif eine Beschäftigung mit der Beschaffenheit der Dinge. So werden Glasplatten in unterschiedlichen Formaten auf Fotopapier belichtet. Übrig bleibt eine formale, geometrische Zeichnung, die auch hier eine reduzierte malerische Form annimmt. Diese Kontextverschiebung findet sich gleichermaßen in ihren Objektarbeiten wieder. Unterschiedlichste gefundene Werkstoffe treffen hier aufeinander und lassen die fotografische Fläche betont zu reiner Materialität werden. Bild und Untergrund bilden hier ein gleichwertiges Gegenüber.

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Podiumsdiskussion: Von der Entdeckung der Fotografie bis zur Entwicklung einer Szene

Montag, 30. Jänner 2017, 18:30

Gemeinderatssitzungssaal im Grazer Rathaus, Hauptplatz, 2. Stock, 8010 Graz, Eintritt frei

im Rahmen der Ausstellung »100 Jahre Erich Kees«

2016 jährte sich der Geburtstag von Prof. Erich Kees zum hundertsten Mal. Die Kulturvermittlung Steiermark würdigt den Pionier der steirischen Fotoszene mit einer Ausstellung in der Fotogalerie des Grazer Rathauses und einer Podiumsdiskussion.

Begrüßung durch Kulturstadträtin Lisa Rücker

Gäste:

Branko Lenart
freischaffender Fotograf in Graz und Piran wurde 1964 Mitglied der TVN-Fotogruppe,
seit 1968 Mitglied des Forum Stadtpark, seit 1970 Ausstellungen in Europa und
Nordamerika.

Christine Frisinghelli
in Zusammenarbeit mit Manfred Willmann ab 1976 Aufbau der Fotogalerie im Forum
Stadtpark; 1980 Mit-Begründerin und bis 2010 Redaktionsleitung von Camera Austria.

Helmut Strobl
Kulturstadtrat a.D. (1985 – 2001), Initiator des „Europäischen Kulturmonats 1993“ in
Graz und von „Graz-Kulturhauptstadt Europas 2003.

Jasmin Haselsteiner-Scharner
Kunsthistorikerin, Kustodin am OÖ Landesmuseum – Sammlungsleiterin Fotografie an
der Landesgalerie Linz, Lehrtätigkeit an der HTBLVA Ortweinschule Graz – Fotografie
und Multimediaart.

Margit Sommer
Tochter von Prof. Erich Kees, als Fotografin 1975-1977 Mitglied der TVN-Fotogruppe.

Max Aufischer
Gründung und Leitung der Kulturvermittlung Steiermark seit 1987, Fotograf.

Organisation: Kulturvermittlung Steiermark
0316 872-4931, office@kulturvermittlung.org
www.kulturvermittlung.org

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Vortrag Christine Frisinghelli: Die ersten Symposien über Fotografie im Forum Stadtpark und die Anfänge der Zeitschrift Camera Austria

Donnerstag, den 19. Januar 2017, 16 – 17:30 Uhr
Universität zu Köln
Seminargebäude, S12 (1. Stock)

Am 19. Januar 2017 wird Christine Frisinghelli, mit Manfred Willmann langjährige Herausgeberin des Kunstmagazins Camera Austria International, einen Vortrag über „Die ersten ‚Symposien über Fotografie’ im Forum Stadtpark/Camera Austria“ an der Universität zu Köln halten. Im Jahre 1979 initiierten Frisinghelli und Willmann das erste „Symposion über Fotografie“ in Graz, welches fortan jährlich als Beitrag zum Festival steirischer herbst bis 1997 stattfand. Die Symposien bildeten in den 1970er Jahren eine der ersten Plattformen des fotohistorischen und –theoretischen Diskurses und zogen zahlreiche weltbekannte WissenschaftlerInnen und FotografInnen in die österreichische Stadt Graz. Dieser rege Austausch mündete 1980 in der Gründung der bis heute
vierteljährlich erscheinenden Camera Austria International, die Frisinghelli bis 2010 als Chefredakteurin betreute. In ihrem Gesprächsvortrag wird Frisinghelli die Anfänge der Camera Austria nachskizzieren. Die zweisprachig erscheinende Zeitschrift (dt. und engl.) nimmt bis heute eine Ausnahmestellung in der internationalen Fotoszene ein, da sie ist nicht nur federführend in der Auseinandersetzung mit der Rolle der Fotografie „zwischen zwischen Kunst und Massenmedium, zwischen Ästhetik und sozialer Praxis, zwischen Dokument und Diskurs, Politik und Bild“ ist, sondern auch ein eigenes, reiches Ausstellungsprogramm in ihren Räumlichkeiten verwirklicht. Ferner setzt sie sich durch einen seit 1989 im zwei Jahres Rhythmus vergebenen Preis für die
Förderung zeitgenössischer Fotografie ein. Die Camera Austria International gilt somit nicht nur als einflussreicher Multiplikator der Fotogeschichte und -theorie, sondern auch als wichtiger Fürsprecher der zeitgenössischen fotografischen Praxis und Vermittlung.

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ars viva-Preis 2017: Jan Paul Evers, Leon Kahane und Jumana Manna

In diesem Jahr geht der ars viva-Preis für Bildende Kunst des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft an Jan Paul Evers (*1982), Leon Kahane (*1985) und Jumana Manna (*1987). Der Preis ist mit zwei Ausstellungen in namhaften Kunstinstitutionen in Deutschland sowie einer Künstlerresidenz auf Fogo Island (Kanada) verbunden. Die Künstler erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro, darüber hinaus erscheint eine Künstleredition und ein zweisprachiger Katalog im Verlag Sternberg Press.

Der ars viva-Preis wird jährlich an junge, in Deutschland lebende Künstler vergeben, deren Arbeiten sich durch hohe künstlerische Qualität mit richtungsweisenden Positionen auszeichnen. In diesem Jahr wählte die Jury aus 51 vorgeschlagenen Künstlern zehn Finalisten aus, die ihre Arbeiten in ihren Ateliers und den KW Institute for Contemporary Art in Berlin präsentierten. Als ars viva-Preisträger 2017 wurden Jan Paul Evers, Leon Kahane und Jumana Manna gekürt.

Jan Paul Evers arbeitet mit analogen Produktions- und Bearbeitungsprozessen der Fotografie. Aus bestehendem und selbst fotografiertem Material entstehen mithilfe verschiedener Entwicklungstechniken neue Arbeiten. Zentrale Bezugspunkte in Leon Kahanes Videoarbeiten, Fotografien und Installationen sind Themen wie Migration und Identität und die Auseinandersetzung mit Mehr- und Minderheiten in einer globalisierten Gesellschaft. Die Videoarbeiten und Skulpturen von Jumana Manna thematisieren sozialpolitische Fragestellungen, Machstrukturen sowie die Konstruktion von Identität.

Zum ersten Mal bekommen die ars viva-Preisträger die Möglichkeit, an einem mehrwöchigen Residenzprogramm auf Fogo Island teilzunehmen. „Die Kooperation mit Fogo Island Arts ist eine einmalige Möglichkeit für die ars viva-Preisträger. Das interdisziplinär ausgerichtete Programm lädt Künstler und Kreative weltweit ein, sich mit der faszinierenden Inselkultur zu vernetzen und ermöglicht in den von Todd Saunders entworfenen Künstlerateliers ungestörtes Arbeiten inmitten einer kargen, von Wind, Wetter und Atlantik geprägten Felslandschaft“, so der Vorsitzende des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises, Ulrich Sauerwein. Das Fogo Island Arts Residency Program wurde 2008 vor der Ostküste von Neufundland gegründet und ist in seiner Form einzigartig. Hinter dem Programm steht die Shorefast Foundation, Gründerin und CEO ist Zita Cobb.

Der Jury unter dem Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises sowie Mathilda Legemah und Franziska Rieger (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft) in diesem Jahr die Kuratoren Dr. Annegret Laabs (Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg), Moritz Wesseler (Kölnischer Kunstverein) und Zita Cobb (Shorefast Foundation) an. Als Fachberater war Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien) Mitglied der Jury.

Jan Paul Evers wurde 1982 in Köln geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Evers lebt und arbeitet in Köln. Ausgangspunkt seiner analogen Schwarz-Weiß-Fotografien sind von ihm selbst aufgenommene Bilder aber auch bereits bestehendes Bildmaterial. Die Ursprungsmotive sind abstrakt wie konkret. In der Dunkelkammer unterzieht er die Bilder der eigentlichen künstlerischen Bearbeitung und konstruiert mithilfe von Schablonen, durch die Anpassung der Belichtungszeit oder den gezielten Einsatz chemischer Substanzen neue Bilder, Unikate auf Barytpapier. Die Kompositionen rücken das Verhältnis von Bild und Abbild, Motiv und Wirklichkeit in den Fokus und hinterfragen damit die Möglichkeiten der Reproduktion. Auf der Frieze London 2016 wird in der Sektion Focus eine Solo-Präsentation von Evers zu sehen sein (Galerie Max Mayer), darüber hinaus stellt der Künstler aktuell im Rahmen einer Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bochum aus.

Leon Kahane, 1985 in Berlin geboren, absolvierte zunächst eine Fotografie-Ausbildung an der BEST-Sabel Berufsfachschule für Design und an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und studierte anschließend Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin. Kahane lebt und arbeitet aktuell in Berlin und Tel Aviv. Zentrale Bezugspunkte in den Videoarbeiten, Fotografien und Installationen des Künstlers sind Themen wie Migration und Identität und die Auseinandersetzung mit Mehr- und Minderheiten in einer globalisierten Gesellschaft. Für den Künstler spielen eigene Erfahrungen und biografische Bezüge eine zentrale Rolle. Zuletzt waren seine Arbeiten in der Kunsthalle Wien und bei der 6. Moskau Biennale zu sehen. 2015 gewann er den Kunstpreis Europas Zukunft und stellt aktuell solo in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig aus.

Jumana Manna wurde 1987 in New Jersey geboren und studierte an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem sowie an der Oslo National Academy of the Arts. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Jerusalem. In ihren Videoarbeiten und Skulpturen setzt sich Manna mit sozialpolitischen Fragestellungen, Machstrukturen und der Konstruktion von Identität auseinander. Während sich ihre Videoarbeiten nah am Dokumentarfilmformat mit persönlich-historischen Bezügen bewegen, haben die skulpturalen Arbeiten häufig abstrakten Charakter und beziehen sich dabei auf unterschiedliche Quellen wie archäologische Artefakte oder modernistische norwegische Architektur. Anfang des Jahres präsentierte Manna in der Malmö Konsthall ihre erste Einzelausstellung in Schweden. Mit ihrem Dokumentarfilm „A Magical Substance Flows into Me“ war sie 2016 im Forum der 66. Berlinale vertreten.

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg (8. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017)
Kölnischer Kunstverein (11. Februar bis 26. März 2017)

Der ars viva-Katalog 2017 ist bei Sternberg Press erschienen. Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Mathilda Isiuwa Legemah m.legemah@kulturkreis.eu

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Ausstellung: Elfriede Mejchar

Elfriede Mejchar: ROAD TRIP mit PÜPPI, 17.01. – 24.02.2017, Kro Art Contemporary

1924 geboren in Wien, 1961 Meisterprüfung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, 1952 – 1984 als Fotografin im Bundesdenkmalamt Wien tätig, seit 1984 freie photographische Tätigkeit. Elfriede Mejchar übte die Fotografie als Beruf aus. Für das Bundesdenkmalamt dokumentierte sie österreichisches Kulturgut. Während der 32 Jahre von 1952 bis 1984, die sie für das Bundesdenkmalamt fotografierend kreuz und quer in Österreich unterwegs war, entstanden parallel dazu ihre Serien. Die Vogelscheuchen und die Provinzhotelzimmer, die G’stetten und Autowracks, Industriegebäude, Kraftwerke, Scheunen und vieles mehr.

Parallel zu ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit entwickelte sie ihre eigenen inhaltlichen Schwerpunkte und Themenfelder, die sie in großen Werkgruppen teilweise über Jahrzehnte hinweg, fotografisch bearbeitete. Auf diese Weise ist ein erstaunlich vielschichtiges Werk entstanden, das in allen seinen Facetten ihre sehr persönliche, authentische Haltung zur Wirklichkeit zeigt. In den letzten Jahren hat Elfriede Mejchar zahlreiche Preise erhalten und ihre Arbeiten wurden in bedeutenden Galerien, Sammlungen und Museen präsentiert.

Für die Ausstellung „ ROAD TRIP mit PÜPPI“ hat sie Fotografien aus zwei Werkgruppen ausgewählt.

Kro Art contemporary
A-1060 Wien, Getreidemarkt 15

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Gespräch mit Leo Kandl

Kunst Haus Wien

Mittwoch, 18.1.2017, 18 Uhr

Der Kulturmanager, Publizist, Fernsehtalker und ehemalige Direktor der Kunsthalle Wien, Gerald Matt unterhält sich mit Leo Kandl, dem Grandseigneur der österreichischen Fotografie über die Poesie des Alltags, seine Freundschaft und Zusammenarbeit mit Peter Dressler, über Fotografie, Kunst und Leben und über seinen Blick auf die Menschen – von den Trinkern und Nachtschwärmern in Wiener Weinhäusern und Cafés über durch Annoncen gefundene Modelle in New Yorks Großstadt Anonymität bis hin zu den Reichen und Schönen bei den Salzburger Festspielen. Kandl studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und begann sich in den frühen 1970ern für Fotografie zu interessieren. Leo Kandl gehört heute mit seine respektvollen und präzisen fotografischen Milieustudien zu den wichtigsten Österreichischen Fotokünstlern. Seine einfühlsamen Porträts von Menschen, Kleidern und Städten wurden 2014 mit dem renommierten Breicha-Preis für Fotokunst geehrt. Anlässlich der Preisverleihung präsentierte das Salzburger Museum der Moderne – Rupertinum eine große Retrospektive seiner Arbeiten unter dem Titel Menschen und Orte, die Kandls herausragende Stellung unter Österreichs Fotografen eindrucksvoll in Erinnerung rief.

Eintritt frei, begrenzte Teilnehmerzahl, um verbindliche Anmeldung unter anmeldung@kunsthauswien.com wird gebeten.

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EEB7 – Fabricated Histories. Fact and Fiction in Recent History

IEEB (International Experimental Engraving Biennial) in Bucharest is focused on various aspects of printmaking seen as a contemporary art medium with a broad technical and visual offer, going beyond its traditional approach. IEEB encourages experiment, challenging conventional perceptions, re-defining and re-contextualizing engraving techniques as powerful tools of representation in contemporary art. IEEB functions as a counter-space for discussing the role of printmaking in contemporary art, not as a separate chapter but as a statement of inclusion. The art of print in our view is seen as a combination between technique and concept as well as an intersectional and transversal medium of expression, combining traditional techniques with performance, video art, sculpture and object.

IEEB7 will focus on our recent history with local as well as global reference constructing a counter-space for understanding/questioning/revealing/identifying/imagining the way history has been or it is being written. Approaching the relationship between fiction and historiography Linda Hutcheon observes the issue of source authority, the unstable notions of construction, reception, distribution: fiction and historiography are simultaneously used and abused, installed and turned upside down, affirmed and denied.

Written and oral history, historical files, archives can be created or interpreted and manipulated. From schoolbooks, television broadcast and tabloids, from academic publications to satires and wikileaks, from secret services files to archives, and last but not least from art criticism to history and theory of art, this project aims to question mechanisms of writing and fabricating histories and their impact on personal and collective memory.

IEEB7 will create a platform for contemporary art production through the use of print techniques and concepts with the purpose of reflecting on the factual/truth (writing/telling) and fictional dimensions of our recent histories.

Period: 25.10.2016 – 25.02.2017

The list of participating artists:

Ana Adamović (SRB)
Ana Golici (USA/RO)
Ana Hoffner (AT)
Cătălin Burcea (RO)
Christine Niehoff (DE)
Corina Ilea (CAN/RO)
Dylan McMannus (US)
Elana Katz (DE)
Judith Saupper (AT)
Mihai Zgondoiu (RO)
Olivia Mihălțianu (RO)
Sandra Sterle (HR)
Silvia Trăistaru (RO)
Sorin Oncu (RO/SRB)
Zsolt Asztalos (HUN)

IEEB7 Sponsors: ERSTE – Asset Management, Sâmburești

Partners: Goethe Institute, Austrian Cultural Forum, Balassi Institute – Hungarian Institute from Bucharest, Victoria Art Centre, National Museum of Natural History Grigore Antipa, Alert Studio, The Institute of Art History G. Opescu of the Romanian Academy, WASP-Working Art Space and Production,  For Culture, Cărturești, Aiurart Contemporary Art Space in Bucharest, Atelier 030202

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Martin und Werner Feiersinger im Gespräch mit Anselm Werner (TU Graz)

12.01.2017, 18.30 Uhr

Kunstraum Lakeside, Lakeside B02

9020 Klagenfurt, Austria

Martin und Werner Feiersinger
Italomodern. Cesenatico – Triest

Martin und Werner Feiersinger wurden eingeladen, für den Kunstraum Lakeside das gemeinsam entwickelte Projekt „Italomodern“ zu adaptieren. Der Architekt Martin Feiersinger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der in Vergessenheit geratenen Nachkriegsarchitektur in Oberitalien. Ausgehend von umfangreichen Recherchen bereist er gemeinsam mit seinem Bruder, dem Künstler Werner Feiersinger, regelmäßig den norditalienischen Raum. Die 2011 im aut. architektur und tirol in Innsbruck gezeigte Ausstellung „Italomodern. Architektur in Oberitalien 1946 –1976“ und die gleichnamige Publikation bieten einen Einblick in die architektonische Nachkriegsmoderne in Norditalien. Mit dem Fokus auf Einzelbauten haben Martin und Werner Feiersinger Projekte von Neorealisten und Rationalisten, Brutalisten wie Organikern ausgewählt. Die Bandbreite reicht von kleinen Wohnhäusern bis zu heute gigantomanisch anmutenden Wohnanlagen, von maschinenhaften Architekturen bis zu kühnen Konstruktionen und eigenwilligen Einzelwerken kaum bekannter Architekten. 2015 wurde „Italomodern 2“ in Fortsetzung des international erfolgreichen Buches und der Ausstellung „Italomodern 1“ vorgestellt – eine Verdichtung und Vertiefung der Recherchen in der heterogenen Szene der oberitalienischen Nachkriegsmoderne. In Klagenfurt werden besonders jene architektonischen Projekte beider Bücher aus der Gegend zwischen Cesenatico und Triest präsentiert, welche sich in geografischer Nähe des Kunstraums in Oberitalien befinden. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationsbroschüren zu allen Architekten, die auf einem extra für die Ausstellung entwickelten Display präsentiert werden.

Laufzeit: 2.12. – 27.01.2017

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Aalto University: Master’s Programme in Photography

Application deadline: January 25, 2017

The home of the Helsinki School and the Helsinki Photomedia international research conference.

Aalto University, located in the Helsinki metropolitan area in Finland, provides world-class education in the fields of art, technology and business. At the School of Arts, Design and Architecture, theory meets practice. The school focuses on learning through practical assignments and projects.

Education content in Master’s Programme in Photography
The studies emphasize photography as a means of independent and multidisciplinary arts expression and the development of conceptual thinking and research skills. The studies approach photography both from the academic perspective and through practice by providing courses on theory and research, practical skills and artistic expression.

Teaching languages are Finnish and English. Students may write their Master’s thesis in Finnish, Swedish or English.
The staff and students in the Master’s Programme in Photography form an academic creative community. International artistic activities and various photograph publication processes and platforms are core areas of the programme. The most visible results of the activities are domestic and international exhibitions, photography publications, Helsinki Photomedia Conference and Helsinki School activities.

The teaching methods are workshops, study projects, theoretical studies, lectures, seminars and personal guidance. The student also has the opportunity to learn about the latest trends in photography research at the international, biennial Helsinki Photomedia Conference. The programme is designed for students who wish to deepen their knowledge in photography by developing their conceptual and research-related thinking. The studies enable the development of advanced professional competence, expressive skills and theoretical thinking. A strong artistic vision and the ability to think conceptually are key objectives of the programme.

Admission procedure
Applicants for the Master’s Programme in Photography apply in the master’s level admissions in the field of Art and Design. Key selection criteria when selecting photography students are artistic talent, motivation and potential. We expect our applicants to have a BA degree in Photography or other relevant field.

Exhibition: Amie Siegel – Strata

South London Gallery, Friday, 20th January to Sunday, 26th March 2017

For New York-based artist Amie Siegel’s first solo show in London, the South London Gallery presents recent works which explore the mechanisms through which objects become imbued with meaning. Known for her layered, meticulously constructed works that consider the undercurrents of value systems, cultural ownership and image-making, Siegel works across film, video, photography, performance and installation.

Quarry, 2015, projected at cinematic scale in the SLG’s main gallery, traces the excavation of marble from the deepest underground quarry in the world to its almost inevitable use in the modern luxury apartments of Manhattan skyscrapers. Beautiful, formally rigorous, and pointedly underscored by dramatic orchestral sound, this moving image work draws us into a mesmerising exposé of the multi-layered relationships between art, labour and value.

Fetish, 2016, presented in the first floor galleries, delves further into the stratified relationships between culture, value, and material by focusing on Sigmund Freud’s personal collection of archaeological statues and artefacts. Filmed at the Freud Museum in north London, it portrays the annual nocturnal cleaning of the psychoanalyst’s collection, suggesting an analogy between the careful, almost ritualistic removal of layers of dust from the objects and the intimate excavations and disclosures of analysis, both of which are normally hidden from view.

Proposing a conceptual link between Fetish and Quarry, Siegel presents a new work in the second upstairs gallery – a fragment of pink marble from the lobby of New York’s Trump Tower. Offered for sale on eBay immediately following the 2016 US election, the marble fragment was purchased by the artist. The fragment’s transformations, from having had a clear use within a building into an apparently functionless piece of rock, and then into a historic relic, are both continued and emphasised through its incorporation into Siegel’s work. Parallel narratives are therefore set in motion, both with the material concerns of Quarry, and the potentially infinite circular conversations around the themes of objecthood and desire explored within Fetish.
Biography
Amie Siegel (b. 1974, Chicago, USA) works variously between film, video, photography, performance and installation. Known for her layered, meticulously constructed works that trace and perform the undercurrents of systems of value, cultural ownership and image-making, the artist’s recent solo exhibitions include The Metropolitan Museum of Art, New York, Museum Villa Stuck, Munich; Kunstmuseum Stuttgart and the MAK, Vienna.Siegel has participated in group exhibitions at the Whitney Museum of American Art, NY; Hayward Gallery, London; KW Institute for Contemporary Art, Berlin; CCA Wattis, San Francisco; MoMA PS1; MAXXI Museum, Rome; Haus der Kulturen der Welt, Berlin and the Walker Art Center, Minneapolis. Her work is in public collections including the Whitney Museum of American Art, The Metropolitan Museum of Art, Tate Modern and the Solomon R. Guggenheim Museum. Her films have screened at the Cannes, Berlin, Toronto and New York Film Festivals, The Museum of Modern Art, New York and The National Gallery of Art, Washington, D.C. She has been a fellow of the DAAD Berliner-Künstlerprogramm and the Guggenheim Foundation, the Fulton Fellow at The Film Study Center at Harvard University, a recipient of the ICA Boston’s Foster Prize, Sundance Institute and Creative Capital Awards.

More information: http://www.southlondongallery.org

 

Msgr. Otto Mauer Preis 2016: ANDREAS FOGARASI

Der Otto Mauer Fonds vergibt den mit 11.000 Euro dotierten Preis heuer zum 36. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Diesjähriger Preisträger ist der in Wien lebende und arbeitende Künstler Andreas Fogarasi.

Preisverleihung
Der Preis wurde von Dr. lic. Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Dienstag, den 29. November 2016, um 19.30 Uhr in den Festräumen desErzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien, an Andreas Fogarasi übergeben.

Begründung der Jury
Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2016, bestehend aus Ralo Mayer, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2012, Gustav Schörghofer SJ, Johanna Schwanberg, Direktorin, Dom Museum Wien, Andrea van der Straeten, Universitätsprofessorin, Kunstuniversität Linz und Hans-Peter Wipplinger, Museologischer Direktor, Leopold Museum Wien, entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis Andreas Fogarasi zuzuerkennen.

„Andreas Fogarasi greift in seinen Arbeiten auf diverse Medien, wie Fotografie, Video, Skulptur und typografische Elemente zurück. Seine multimedialen Installationen weisen dabei einen starken Bezug zur Architektur bzw. zum Design des öffentlichen Raumes auf. Im kunsthistorischen Kontext stellt sein Werk eine spezielle Position in der Skulpturenentwicklung dar, hinterfragt er darin doch immer wieder die Tradition der Formensprache in der Geschichte der Skulptur. Der Umgang mit Raum bei der Werkinszenierung spielt dabei eine besondere Rolle.

Seine Werke zeugen von einer besonderen Aufmerksamkeit für Materialien, bzw. von einem äußerst subtilen Umgang mit diesen. Formal treten Materialität und Information aber immer in eine gleichberechtigte Beziehung zueinander.

Die Jury würdigt vor allem die reflektierte gesellschaftskritische Ausrichtung seiner multimedialen Werke und Installationen. Diese ist dabei immer gepaart mit einem besonderen Gespür für ästhetische Form und Ausführung. Fogarasis Œuvre lässt eine durchwegs analytische Herangehensweise erkennen. Der Künstler recherchiert präzise, setzt sich mit historischen, gesellschaftspolitischen Parametern auseinander und transformiert dokumentarisches Material in eine künstlerische Form, die zu überzeugen weiß. Ein besonderes Augenmerk legt der Künstler auf die Beschäftigung mit nicht-westeuropäischen Kontexten, wie der Türkei bzw. die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ehemals kommunistisch regierter Länder wie Ungarn oder Russland.

Der Otto Mauer Preis 2016 wird somit einem Künstler verliehen, der es versteht, einen kritischen Blick auf die Gesellschaft in hochästhetischen, formal ausgereiften Arbeiten zu bündeln.”

Folgende KünstlerInnen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten:
Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013), Nilbar Güreş (2014) und Catrin Bolt (2015).