Ausstellung: Shirana Shahbazi

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2. April – 6. August 2017, KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Eröffnung: 1. April, 17 Uhr

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst widmet der aus dem Iran stammenden Künstlerin Shirana Shahbazi (*1974, lebt in Zürich) erstmals in Berlin eine umfassende Werkschau. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von in den vergangenen 15 Jahren entstandenen, überwiegend fotografischen Arbeiten Shahbazis. Die Künstlerin schuf parallel höchst heterogene Werkgruppen: schwarz-weiße Landschaftsaufnahmen, prunkvolle Stilleben, geometrische Abstraktionen oder dokumentarische Fotografien. Dieses Spektrum wird in der Ausstellung mit rund 60 Werken zu einem visuellen Bilderkosmos verdichtet, der sich jenseits von Kategorien wie stilistischer Ähnlichkeit oder zeitlich logischer Reihung entwickelt.

So verschieden die Motive auch sind, geht es in Shahbazis Bildern immer auch um die Fotografie an sich, um die Besonderheiten des Mediums, das Stillstellen eines Moments, die Materialität von Dingen und die kulturellen Codierungen von Darstellungen, Motiven oder Orten. Häufig entstehen die Werke in Transformationsprozessen, zum Beispiel wenn sie Aufnahmen, die auf der Reise von Zürich nach Teheran entstanden sind, in zweifarbige Lithographien übersetzt. Oder wenn Shahbazi präzise räumliche Objekte baut, um sie dann in eine scheinbar abstrakt-geometrische fotografische Fläche zu überführen. Das Festhalten und Konstruieren von Wirklichkeit wird so in den Werken Shirana Shahbazis zu einer Möglichkeit des Nachdenkens über die dem Sichtbaren eingeschriebenen Codes und Konventionen.