Alexandra Vogt
stay with me

Infos

Eröffnung
20.54.2002, 18:30

Zeitraum
21.4.2002 – 17.5.2002

Camera Austria
Sparkassenplatz 2/III
Graz

Alexandra Vogt
stay with me

Intro

Mit “stay with me” zeigen wir in den Ausstellungsräumen der Galerie Camera Austria erstmals in Österreich (parallel mit der Galerie Fotohof in Salzburg) Videos und fotografische Arbeiten der deutschen Künstlerin Alexandra Vogt (geb. 1970). Der Ausstellung ist ein monographischer Beitrag in der Ausgabe Camera Austria Nr. 77 / 2002 vorausgegangen. Diese erste umfassende Publikation der jungen Künstlerin ist international auf beträchtliches Echo gestoßen, auch das Interesse an der kommenden Ausstellung ist bereits groß.
Alexandra Vogts Arbeiten, in denen Pferde und junge Mädchen die Hauptrolle spielen, entstehen in enger und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den Protagonistinnen auf dem ehemaligen “Gutshof der englischen Fräulein” im bayerischen Mindelheim, wo die Künstlerin lebt und arbeitet.

Volltext

Alexandra Vogt
stay with me

Mit “stay with me” zeigen wir in den Ausstellungsräumen der Galerie Camera Austria erstmals in Österreich (parallel mit der Galerie Fotohof in Salzburg) Videos und fotografische Arbeiten der deutschen Künstlerin Alexandra Vogt (geb. 1970). Der Ausstellung ist ein monographischer Beitrag in der Ausgabe Camera Austria Nr. 77 / 2002 vorausgegangen. Diese erste umfassende Publikation der jungen Künstlerin ist international auf beträchtliches Echo gestoßen, auch das Interesse an der kommenden Ausstellung ist bereits groß.
Alexandra Vogts Arbeiten, in denen Pferde und junge Mädchen die Hauptrolle spielen, entstehen in enger und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit den Protagonistinnen auf dem ehemaligen “Gutshof der englischen Fräulein” im bayerischen Mindelheim, wo die Künstlerin lebt und arbeitet. Vogts Werke sind “durch eine Spannung bestimmt”, so Jan Verwoert in seinem Essay zu den Arbeiten Vogts, “die sich durch das Aufeinandertreffen von zwei fotografischen Ästhetiken aufbaut: der überhöhten Inszenierung einer Geschichte und der nüchternen fotografischen Abbildung. Was man sieht, lässt sich einerseits als die Dokumentation von Szenen verstehen, die sich so oder anders auf realen Pferdehöfen abspielen könnten, andererseits als die Re-Inszenierung durch Märchenbücher oder -filme vermittelter Fantasien. Gerade dieses Hin- und Herpendeln zwischen Realität und Fantasie aber kennzeichnet die Welt, die Alexandra Vogt beschreibt. Die Welt von Teenagern, die im Umgang mit Pferden ihre Fantasien und Sehnsüchte ausleben.
In ihre Foto- und Videoarbeiten stellt Alexandra Vogt das mit den Pferden ausgelebte Körpergefühl jedoch nicht nur als befreiendes, sondern zugleich auch als extrem verunsicherndes dar. Die Pferde in ihren Bildern vermittlen exzessive Körperlichkeit. Dieser Exzess drückt sich zum einen durch ein Übermaß an Kraft und Vitalität aus, zum anderen aber auch in Verletzungen. (…) Sie vermitteln ein unbehagliches Köpergefühl der Versehrtheit, das die unversehrte Welt der Pferderomantik in Frage zu stellen scheint. Letztlich aber zerstört das Moment der Körperlichkeit die Fantasiewelt nicht, sondern gibt ihr erst ihre Erfahrungsdichte. (…) Das Besondere dabei ist: Die Bilder wirken traumatisch, sie identifizieren jedoch kein bestimmtes Trauma. Gerade dieser Mangel an Eindeutigkeit versträrkt die Eindringlichkeit ihrer Wirkung.”
Wir freuen uns auf die Ausstellung dieser Newcomerin auf dem internationalen Parkett.

Ausstellungsansichten

  • Künstlerbeitrag / Artist feature in Camera Austria International 77/2002, S. / pp. 16–28.

    Alexandra Vogt, fling your voice out like a cloth over the fragments of his disease, 2001.
    Courtesy: arsFutura, Zürich.

  • KKünstlerbeitrag / Artist feature in Camera Austria International 77/2002, S. / pp. 16–28.

    Alexandra Vogt, stay with me (I), 2000.
    Courtesy: asrFutura, Zürich.

  • Künstlerbeitrag / Artist feature in Camera Austria International 77/2002, S. / pp. 16–28.

    Alexandra Vogt, Eva does tie experiments (II), 2001.
    Courtesy: arsFutura, Zürich.

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