ABSTRACTION NOW

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Graz, 2004
deutsch/englisch
304 Seiten
17 cm x 23,5 cm
zahlreiche Farbabbildungen
Hardcover, Fadenheftung

Edition Camera Austria

ISBN: 3-900508-51-8

Mit Texten von Miguel Carvalhais, Sandro Droschl, Christian Höller, Lev Manovich, Norbert Pfaffenbichler, Marc Ries und Marie Röbl. Herausgegeben von Künstlerhaus Wien, Sandro Droschl, Norbert Pfaffenbichler.

Beschreibung

Das Projekt ABSTRACTION NOW präsentierte aktuelle Tendenzen non-repräsentativer Kunst unter besonderer Berücksichtigung audiovisueller Medien und interdisziplinärer Ansätze. Spartenübergreifend wurden klassische künstlerische Genres wie Malerei und Skulptur zeitgemäßen digitalen Ausdrucksformen gegenüber gestellt. Der kunsthistorisch stark besetzte Begriff der Abstraktion bildete dabei die inhaltliche Klammer und verwies auf bisher kaum beachtete konzeptuelle Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen. Die Ausstellung wurde begleitet und erweitert von einem historischen Filmprogramm mit dem Titel MATHS IN MOTION, das von sixpackfilm organisiert und veranstaltet wurde.

Die Ausstellung wie die vorliegende Publkation zeigen auf, wie sich die bildgebenden künstlerischen Strategien mit Hilfe der Neuen Medien verändert und erweitert haben, welche spezifische Logik in ihnen steckt und mit welcher Konsequenz sie durchgeführt werden.Von besonderem Interesse war und ist der prozessuale Aspekt am gegenstandsfreien Gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Verschränkung von österreichischen und internationalen KünstlerInnen, wobei vor allem eine jüngere Generation vorgestellt wird.

Insgesamt wurden 85 Arbeiten von 74 KünstlerInnen ausgestellt. Im Künstlerhaus- Kino waren 27 Videoarbeiten zu sehen. In einer speziell für die Schau eingerichteten Medialounge wurden 25 computerbasierte Arbeiten auf CD-Rom und DVD sowie ausgesuchte Internetprojekte vorgestellt. Im Erdgeschoss des Künstlerhauses wurden 33 zeitgenössische Werke wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik sowie Video- und Computerinstallationen gezeigt.

Für die vorliegende Publikation wurden neben der ausführlichen Dokumentation aller Künstlerbeiträge AutorInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen eingeladen, um das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten:

Der Beitrag von Norbert Pfaffenbichler führt in die Materie ein und beschreibt dabei einige Strategien zeitgenössischer Kunst in Bezug auf das Phänomen Abstraktion. Unter Bezugnahme auf Fredric Jamesons Begriff “cognitive mapping” bespricht Co-Kurator Sandro Droschl das Ausstellungsdisplay. Der Medientheoretiker Marc Ries bezieht sich in seinem Text unter anderem auf Clement Greenberg und stellt das Moment der Verwandlung in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Die Kunsthistorikerin Marie Röbl setzt die Tradition der Moderne in Bezug zu aktuellen Tendenzen, wobei sie simplifizierende Kontinuitätsthesen widerlegt. Miguel Carvalhais stellt die Frage nach den Spezifika von Online-Art. Christian Höller behandelt die Geschichte des experimentellen Films und Videos im Kontext der Popkultur. Lev Manovich stellt dem tendenziell reduktionistischen Gestus der modernistischen Abstraktion eine gegenwärtige “representation of complexity” gegenüber.