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Die Zeitschrift Camera Austria International widmet sich der Debatte um die Rolle der Fotografie zwischen Kunst und Massenmedium, zwischen Ästhetik und sozialer Praxis, zwischen Dokument und Diskurs, Politik und Bild. Gegründet 1980 von Christine Frisinghelli, Seiichi Furuya und Manfred Willmann, nimmt die zweisprachig (dt. /engl.) erscheinende Zeitschrift bis heute eine besondere und international beachtete Stellung im Raum der Debatte um Fotografie als Praxis zeitgenössischer Kunst ein. Den Kern der Zeitschrift bilden monografische Beiträge über KünstlerInnen, die für den aktuellen Blick auf Fotografie entscheidend sind. Dazu werden in der Rubrik Forum junge internationale Positionen vorgestellt, die noch wenig bekannt sind. In der Kolumne werden jeweils über ein Jahr von renommierten AutorInnen kulturelle und politische Fragestellungen rund um das fotografische Bild entwickelt. Abgerundet wird das Profil der Zeitschrift durch ausführliche Besprechungen von aktuellen internationalen Ausstellungen und Büchern. Das Ausstellungsprogramm in unseren Räumen in Graz legt das Augenmerk auf Fragestellungen, die sich vor dem Hintergrund gesamtkultureller Bedingungen mit den Dispositiven der Fotografie, neuer Bildtechnologien und mit deren Wirkungsweisen und Rezeptionsmustern beschäftigen. Dabei geht es immer wieder auch um aktuelle Themen von gesellschaftlicher Relevanz, in denen schließlich (auch fotografische) Bilder eine zentrale Rolle spielen. In der Edition Camera Austria werden regelmäßig Bücher zu wichtigen Themen oder in Kooperation mit herausragenden KünstlerInnen publiziert. Seit 2001 betreut Camera Austria das Fotoarchiv des Soziologen Pierre Bourdieu, seit 2003 wird die Ausstellung »Images d’Algérie« weltweit in zahlreichen Übernahmen gezeigt. Seit 1989 wird alle zwei Jahre der Camera Austria-Preis der Stadt Graz für zeitgenössische Fotografie an eine/n KünstlerIn vergeben, der/die in der Zeitschrift publiziert wurde. Die Auszeichnung gehört zu den höchstdotierten Preisen für künstlerische Fotografie in Europa. Zuletzt wurde 2011 die österreichische Künstlerin Heidrun Holzfeind ausgezeichnet. Mit mehr als über 6000 Monografien, Ausstellungskatalogen, Nachschlagewerken und Publikationen zur Fotografiegeschichte und -theorie seit den 1970er Jahren – sowie mehr als 4000 Titeln aus ca. 60 Zeitschriften – bietet unsere öffentliche Bibliothek in Graz die Möglichkeit, die Verknüpfungen von Fotografie mit Gegenwartskunst vor einem internationalen Hintergrund zu recherchieren. Camera Austria wird unterstützt durch die Stadt Graz, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und das Land Steiermark. |
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Ausstellungsansicht Communitas. Die unrepräsentierbare Gemeinschaft, Camera Austria, 2011 © Steffen Strassnig. |
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