Fotoarchiv Pierre Bourdieu

Pierre Bourdieu
In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung.

Auch dem wenig an Soziologie interessierten Kenner der Fotografie dürfte Pierre Bourdieu dank seiner bereits zum Klassiker avancierten Untersuchung zu dieser »illegitimen Kunst« ein Begriff sein. Dass er aber auch selbst zur Kamera griff, um seine ethnologischen Feldstudien aus dem Algerien der frühen sechziger Jahre mit fotografischen Zeugnissen zu unterlegen, ist weitgehend unbekannt. Nur wenige dieser hunderten Fotografien gelangten bei der Gestaltung von Einbänden dieses oder jenes Werks Bourdieus, allerdings vom Publikum fast unbeachtet, an die Öffentlichkeit.
Als im Rahmen eines Gesprächs mit Pierre Bourdieu über die Algerien-Studien zwischen 1958 und 1961 die Rede auf diese (bisher weit gehend unveröffentlichten) Fotografien kam, entstand aus der spontanen Neugierde bald das Projekt, diese bisher unbekannte Facette Bourdieu’scher Ethnologie zu veröffentlichen. Diese Fotografien aus Algerien stellen ja zunächst wichtiges ethnographisches Primärmaterial dar, dürfen also nicht losgelöst vom spezifischen Erkenntnisinteresse, das der Selektion der Motive, dem jeweiligen Blickwinkel, dem Einbezug des Kontextes und somit der Konstruktion des festzuhaltenden Gegenstandes selbst zugrunde lag, betrachtet und interpretiert werden, will man nicht einem ahistorischen ästhetischen Purismus huldigen und die kontextspezifische gesellschaftliche Bedeutung und politische Dimension dieser Bilder ignorieren. Diese sind schon von ihren Entstehungsbedingungen her »gerahmt« und datiert, stehen in einem klaren sozio-historischen Zusammenhang und zielen darauf ab, diesen in einer spezifischen Art und Weise zu dokumentieren bzw. in Bourdieus eigener Sprache: zu objektivieren.
Mit der französischen Kolonisation ab 1830 erlebt Algerien, bis dahin geprägt durch eine vorkapitalistische Wirtschaftsweise und -ethik, eine dramatische Umgestaltung: brutale Durchsetzung zutiefst fremder ökonomischer Prinzipien, rapider Verfall der traditionellen landwirtschaftlichen Produktionsweise, Entstehung eines neuen Subproletariats, ökonomische Prekarisierung und gesellschaftliche Entwurzelung als Los breiter Bevölkerungsschichten. Dem soziologischen Beobachter eröffnet sich hier ein breites Feld der Beobachtung und Analyse sozialen Wandels. Was wird aus einer Gesellschaft, wenn sie sich einer neuen ökonomischen Verkehrsweise und Handlungslogik ausgesetzt sieht, die im Widerspruch zu sämtlichen, seit Generationen gültigen sozialen Spielregeln steht? Inwieweit beschränkt der traditionelle ökonomische Habitus die Handlungsspielräume der sozialen Akteure und in welchem Maß strukturiert er Vorstellbares und Unvorstellbares, begrenzt er das Feld des Möglichen? Welche Formen des Leidens und Elends gehen mit diesem Zustand sozialer Entwurzelung und Anomie einher?
Dies sind einige der grundlegenden soziologischen Fragen, die sich Pierre Bourdieu ab Mitte der 50er Jahre aufdrängen, nachdem er als Wehrpflichtiger in das von den Befreiungskämpfen gegen die französischen Kolonialherren gezeichnete Algerien abkommandiert worden war. Fünf Jahre danach kehrt er als »gestandener« Soziologe und Ethnologe nach Paris zurück. Dazwischen liegen mehrere Jahre intensivster Feldforschung, teilnehmender Beobachtung, umfassender statistischer Erhebungen, zahlloser Tiefeninterviews und Expertenbefragungen und hunderte Fotoaufnahmen, all dies unter schwierigen, ja oft dramatischen Bedingungen.

Die Ausstellung
Der Austausch zwischen Camera Austria, der Fondation Bourdieu und dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu zwischen 2000 und 2002 mündete in ein weit reichendes Projekt: Pierre Bourdieu hat Camera Austria sein gesamtes Archiv von Fotografien, die während seiner Feldforschungsarbeiten in Algerien zwischen 1958 und 1961 entstanden sind und, wie er sagt, sein frühestes und zugleich aktuellstes Werk darstellen, mit dem Ziel anvertraut, diese Fotografien in einer Ausstellung und Publikation erstmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit Pierre Bourdieu (der zu Beginn des Jahres 2002 Jahres leider verstorben ist) und Franz Schultheis, Fondation Bourdieu, wurden die fotografischen Dokumente gesichtet und strukturiert und zu zeitgleich in Algerien entstandenen ethnographischen und soziologischen Studien in Beziehung gesetzt.

Das Buch
Die nun erstmals um ihre fotografische Komponente ergänzten wegweisenden Feldforschungen Bourdieus in Algerien, bei denen Ethnologie, Anthropologie und Soziologie untrennbar miteinander einhergehen und die Bourdieu als sein “zugleich frühestes und aktuellstes Werk” bezeichnete, bieten Einblick in den Status nascendi der Bourdieu’schen Soziologie in all ihren elementaren Formen und Gehalten. Neben dieser werkgeschichtlichen Dimension und weit über sie hinausgehend, bleibt dem fotografischen Werk Bourdieus aber auch der Charakter eines beeindruckenden soziohistorischen Bildmaterials. Liest man Bourdieus Fotos im Wechsel mit seinen Texten aus dieser Zeit so findet man in den vorliegenden Fotografien ein reiches Anschauungsmaterial des Habitus und Ethos des vormodernen Menschen und der ihm eigenen Würde.
Bourdieus soziologische und fotografische Arbeit in Algerien zeugt von einer gesellschaftlichen Welt voller Ungleichzeitigkeiten, deren Menschen auch heute noch nicht ihre Heimatlosigkeit und Entwurzelung – eine Entfremdung gegenüber Tradition und Moderne zugleich – überwunden haben. Vielleicht liegt die in Bourdieus Fotografien zum Ausdruck kommende Tragik Algeriens ja gerade darin, dass sie auch nach vier Jahrzehnten nichts an Aktualität und Realismus eingebüsst zu haben scheinen.

Das Archiv
Die Fotografien Pierre Bourdieus sind vor allem das Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit, in diesem Sinne sind sie in einem konstruktiven Zusammenhang mit den zeitgleich entstandenen Texten zu sehen, und stehen damit in einem Kontext, sind historisch und thematisch gerahmt. Am Beginn unserer Arbeit stand die Aufgabe, die fotografischen Dokumentationen auf Zusammenhänge hin zu untersuchen, die Pierre Bourdieu in seinen Schriften analysiert. Wir haben das Archiv Pierre Bourdieus und alle Gegebenheiten dieser Sammlung von Negativen und Abzügen, Kommentaren und auch die Sammlung von Skizzen in den »fiches d’Algérie« (Notizensammlung aus Algerien) im Kontext der Studien Bourdieus zu lesen versucht. Von Pierre Bourdieu selbst stammen bereits Entwürfe, Bilder mit Texten zu kombinieren, an denen wir uns orientieren konnten.

Pierre Bourdieu hat seit dem Entstehen dieser Fotografien nur wenige für Veröffentlichungen herangezogen, der allergrößte Teil seiner fotografischen Dokumentationen ist bisher unbekannt geblieben. Den Kennern des Werkes Bourdieus werden diejenigen Fotografien vertraut sein, die als Titelbilder für die Erstausgaben seiner Bücher gewählt wurden: »Le Déracinement«  (mit Abdelmalek Sayad); »Travail et travailleurs en Algérie«  (mit Alain Darbel et al.); »Algérie 60«  und »Le Sens pratique« . Auch für Artikel und Interviews in Zeitschriften sind Fotografien aus dem Fundus verwendet worden. Zahlreiche Fotografien, die in Publikationen Verwendung fanden, sind jedoch nicht mehr im Archiv zu finden, zum Teil ist auch das Negativ nicht mehr vorhanden, darüber hinaus sind viele von den vielleicht 2000 Aufnahmen, die in den vier Arbeitsjahren entstanden waren, durch Umzüge verloren gegangen.

Der derzeitige Stand des Archivs umfasst 600 Negative im Format 6 cm x 6 cm, weiters 199 Kontakt- bzw. Arbeitsabzüge im Format zwischen 6 cm x 6 cm bis maximal 12,5 cm x 12,5 cm Größe. Den wichtigsten Korpus des Archivs, neben den Negativen, bilden 146 großformatige Abzüge im Format 23 cm x 23 cm, eine kleinere Gruppe im Format 30 cm x 30 cm, die von Pierre Bourdieu in drei Alben thematisch zusammengestellt worden waren. Von 26 dieser 146 Abzügen existieren keine Negative mehr, d.h. diese Abzüge sind die einzigen Quellen, die uns noch zur Verfügung stehen. Titel und Datierungen stammen ausnahmslos von Pierre Bourdieu, Ortsangaben wurden dort, wo sie eindeutig aus vorhandenem Bildmaterial oder aus Publikationen ableitbar waren, ergänzt. Die Nummerierung der Negative als Archivnummer der Bilder wurde beibehalten, ein System von Buchstaben führte Information darüber ein, ob sich im Archiv ein Originalabzug mit einem existierenden Negativ (O), einen Originalabzug ohne existierendes Negativ (R) oder nur das Negativ (N) befindet. Schließlich wurden von allen Negativen Arbeits-Abzüge hergestellt, sowie von allen Originalfotografien und den zentralen Bildern der Auswahl für Ausstellung und Buch Scans gemacht, um die Originale nicht mehr dem Risiko weiterer Schädigungen auszusetzen.

»Den verstehenden Blick des Ethnologen, mit dem ich Algerien betrachtet habe, konnte ich auch auf mich selbst anwenden, auf die Menschen aus meiner Heimat, auf meine Eltern, die Aussprache meines Vaters und meiner Mutter, und mir das alles so auf eine völlig undramatische Weise wiederaneignen, denn hier liegt eines der großen Probleme entwurzelter Intellektueller, welchen oft nur die Wahl zwischen Populismus und verschämter Selbstverleugnung (als Reaktion auf die symbolische Gewalt der Klassengesellschaft) zu bleiben scheint. Ich bin diesen Menschen, die den Kabylen sehr ähnlich sind und mit denen ich meine Kindheit verbracht habe, mit dem Blick des Verstehens begegnet, der für die Ethnologie zwingend ist und sie als wissenschaftliche Disziplin definiert. Die Fotografie, die ich zunächst in Algerien und dann im Béarn betrieb, hat als Begleiterin auf diesem Weg zweifellos viel zu dieser Konversion des Blickes beigetragen, die eine wahre – und ich glaube, das Wort ist nicht zu stark – Sinnesänderung voraussetzte. Denn die Fotografie ist Ausdruck der Distanz des Beobachters, der Daten speichert und sich dabei immer bewusst bleibt, dass er Daten speichert (was in so familiären Situationen wie der eines Dorfballes nicht immer einfach ist), aber zugleich setzt die Fotografie auch Vertrautheit, eine Aufmerksamkeit und Sensibilität selbst für kaum wahrnehmbare Details voraus, Details, die der Beobachter nur durch eben diese Vertrautheit unmittelbar zu verstehen und zu interpretieren vermag, eine Sensibilität für das unendlich kleine Detail einer Situation, das selbst dem aufmerksamsten Ethnologen zumeist entgeht. Die Fotografie ist aber auch eng verwoben mit dem Verhältnis, das ich zu jedem Zeitpunkt zu meinem Gegenstand unterhalten habe, und ich habe keinen einzigen Augenblick lang vergessen, dass es sich dabei um Menschen handelte, Menschen, denen ich mit einem Blick begegnet bin, den ich – auch wenn ich befürchte, mich dadurch lächerlich zu machen – als liebevoll, ja als oft gerührt bezeichnen möchte.«

(Auszug aus: Pierre Bourdieu. In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung, S. 11)

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Infos

Ausstellung

Eröffnung
14.11.2003, 18 Uhr
Ausstellungsdauer
15.11.2003 – 6.2.2004
Camera Austria, Graz

kuratiert von Christine Frisinghelli, Camera Austria, Graz und Franz Schultheis, Fondation Bourdieu, St.Gallen

Der Ausstellung in Graz ging die Präsentation des Projekts in Paris voran:
»Pierre Bourdieu. Images d’Algérie. Une affinité élective«
Ausstellungsdauer
23.1. – 2.3.2003
Institut du Monde Arabe, Paris

Ein Projekt von Camera Austria in Zusammenarbeit mit Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas

Die Ausstellung wurde mittlerweile an 27 Orten gezeigt.

 

Publikation

Pierre Bourdieu. In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung.
Deutsche Ausgabe
240 Seiten, 170 SW-Abbildungen, Edition Camera Austria, Graz 2003
ISBN: 3-900508-47-X
2nd Edition: UVK Konstanz, 2009.

Pierre Bourdieu. Images d ̛ Algérie. Une affinité élective.
Französische Ausgabe
240 Seiten, 170 SW-Abbildungen, Actes Sud, Paris 2003
ISBN: 2-7427-4136-4

Pierre Bourdieu. En Argelia. Testimonios del desarraigo.
Spanische Ausgabe (Süd-Amerika)
D. R. El Colegio de Michoacán, A. C., Mexico 2008.
ISBN: 978-970-679-245-7

Pierre Bourdieu. En Argelia. Testimonios del desarraigo.
Spanische Ausgabe
Circulo de Bellas Artes, Madrid 2011.
ISBN: 978-84-87619-96-0

Pierre Bourdieu. In Algeria. Immagini dello sradicamento.
Italienische Ausgabe
Carocci Editore S.p.A, Roma 2012.
ISBN: 978-88-430-6624-7

Pierre Bourdieu. Picturing Algeria.
Englische Ausgabe
with an introduction by Craig Calhoun
230 Seiten, Columbia University Press, New York 2012
ISBN: 978-0231148429

 

 

Pierre Bourdieu

Vorwort

Christine Frisinghelli:
Anmerkungen zu den fotografischen Dokumentationen von Pierre Bourdieu

“In einem um seine Unabhängigkeit kämpfenden Algerien an einer wissenschaftlichen Analyse der algerischen Gesellschaft zu arbeiten, bedeutet zugleich den Versuch, die Grundlagen wie die Ziele dieses Kampfes zu verstehen und verständlich zu machen […].”1

Das vorliegende Buch stellt erstmals eine umfangreiche Auswahl der fotografischen Dokumentationen von Pierre Bourdieu vor und damit Materialien der Öffentlichkeit zur Verfügung, von deren Publikation Pierre Bourdieu – mit wenigen Ausnahmen – über vierzig Jahre lang abgesehen hat: Die Fotografien, die hier versammelt wurden sind in den Jahren zwischen 1958 und 1961 in Algerien entstanden und ergänzen um eine wesentliche Facette die ethnographischen und soziologischen Studien Bourdieus in einer Zeit, die von den tragischen Umständen des Kolonialkrieges geprägt war.

Im Gespräch, das Franz Schultheis mit Pierre Bourdieu für Camera Austria geführt hat, und das den Beginn der gemeinsamen Arbeit an diesem Projekt markiert, stellt Bourdieu seine fotografische Praxis in den Kontext seiner anthropologischen und soziologischen Arbeit und kommentiert sie in einem Rückblick auf die für ihn so entscheidende Zeit in Algerien – seine affektive Bindung an dieses Land, sein Respekt für die Menschen, um deren Rehabilitierung er in allen seinen Arbeiten bemüht war. Die Fotografie interessierte ihn in mehrfacher Hinsicht: sie repräsentiert die distanzierte Beobachtung des Wissenschaftlers und macht gleichzeitig die Tatsache des Beobachtens selbst bewusst; sie ermöglicht, unmittelbar und aus vertrauter Distanz Details aufzunehmen, die im Augenblick der Wahrnehmung übersehen oder nicht eingehend untersucht werden können. Die Fotografie “ist verwoben mit dem Verhältnis, das ich zu jedem Zeitpunkt zu meinem Gegenstand unterhalten habe, und ich habe keinen einzigen Augenblick lang vergessen, dass es sich dabei um Menschen handelte, Menschen, denen ich mit einem Blick begegnet bin, den ich – auch wenn ich befürchte, mich dadurch lächerlich zu machen – als liebevoll, ja als oft gerührt bezeichnen möchte.”2 (…)

Volltext

Fotoarchiv Pierre Bourdieu

Christine Frisinghelli
Anmerkungen zu den fotografischen Dokumentationen von Pierre Bourdieu.

“In einem um seine Unabhängigkeit kämpfenden Algerien an einer wissenschaft-lichen Analyse der algerischen Gesellschaft zu arbeiten, bedeutet zugleich den Versuch, die Grundlagen wie die Ziele dieses Kampfes zu verstehen und verständlich zu machen […].”1

Das vorliegende Buch stellt erstmals eine umfangreiche Auswahl der fotografischen Dokumentationen von Pierre Bourdieu vor und damit Materialien der Öffentlichkeit zur Verfügung, von deren Publikation Pierre Bourdieu – mit wenigen Ausnahmen – über vierzig Jahre lang abgesehen hat: Die Fotografien, die hier versammelt wurden sind in den Jahren zwischen 1958 und 1961 in Algerien entstanden und ergänzen um eine wesentliche Facette die ethnographischen und soziologischen Studien Bourdieus in einer Zeit, die von den tragischen Umständen des Kolonialkrieges geprägt war. Im Gespräch, das Franz Schultheis mit Pierre Bourdieu für Camera Austria geführt hat, und das den Beginn der gemeinsamen Arbeit an diesem Projekt markiert, stellt Bourdieu seine fotografische Praxis in den Kontext seiner anthropologischen und soziologischen Arbeit und kommentiert sie in einem Rückblick auf die für ihn so entscheidende Zeit in Algerien – seine affektive Bindung an dieses Land, sein Respekt für die Menschen, um deren Rehabilitierung er in allen seinen Arbeiten bemüht war. Die Fotografie interessierte ihn, sie repräsentierte die distanzierte Beobachtung des Wissenschaftlers und macht gleichzeitig die Tatsache des Beobachtens selbst bewusst. Ihre Eigenschaft, unmittelbar und aus vertrauter Distanz Details aufzunehmen, die im Augenblick der Wahrnehmung übersehen werden oder nicht eingehend untersucht werden können. Die Fotografie “ist verwoben mit dem Verhältnis, das ich zu jedem Zeitpunkt zu meinem Gegenstand unterhalten habe, und ich habe keinen einzigen Augenblick lang vergessen, dass es sich dabei um Menschen handelte, Menschen, denen ich mit einem Blick begegnet bin, den ich – auch wenn ich befürchte, mich dadurch lächerlich zu machen – als liebevoll, oft auch gerührt bezeichnen möchte.”2 Diese Aufnahmen sind auch Mittel zur Kommunikation mit den Menschen, denen das zentrale Interesse Bourdieus galt: Den in die Centres de regroupement deportierten, zur Untätigkeit gezwungenen oder in den Städten gestrandeten landlosen kabylischen Bauern; den Familien, deren Status zu zerbrechen droht und die unter miserablen Bedingungen in den Großstädten überleben; dem Elend der Arbeitslosen und Millionen Entwurzelter.

Diese Fotografien sind vor allem aber das Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit, in diesem Sinne sind sie in einem konstruktiven Zusammenhang mit den zeitgleich entstandenen Texten zu sehen, und stehen damit in einem Kontext, sind historisch und thematisch gerahmt. Am Beginn unserer Arbeit stand also die Aufgabe, die fotografischen Dokumentationen auf Zusammenhänge hin zu untersuchen, die Pierre Bourdieu in seinen Schriften analysiert. Wir haben das Archiv Pierre Bourdieus und alle Gegebenheiten dieser Sammlung von Negativen und Abzügen, Kommentaren und auch die Sammlung von Skizzen in den “Fiches d’Algérie” im Kontext der Studien Bourdieus zu lesen versucht. Von Pierre Bourdieu selbst stammen bereits Entwürfe, Bilder mit Texten zu kombinieren, an denen wir uns orientieren konnten.

Das Archiv
Pierre Bourdieu hat seit dem Entstehen dieser Fotografien nur wenige für Veröffentlichungen herangezogen, der allergrößte Teil seiner fotografischen Dokumentationen ist daher unbekannt geblieben. Den Kennern des Werkes Bourdieus werden diejenigen Fotografien vertraut sein, die als Titelbilder für die Erstausgaben Bücher gewählt wurden: “Le Déracinement” (mit Abdelmalek Sayad); “Travail et travailleurs en Algérie” (mit Alain Darbel et al.); “Algérie 60″ und “Le Sens pratique”. Aber auch für Artikel und Interviews in Zeitschriften sind Fotografien aus dem Fundus verwendet worden. Zahlreiche Fotografien, die in Publikationen Verwendung fanden, sind jedoch nicht mehr im Archiv zu finden, zum Teil ist auch das Negativ nicht mehr vorhanden, denn sehr viele von den vielleicht 2000 Aufnahmen, die in den vier Arbeitsjahren entstanden waren, sind durch Umzüge verloren gegangen. Der derzeitige Stand des Archivs umfasst 600 Negative im Format 6 cm x 6 cm, weiters 199 Kontakt- bzw. Arbeitsabzüge im Format zwischen 6 cm und maximal 12,5 cm Größe.

Den wichtigsten Korpus des Archivs, neben den Negativen, bilden 146 großformatige Abzüge im Format 23 cm x 23 cm, eine kleinere Gruppe im Format 30 cm x 30 cm, die von Pierre Bourdieu in drei Alben thematisch zusammengestellt worden waren. Von 26 dieser 146 Abzügen existieren keine Negative mehr, d.h. diese Abzüge sind die einzigen Quellen die uns noch zur Verfügung stehen. Titel und Datierungen stammen ausnahmslos von Pierre Bourdieu, Ortsangaben wurden dort, wo sie eindeutig aus vorhandenem Bildmaterial oder aus Publikationen ableitbar waren, ergänzt. Die Nummerierung der Negative als Archivnummer der Bilder wurde beibehalten, ein System von Buchstaben führte Information darüber ein, ob sich im Archiv ein Originalabzug mit einem existierenden Negativ (O), einen Originalabzug ohne existierendes Negativ (R) oder nur das Negativ (N) befindet. Schließlich wurden von allen Negativen Arbeits-Abzüge hergestellt, sowie von allen Originalfotografien und den zentralen Bildern der Auswahl für Ausstellung und Buch Scans gemacht, um die Originale nicht mehr dem Risiko weiteren Schädigungen auszusetzen.

In unserer Auswahl von Fotografien für das vorliegende Buch und für die Ausstellung sind Fotografien, die von Pierre Bourdieu für Publikationen verwendet wurden, zentrale Motive. Ferner haben wir die existierenden Originalfotografien als von ihm ausgewählte Abbildungen für Buch und Ausstellung weitgehend berücksichtigt. Auch die Sequenz der Fotografien in den Alben, die zum Teil handschriftlich kommentiert ist, wurden als definierte Einheiten festgehalten. Als ein Beispiel dieser Bildzusammenstellungen von Pierre Bourdieu haben wir in diesem Buch (als Kapitel 8, ohne Textkommentar) einen Abschnitt aus einem Album zusammengestellt. In gewissem Sinne haben wir versucht, die Entscheidungen Bourdieus – in seiner Fotografie wie auch in der Auswahl der Bilder – nachzuvollziehen und in unseren Entscheidungen die Gegebenheiten des Archivs sichtbar zu machen.

Die Methode
Pierre Bourdieu stellt die Produktionsbedingungen dieser gleichzeitig methodisch angelegten, jedoch unter großem emotionalen Druck entstehenden Dokumentation so dar: Er beabsichtigte z. B. die Beschreibung von Arten der Bekleidung, um die verschiedenen Möglichkeiten der Verbindung europäischer und Abwandlungen der traditionellen Kleidung mit den sozialen Eigenschaften ihrer Träger in Verbindung zu setzen; führt heimliche Aufzeichnungen von Gesprächen an öffentlichen Plätzen durch mit der Idee, die Bedingungen des Übergangs von einer Sprache in die andere zu untersuchen; er führt Interviews mit Informanten, Fragebogenerhebungen, Auswertung von Archiven, Tests in Schulen, Diskussionen in den Sozialstationen durch. “Diese etwas überspannte libido sciendi, entsprungen einer Leidenschaft für alles, was dieses Land und seine Menschen anging, und auch dem heimlichen und ständigen Gefühl der Schuld und der Auflehnung im angesichts so vielen Leidens und so großer Ungerechtigkeit, sie kannte keine Ruhe, keine Grenze. … der schlichte Wusch, all die Geschehnisse in mir aufzunehmen, ließ mich mit Leib und Seele eine verbissene Arbeit fortführen, die es mir ermöglichte, den Erfahrungen gewachsen zu sein, deren unwürdiger und hilfloser Zeuge ich war und über die ich unter allen Umständen Rechenschaft ablegen wollte.”3

Die fotografische Arbeit Pierre Bourdieus im Algerien der 50er Jahre steht in der Tradition einer engagierten humanistischen Fotografie, wie wir sie (zudem in thematischer Nähe) von den groß angelegten Dokumentationen des Elends der landlos gewordenen Bauern oder ihr Dasein als Pächter oder Landarbeiter fristenden Bevölkerung in den USA der 30er Jahren kennen. Vor allem James Agees und Walker Evans’ gemeinsame Text/Bild-Arbeit, ihre luzide, engagierte und würdevolle Beschreibung des miserablen Lebens dreier Pachtbauern-Familien in “Let Us Now Praise Famous Men”4 (eine Beschreibung, die die eigene Tätigkeit des Beschreibens in kritischer Weise mit zur Diskussion stellt) markierten einen Wendepunkt in der Reflexivität dokumentarischen / künstlerischen engagierten Arbeitens und könnten in der Analyse einen Bezugspunkt für die hier vorliegenden Fotografien bilden. Denn Bourdieu gelingt es auf ähnliche Weise, eine Basis des Vertrauens herzustellen, die ihm eine fotografische Praxis ermöglicht, die sein Engagement, seine Wahrhaftigkeit und seine Zuneigung dokumentiert (und man darf in diesem – vielleicht ohnedies gewagten – Vergleich nicht vergessen, dass diese Arbeit im Zustand des Krieges entstanden ist, wo oft nur Zufälle zwischen Leben und Tod entscheiden konnten).

Es war für uns sehr erhellend nachzuvollziehen, wie Bourdieu sich als Fotograf dem Gegenstand seiner Untersuchung nähert, mit welcher Präzision im Sinne einer vollständigen fotografischen Erfassung eines Zusammenhangs er sich den Dingen näherte. Bourdieu umkreiste seine Forschungsgegenstände mit der Kamera regelrecht, wählte immer wieder verschiedene Perspektiven und Annäherungen an sein “Objekt”. Oder aber er zeichnete als gleichsam passiver Beobachter alles auf, was sich vor seiner Kamera abspielte: So gibt es von einer Straßenkreuzung in Blida eine Sequenz von nahezu zwanzig Aufnahmen, in denen aus gleichem Blickwinkel sich Passanten an der Kamera Bourdieus vorbeibewegen. Ähnlich die Serie von Aufnahmen eines Zeitungskiosks auf dem Platz unweit dieser Straßenecke in Blida, wo gleich einem ablaufenden Film, sich immer verändernde Gruppierungen von Kindern und Erwachsenen vor den Auslagen mit den ausgestellten Zeitschriften drängen. (auch hier findet man eine Parallele zu Walker Evans’ mit versteckter Kamera aufgenommenen Subway photographs). Da Bourdieu mit einer Sucherkamera arbeitete, liegt die Blickebene seiner Fotografien liegt immer sehr tief; die Möglichkeit, die Kamera in Brusthöhe zu bedienen erlaubte es, auch in schwierigen Situationen und nahezu unbemerkt zu fotografieren, ohne die Kamera vor das Auge zu heben.

Das Projekt
Der Austausch und die Zusammenarbeit mit Pierre Bourdieu begann für uns im Jahr 2000 unter zunächst vollkommen anderen Vorzeichen als jenen, die in der Folge Ausschlag gebend für das Entstehen des nun vorliegenden Buches sein sollten. Denn das Jahr 2000 stellte für uns (in Österreich) in politischer Hinsicht eine Zäsur dar: Mit der Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Partei Österreichs schien ein xenophober und antiintellektueller Konsens in Österreich hegemonial geworden zu sein und die Sorge zu rechtfertigen, dass die Reduktion von Komplexität zum Leitmotiv einer neuen politischen Linie in Österreich werden könnte. In diesem zeitlichen und politischen Umfeld unterstützte Bourdieu die in unserer Zeitschrift geführte Debatte und publizierte seinen ersten Text bei uns, “Gegen eine Politik der Entpolitisierung“,eine wichtige Stellungnahme im Zusammenhang mit der von ihm eingeforderten europäischen sozialen Bewegung gegen die Politik der Globalisierung und des Neoliberalismus darstellt.5

Franz Schultheis schließlich, der die Rolle des Vermittlers zwischen Bourdieu und Camera Austria einnahm stellte uns jenen, bisher weitgehend unveröffentlichten fotografischen Fundus Bourdieus vor, der in der Zeit seiner feldspezifischen ethnologischen Studien im Algerien der fünfziger Jahren entstanden war. Bourdieu stand dem Projekt einer Ausstellung und Publikation zunächst skeptisch gegenüber, da er künstlerisch-ästhetische Wirkung seiner Fotos nicht überbewertet sehen wollte. Und auch für uns galt es abzuwägen, ob ein so dezidiert auf im Kunst-Kontext positioniertes Projekt wie Camera Austria die geeignete Institution sein könnte, um Bourdieus ethnographisch definiertes fotografisches Material zu bearbeiten. Aber gerade vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung Bourdieus mit dem Medium Fotografie und seiner Essays zur Definition und Analyse des künstlerischen Feldes und seinen Wirkungsweisen in die Gesellschaft schien es uns äußerst interessant, die fotografischen Dokumente Bourdieus selbst einer Analyse zu unterziehen. Die Möglichkeit, sich mit diesem so wichtigen Fundus an Fotografien auseinanderzusetzen bedeutete für uns aber auch, in unser ureigenste Feld, die Bearbeitung fotografischen Materials und seiner gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bedeutung, zurückzukehren.6 und mit der Präsentation der Ausstellung im Kunsthaus Graz im Herbst 2003 die Fotografien und die Positionierung Bourdieus auch im Kunst-Kontext zu diskutieren.

1 Pierre Bourdieu: Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt a.M., 1987, S. 8
2 Pierre Bourdieu / Franz Schultheis: Gespräch, Camera Austria No. 75, Graz 2001.
3 Pierre Bourdieu, Ein soziologischer Selbstversuch, Frankfurt, Suhrkamp, 2002
4 James Agee, Walker Evans, Let Us Now Praise Famous Men. Boston, Houghton, Mifflin, 1941.
5 Camera Austria No. 72, Graz 2000
6 An der Durchführung dieses Projektes von sind aus dem Team von Camera Austria maßgeblich Seiichi Furuya, Maren Lübbke, Anja Rösch und Manfred Willmann beteiligt.

Dank:
Unser Dank gilt Pierre Bourdieu für sein Vertrauen in dieses gemeinsame Projekt und seine Mitarbeit daran bis kurz vor seinem Tode.
Jerôme Bourdieu danken wir für die Unterstützung und die konstruktiven Gespräche, besonders in der letzten Phase des Projektes.
Franz Schultheis stellte für uns erst den Rahmen her, der uns ermöglichte, die fotografischen Dokumentationen Bourdieus im wissenschaftlichen, biografischen und historischen Kontext zu verankern.
Salah Bouhmedja danken wir für die geduldige Hilfe bei der Sichtung des Archivs und bei der Kommentierung und Identifikation von Fotografien.
Nicht zuletzt ist den Organisatoren des Programms “Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas” für die Basisfinanzierung dieses komplexen Projektes zu danken.

Dieser Text erscheint in der Publikation: “Pierre Bourdieu. Images d’Algérie. Une affinité élective”,
herausgegeben von Franz Schultheis und Christine Frisinghelli, Actes Sud, Paris 2003.
Deutsche und englische Ausgaben: Camera Austria, Graz 2003.

Ausstellungsansichten

  • Pierre Bourdieu: In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung. /
    Pierre Bourdieu: In Algeria. Testimonies of Uprooting.
    15.11.2003 – 6.2.2004
    Ausstellungsansicht / Exhibition view
    Camera Austria 2003

  • Pierre Bourdieu: In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung. /
    Pierre Bourdieu: In Algeria. Testimonies of Uprooting.
    15.11.2003 – 6.2.2004
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    15.11.2003 – 6.2.2004
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    15.11.2003 – 6.2.2004
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    Ausstellungsansicht / Exhibition view
    Camera Austria 2003

  • Pierre Bourdieu: In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung. /
    Pierre Bourdieu: In Algeria. Testimonies of Uprooting.
    15.11.2003 – 6.2.2004
    Ausstellungsansicht / Exhibition view
    Camera Austria 2003

  • Pierre Bourdieu: In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung. /
    Pierre Bourdieu: In Algeria. Testimonies of Uprooting.
    15.11.2003 – 6.2.2004
    Ausstellungsansicht / Exhibition view
    Camera Austria 2003

  • Pierre Bourdieu: In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung. /
    Pierre Bourdieu: In Algeria. Testimonies of Uprooting.
    15.11.2003 – 6.2.2004
    Ausstellungsansicht / Exhibition view
    Camera Austria 2003

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Impressum

Wir danken Pierre Bourdieu für sein Vertrauen in dieses gemeinsame Projekt und seine Mitarbeit daran bis kurz vor seinem Tode. Jerôme Bourdieu gilt unser Dank für die Unterstützung und die konstruktiven Gespräche, besonders in der letzten Phase des Projektes. Franz Schultheis stellte für uns erst den Rahmen her, der uns ermöglichte, die fotografischen Dokumentationen Bourdieus im wissenschaftlichen, biografischen und historischen Kontext zu verankern. Salah Bouhmedja, langjähriger technischer Assistent von Pierre Bourdieu, danken wir für die geduldige Hilfe bei der Sichtung des Archivs und bei der Kommentierung und Identifikation von Fotografien. An der Gestaltung der Ausstellung und an der Entwicklung des Buchprojektes waren aus dem Kuratorenteam von Camera Austria maßgeblich Christine Frisinghelli, Seiichi Furuya, Maren Lübbke-Tidow, Anja Rösch und Manfred Willmann beteiligt.

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