Wettbewerbsausschreibung: 9. Merck-Preis für Fotografie – 12. Darmstädter Tage der Fotografie

Intro

  • Thema: Tilt/Shift – Experiment als Normalzustand

  • Bewerbungsfrist für Merck-Preis endet am 15. November 2022

Die Freunde der zeitgenössischen Fotografie dürfen sich freuen: Vom 28. April bis 7. Mai kommenden Jahres wird Darmstadt wieder zum Ort der internationalen Fotokunst. Was vor 18 Jahren mit der Idee von Darmstädter Fotografinnen und Fotografen begann, zählt als Darmstädter Tage der Fotografie (DTDF) längst zu den Highlights unter den deutschen Fotofestivals.

Thema: Tilt/Shift – Experiment als Normalzustand

Die zwölfte Ausgabe des Festivals widmet sich dem Thema »Tilt/Shift – Experiment als Normalzustand«.
 Es geht um Arbeiten, die sich mit einer Welt oder Situationen auseinandersetzen, in der gewohnte Sichtweisen wegbrechen und sich Gewissheiten verschieben. Das Experiment wird zum Normalzustand.

Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie erneut mit 10.000 Euro dotiert

Der Merck-Preis ist ein zentrales Element des Festivals und im nationalen Vergleich das Alleinstellungsmerkmal der Darmstädter Tage der Fotografie.
Der Preis ist mit €10.000,– dotiert und wird von dem Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gestiftet. Er wird bereits zum neunten Mal vergeben.
Die Preisverleihung ist die Auftaktveranstaltung zum Festival und rückt diesen Wettbewerb in den Fokus.

Verbesserte Teilnahmebedingungen für Künstlerinnen und Künstler werden die Qualität steigern und internationale Beteiligungen fördern. Zur Bewerbung um den Merck-Preis können Arbeiten oder Serien zum Jahresthema eingesendet werden. Im Dezember wird die Jury zehn Einreichungen auswählen, die in einer zentralen Ausstellung gezeigt werden.

Mit einer Erweiterung auf zehn Nominierungen und der Preisverleihung am Eröffnungsabend bleibt der Merck-Preis einer der Höhepunkte des Festivals. Die zehn Finalistinnen und Finalisten aus dem Wettbewerb werden zusammen im Designhaus auf der Mathildenhöhe präsentiert.
Für die Auswahl der Arbeiten für den Merck-Preis ist das bewährte Jury-Team verantwortlich.

Die Jury

Alexandra Lechner (Fotografin, DTdF-Mitbegründerin, RAY-Kuratorin, BFF Vorstand),

Ute Noll (On Photography, Bildredaktion DU), Marcel Rauschkolb (Vorstand DTdF)

Julia Reichelt (Leiterin des Kunstforums der TU Darmstadt)

Prof. Dr. Kris Scholz (Künstler)

Gregor Schuster (Fotograf, DTdF- Mitbegründer)

Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können auf der Website heruntergeladen oder über info@dtdf.de angefordert werden.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. November 2022 (Posteingang).

Hintergrundinformation zu den Darmstädter Tagen der Fotografie

Thema für die Ausschreibung zum Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie 2023

Tilt/Shift – Experiment als Normalzustand

Die zeitgleichen und weltweiten Krisen offenbaren uns ein lange unvorstellbares Scheitern, auch in bisher sicher geglaubten Handlungsfeldern unserer Gesellschaft. Obwohl es keinen Anspruch auf einen Normalzustand der Welt gibt, schwindet doch das Gefühl der Sicherheit für eine immer größer werdende Anzahl von Menschen: Gewohnte Sichtweisen brechen weg, Gewissheiten verschieben sich.

Das Versprechen, alles bleibt gut, oder wird schon wieder gut werden, löst sich gerade auf und lässt sich kaum noch von der Gegenwart in die Zukunft weiterführen. Selbst Menschen, die sich bislang in ihrem Lebensraum sicher wähnten, nehmen ihren Alltag immer öfter als bedroht war. Denkmuster werden hinterfragt und diskutiert – konstruktiv von Gruppen und Individuen, aber auch polarisierend von Faktenverdrehern. Alte Diskurse über eurozentrisch und postkolonial geprägte Blicke auf die Welt – im Großen und Kleinen – werden fortgeführt.

Krisenzeiten bedeuten nicht nur Verunsicherung, sondern können – trotz allem – auch Chancen aufzeigen. Potentiale werden, teils der Not geschuldet, auf allen Ebenen auf Freiräume, Neues und Weiterentwicklungen überprüft. Wird das Experiment, sich ständig neu orientieren zu müssen, jetzt zum Normalzustand? Wie kann Fotografie die enormen Veränderungen erfassen?

Welche Bilder ermöglichen es uns, eine verunsicherte, diverse Welt im turbulenten und komplexen Wandel besser zu verstehen – und den offenen Ausgang des Experiments im Blick zu haben?

Künstler und Referenten

Die Künstlerliste, die Referenten des Symposiums sowie das gesamte Programm der 12. Darmstädter Tage der Fotografie werden Anfang 2023 bekannt gegeben.

Die Geschichte der Darmstädter Tage der Fotografie

Die Darmstädter Tage der Fotografie sind 2004 aus einer Initiative von Fotografinnen und Fotografen entstanden. Inzwischen zählt das international ausgerichtete Festival zu den wichtigsten deutschen Fotoereignissen. Es setzt relevante Themen und befördert den interdisziplinären Diskurs in der Fotografie. Ein ganzes Wochenende beleuchten zahlreiche Aktionen ein Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Perspektiven: Fotoausstellungen in der ganzen Stadt, Fachsymposien und Diskussionen geben der Auseinandersetzung über Fotografie eine einzigartige Dichte.

Seit 2022 werden »Darmstädter Tage der Fotografie« von der gemeinnützigen Gesellschaft »kulturprojekte.xyz gUG (haftungsbeschränkt)« organisiert und präsentiert. Geschäftsführer und Festivalleiter ist Albrecht Haag, der 2004 die Darmstädter Tage der Fotografie mitinitiiert hat. Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert das Festival und betont damit die Bedeutung der zeitgenössischen Fotografie für die Region.

Pressebilder und Infomaterial

Kontakt & Info:
Darmstädter Tage der Fotografie Albrecht Haag

Büro: Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Tel. 06151-271608

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