Aktuelles

Finanzorganisation / Personaladministration Camera Austria

Camera Austria sucht als Karenzvertretung ab 1.10.2020 eine/einen Mitarbeiter*in im Bereich Finanzorganisation und Personaladministration. Wünschenswert wäre der Beginn der Einschulung mit Mitte/Ende August in geringfügigem Ausmaß. 

Als eine der führenden Zeitschriften für zeitgenössische Fotografie und in Kombination  mit unserem  Ausstellungsraum im Eisernen Haus im Zentrum von Graz bieten wir eine abwechslungsreiche Tätigkeit im Bereich zeitgenössischer Kulturproduktion  im Verbund mit unserer Zeitschriftenredaktion und dem Ausstellungsmanagement. Die Arbeit beinhaltet auch persönliche Kontakte mit den Künstler*innen und Autor*innen, mit denen wir unsere Projekte realisieren. In unserem Team haben Sie die Möglichkeit, an profilierten Projekten zur zeitgenössischen Fotografie mitzuarbeiten. 

Zu Ihren Aufgaben zählen

  • Rechnungswesen, Zahlungsverkehr mittels Telebanking, Vorbereitung für die Buchhaltung (doppelte Buchhaltung) und des Jahresabschlusses 
  • die Erstellung von kaufmännischen Analysen und Aufbereitung von Unterlagen inkl. der dazu erforderlichen Recherchen 
  • Unterstützung Controlling und Budgeterstellung 
  • Unterstützung des Vorstands im Personalmanagement und der Personalbetreuung 
  • Personaladministration (monatliche Meldungen, An- und Abmeldungen, Arbeitsverträge)   
  • Ansprechpartner*in für Banken, Steuerberater, Subventionsgeber, diverse Behörden
  • Subventionsabrechnungen, Abwicklung von Projektförderungen 
  • Administrative und organisatorische Tätigkeiten im Back-Office 
  • Datenschutzbeauftragte 

Was wir von Ihnen erwarten

  • analytische, strukturierte Arbeitsweise 
  • Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit
  • kaufmännisches Verständnis und Freude am Umgang mit Zahlen 
  • schnelle Auffassungsgabe 
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsfreude 
  • sehr gute EDV Kenntnisse sowie grundlegende Kenntnisse in der Datenbankverwaltung 
  • Gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit auf Deutsch und Englisch
  • Interesse an zeitgenössischer Kunst und Fotografie 
  • Kenntnisse im Bereich Personalverrechnung und Arbeitsrecht von Vorteil 
  • einschlägige Berufserfahrung im Finanz- und Rechnungswesen

Ausgeschrieben sind 35 Wochenstunden mit einem Jahresbruttogehalt von  EUR 24.500,-. 

Wir freuen uns über Ihre Bewerbungen (inkl. Lebenslauf und Motivationsschreiben) bis 31.7.2020 ausschließlich per E-Mail an Katrin Müller: office@camera-austria.at 

Produktionsassistenz / technische Betreuung Camera Austria

Camera Austria sucht ab 1.9.2020 eine Produktionsassistenz und technische Betreuung / eine*n Hausarbeiter*in im Ausmaß von 20 – 30 Wochenstunden für das Projekt »Die Stadt & Das gute Leben«, das im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020 stattfindet. Die Stelle ist bis zum 31. 12. 2020 befristet.

Die führende Fotozeitschrift Camera Austria International, die Publikationstätigkeit und die Ausstellungsprojekte von Camera Austria im Eisernen Haus widmen sich üblicherweise der Erforschung des zeitgenössischen fotografischen Bildes auf unterschiedlichen Ebenen. Im Rahmen des Kulturjahres Graz 2020 wird der Ausstellungsraum jedoch völlig anders genutzt: Durch eine Außentreppe wird er direkt mit dem Stadtraum verknüpft und für ganz andere – unvorhergesehene – Nutzungen geöffnet. 

In der Mitarbeit daran und an verschiedenen Projekten im öffentlichen Raum haben Sie die Möglichkeit Teil eines engagierten Teams zu sein und mit den beteiligten Künstler*innen und Projektpartner*innen an einem profilierten Projekt zeitgenössischer Kunst zu arbeiten.  

Zu Ihren Aufgaben zählen

  • Betreuung und Mitarbeit beim Ausstellungsumbau und den Projekten im öffentlichen Raum       
  • Betreuung und Reparaturen in der Ausstellung und dem Außenzugang 
  • Unterstützung beim Veranstaltungsbetrieb: Technische Betreuung, Aufbau, Abbau
  • Betreuung und Instandhaltung des Lagers und des Materials inkl. technischer Geräte     
  • Logistische Aufgaben: Betreuung der Transporte und Anlieferungen
  • Mitwirkung bei der Angebotseinholung und Vergabe von Aufträgen
  • Botendienste
  • Dokumentation 

Was wir von Ihnen erwarten

  • großes handwerkliches Geschick (bevorzugt handwerkliche Ausbildung oder künstlerische Praxis)
  • sehr sorgfältige, strukturierte, selbstständige Arbeitsweise, Teamfähigkeit und Flexibilität
  • sicherer Umgang mit Technik (Beamer, Zuspielgeräte, Tontechnik) 
  • versierter Umgang mit Mac, MS Office-Anwendungen, Photoshop
  • sicherer Umgang und Erfahrung im Handling von Kunstwerken
  • Erfahrung im Ausstellungsbetrieb und in der Produktionsbetreuung
  • großes Interesse an Bildender Kunst sowie an der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern und an der Realisierung künstlerischer Konzepte
  • Gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit auf Deutsch und Englisch

Ausgeschrieben sind 20-30 Wochenstunden mit einem Jahresbruttogehalt von  EUR 14.000,- bis 21.000,- .

Wir freuen uns über Ihre Bewerbungen (inkl. Lebenslauf und Motivationsschreiben) bis 31.7.2020 ausschließlich per E-Mail an Katrin Müller: office@camera-austria.at 

Camera Austria International 150/151

Die Unsicherheit, die den gesamten Kunst- und Kulturbereich aktuell erfasst, wirkt sich auch auf unsere Arbeit aus: Aufgrund von vorübergehend geschlossenen Ausstellungsräumen weltweit und den damit einhergehenden Verschiebungen und Umstrukturierungen von Programmen, ist auch die Situation für Kunstzeitschriften unvorhersehbarer geworden. Dies beeinflusst natürlich auch das kritische Begleiten von und das Schreiben über Kunst.

Aufgrund der pandemiebedingten Ausnahmesituation haben wir uns entschieden, die kommende Ausgabe von Camera Austria International nicht wie gewohnt im Sommer, sondern mit 9. September 2020 als Doppelausgabe herauszubringen. Das gleich zweifache Jubiläum, das wir mit dieser Doppelnummer begehen – die 150. Ausgabe der Zeitschrift und ihr mittlerweile 40-jähriges Bestehen – nehmen wir zum Anlass, Personen aus dem bisherigen Netzwerk von Camera Austria, aber auch darüber hinaus, einzuladen zu reflektieren: »What’s at Stake / What’s Missing?«. Was steht auf dem Spiel, wenn wir heutzutage über Fotografie im Kontext ihrer veränderten Produktionsbedingungen, ihrer gesellschaftlichen Gebrauchsweisen oder über die vielfältigen Formen ihrer Distribution und Rezeption nachdenken, die allesamt auch die künstlerische Praxis wesentlich beeinflussen? Begleitet wird diese vielstimmige Bestandsaufnahme, deren Ziel es weniger ist, die Präsenz der Fotografie im zeitgenössischen Kunstfeld zu feiern, als sie vielmehr herauszufordern, von einem erweiterten (und doppelt so umfangreichen) Rezensionsteil, der Ausstellungen und Publikationen, die unsere Autor*innen und wir im Frühjahr und Sommer 2020 als relevant empfunden haben, in den Blick nimmt.

KASSEL DUMMY AWARD 2020 – Deadline extended until September 2, 2020

Take the chance and present your unpublished photobook to an international public and eminent experts to compete for a complete photobook production. Enter your book for the KASSEL DUMMY AWARD 2020.

Established in 2009 by the Fotobookfestival Kassel, the KASSEL DUMMY AWARD for the best unpublished photobook mock-up of the year enables emerging talents to produce and publish their photobooks. Selected from hundreds of entries across the world, 50 photobooks shortlisted for the award demonstrate the breadth and ingenuity of contemporary photobook practice and will go on an international exhibition tour.

The book that wins First Prize will be produced by the leading Turkish photobook printing and binding house MAS, Istanbul in cooperation with the Kasseler Fotografie Festival gUG, Kassel, Germany. The winners of the Second- and Third Prize will get a production voucher worth 2.000 and 1.000 Euro for future projects donated also by our partner MAS, Istanbul.

Find the detailed Terms & Conditions for a submission here: https://fotobookfestival.org/terms/

Ausschreibung Msgr. Otto Mauer Preis 2020, Einreichung: 28. – 30. September 2020

In Weiterführung der Anliegen Msgr. Otto Mauers (1907 – 1973), der durch sein Engagement für zeitgenössische Kunst und junge Künstler*innen internationale Anerkennung gefunden hat, verleiht der Otto Mauer Fonds Ende des Jahres zum 40. Mal den Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst (Malerei, Grafik, Skulptur, Objekte, Installationen, Neue Medien). Der Preis ist mit € 11.000,- dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin/des Preisträgers im JesuitenFoyer, 1010 Wien, sowie umfangreicher Pressearbeit verbunden.

Die Jury für den Msgr. Otto Mauer Preis 2020 besteht aus Alfredo Barsuglia, Maria Bussmann, Rainer Fuchs, Johanna Schwanberg und Gustav Schörghofer SJ.

In der Zeit von 28. – 30. September 2020 besteht die Möglichkeit, Bewerbungen für den Preis, der eine Anerkennung für das bisher geschaffene Werk des prämierten Künstlers/der prämierten Künstlerin sein soll, einzureichen. Bewerben können sich österreichische Staatsbürger*innen und italienische Staatsbürger*innen deutscher Sprache, geboren in der Provinz Bozen, sowie Personen, deren ordentlicher Wohnsitz sich seit mindestens fünf Jahren in Österreich befindet. Die Bewerber*innen dürfen am 31. Dezember 2020 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (d.h. Geburtsjahrgang 1981 und jünger); bewerben sich mehrere Künstler*innen gemeinsam als Gruppe, so darf kein Mitglied dieser Gruppe dieses Alterslimit überschreiten. Jede Bewerbung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Einzureichen ist eine Dokumentation, die eine Beurteilung des bisherigen künstlerischen Schaffens ermöglicht (Kataloge, Fotos, Texte, Videos; keine Originale) sowie ein Lebenslauf der Künstlerin/des Künstlers. Diese Unterlagen sind mit Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und der Aufschrift »Msgr. Otto Mauer-Preis 2020« zu versehen und vom 28. – 30. September 2020 in der Zeit von 10–13 Uhr und 16–17.30 Uhr abzugeben oder per Post einzusenden, wobei diese Sendungen spätestens am Mittwoch, dem 30. September 2020, eingelangt sein müssen.

Der Otto Mauer Fonds übernimmt keine wie immer geartete Haftung für die eingereichten Unterlagen. Die eingereichten Unterlagen bilden die Grundlage für die Beurteilung durch die Jury. Erscheint kein Werk als preiswürdig, so wird kein Preis verliehen.

Mehr Informationen 

Ausschreibung AICA-AUSTRIA-Preis für junge Kunstkritik 2020

AICA AUSTRIA, die Internationale Vereinigung der Kunstkritiker*innen in Österreich, schreibt zum vierten Mal den Preis für junge Kunstkritik aus.

Exhibitions are back in town – also erlauben wir uns, wieder zu einem kritischen Blick auf die Kunst aufzurufen!

Eingeladen sind Autor*innen, die in Österreich wohnen und nicht älter als 35 Jahre alt sind. Der Text soll eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst besprechen, die 2020 in Österreich zu sehen war/ist. Er soll auf Deutsch geschrieben sein und max. 5000 Zeichen umfassen. Eine Publikation kann, muss aber nicht erfolgt sein. Besonderes Augenmerk wird auf einen klaren Schreibstil, eine gute Argumentation und eine kritische Beurteilung gelegt. Die Jury setzt sich aus dem Vorstand von AICA AUSTRIA zusammen.

Den Text, Fotos aus der Ausstellung sowie eine kurze Biografie (max. 500 Zeichen) schicken Sie bis 10. August 2020 an: vorstand@aica.at

Die beste Einreichung wird mit € 500 honoriert.

Wiedereröffnung und Verlängerung der Biennale-Ausstellungen

The Lives and Loves of Images

Fotografie hat sich zu einem Symbol für die Extreme der heutigen Gesellschaft entwickelt. Sie ist zutiefst privat und doch ganz und gar öffentlich. Sie kann befreiend sein, aber auch einschränkend. Vergnüglich und gleichzeitig beunruhigend. Fotografie begeistert uns, aber ihrer Macht und ihren Manipulationen begegnen wir mit Skepsis – zumindest sollten wir das. Wenn wir auf das fotografische Bild angewiesen sind, wie so viele es im Laufe des vergangenen Jahrhunderts behauptet haben, dann sollten wir diese Abhängigkeit mit gemischten Gefühlen betrachten.

The Lives and Loves of Images beleuchtet in drei Städten, sechs Museen und einem umfangreichen Programm mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops, wie diese Spannungen unser Verständnis von und unsere Leidenschaft für Fotografie prägen. Eine Reihe von thematisch unterschiedlichen Ausstellungen untersucht, wie Fotografien im Guten wie im Schlechten auf uns – Betrachtende und Bildschaffende gleichermaßen – einwirken.

Alle Ausstellungen der Biennale wurden verlängert!

→ Port25 – Raum für Gegenwartskunst: 6. Mai bis 28. Juni 2020 → Between Art and Commerce

→ Kunsthalle Mannheim: 8. Mai bis 21. Juni 2020 → Walker Evans Revisited

→ Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5: 12. Mai bis 28. Juni 2020 → Reconsidering Icons

→ Kunstverein Ludwigshafen: 12. Mai bis 28. Juni 2020 → All Art is Photography

→ Wilhelm-Hack-Museum: 12. Mai bis 13. September 2020 → When Images Collide

Bitte informieren Sie sich bei den jeweiligen Häusern über die Voraussetzungen für einen Besuch.

Bereits geschlossen:

→ Heidelberger Kunstverein: 6. Mai bis 31. Mai 2020 → Yesterday’s News Today

Arbeitsstipendien und Atelierförderungen: COVID-19 Soforthilfefonds des Landes Tirol

Arbeitsstipendien und Atelierförderungen: COVID-19 Soforthilfefonds des Landes Tirol

Sonderförderungen: Freiberufliche Künstler*innen aus verschiedenen Kultursparten können in Form von Arbeitsstipendien, Atelierförderungen und Ankäufen unterstützt werden, um Arbeitsperspektiven zu schaffen.

Ausfallentschädigungen, Künstlerhilfen: Ergänzend zu den Maßnahmen des Bundes sollen auch im Landesbereich Kulturbetriebe und Kulturschaffende, die von den Veranstaltungsverboten besonders betroffen sind und die in ihrer Existenz gefährdet sind, unterstützt werden. Die genauen Maßnahmen können erst nach Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen auf Bundesebene festgelegt werden.

Erleichterungen in Förderverfahren / Anpassung der Förderrichtlinien: Neben den genannten Maßnahmen zur Soforthilfen werden die Förderrichtlinien so angepasst, dass Erleichterungen in der Förderabwicklung und Planungssicherheit bei Absagen und Verschiebungen von Veranstaltungen geschaffen wird.

Weitere Informationen:
COVID-19 Soforthilfefonds des Landes Tirol

Ausschreibungen Startstipendien Bildende Kunst, Architektur und Design, Fotografie und Medienkunst 2020

Bildende Kunst, Architektur und Design, Fotografie und Medienkunst

Zweck/Intention: Die Startstipendien stellen eine Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger Künstler*innen dar. Sie sollen die künstlerische Entwicklung vorantreiben und den Einstieg in die österreichische und internationale Kunstszene erleichtern.

Zielgruppe: Antragsberechtigt sind Künstler*innen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben (Meldezettel),
– wenn ihr einschlägiger Studienabschluss nicht länger als fünf Jahre zurück liegt oder
– wenn sie keinen einschlägigen Studienabschluss haben (und auch nicht immatrikuliert sind) und nach dem 31.12.1984 geboren wurden.

Ausnahmen müssen gesondert erläutert werden und können nur dann berücksichtigt werden, wenn sich z.B. die Ausbildung in Zusammenhang mit einer Familiengründungs- bzw. Erziehungsphase oder durch schwere Krankheit verzögert hat. Die aufschiebende Wirkung beträgt max. 5 Jahre.
Die Bewerbung von Studierenden ist nicht möglich, von der Bewerbung sind alle an einer Universität/Fachhochschule immatrikulierten Personen ausgeschlossen sowie Personen, die bereits ein Startstipendium (egal welcher Sparte) erhalten haben. Kunstschaffende, die für das Jahr 2020 ein Förderatelier, ein Auslandsatelier oder ein sonstiges Langzeitstipendium (6 Monate oder länger) zugesprochen bekommen haben, können zeitgleich nicht für ein weiteres Stipendium berücksichtigt werden. Eine Bewerbung ist nur in einer der ausgeschriebenen Sparten möglich.

Stipendienanzahl: insgesamt 30 Stipendien in folgenden Bereichen
–Bildende Kunst (10 Stipendien)
– Architektur und Design (10 Stipendien)
– Fotografie (5 Stipendien)
– Medienkunst (5 Stipendien)

Stipendiendauer: Laufzeit jeweils 6 Monate, beginnend mit August 2020

Stipendienhöhe: Dotierung mit je EUR 7.800,–

Alleinerziehende: Ein erhöhtes Stipendium steht zu, wenn die Antragstellerin/der Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung Familienbeihilfe für mindestens ein Kind erhält und für den Zeitraum des beantragten Stipendiums nicht in einer Partnerschaft (Ehe, Lebensgemeinschaft, eingetragene Partnerschaft) lebt. Als Nachweis der Sorgepflichten ist die Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe vorzulegen. Alleinerziehende erhalten, falls ihnen ein Stipendium zugesprochen wird, einen um den Betrag von EUR 200,00 per Monat erhöhten Stipendienbetrag. Das Alleinerziehenden-Formular muss ausgefüllt beigelegt werden.

Einsendeschluss: 15. Juli 2020 (es gilt das Datum des Poststempels)
Der Briefumschlag ist mit dem deutlich sichtbaren
Vermerk »Startstipendium + beantragte Sparte« zu kennzeichnen.

Einreichung: Alle Unterlagen sind in deutscher Sprache und in einfacher Ausfertigung einzureichen. Die Bewerbung hat zu enthalten:
–  genau ausgefülltes Bewerbungsformular Startstipendium unter www.bmkoes.gv.at,
–  Angaben zum geplanten Arbeitsvorhaben mit einer Kurzfassung (maximal eine A4-Seite),
–  Lebenslauf mit Geburtsdatum, Geburtsort, Angabe der Staatsbürgerschaft und Angaben zur Ausbildung (Universität, Klasse, Professor*innen) und zur bisherigen künstlerischen und beruflichen Tätigkeit,
– Kopie des Abschlusszeugnisses sowie Kopie des Meldezettels,
– Portfolio/Mappe der bisherigen Arbeiten (keine Originale, keine Sammelkataloge). Eine Einreichung in digitaler Form oder die alleinige Angabe eines Links ist nicht ausreichend.
Einreichungen sind per Post zu schicken oder persönlich abzugeben. Einreichungen per E-Mail sind nicht zulässig. Die Ausschreibung kann auch auf der Webseite der Sektion für Kunst und Kultur eingesehen werden (www.bmkoes.gv.at). Alle Unterlagen sind namentlich zu kennzeichnen.

Vergabe: Die Vergabedes Stipendiums erfolgt auf Vorschlag einer unabhängigen Jury. Der Jury werden nur vollständige Bewerbungen vorgelegt. Alle Bewerber*innen werden vom Ergebnis schriftlich informiert. Es erfolgen keine verbalisierten Begründungen der Juryentscheidungen. Eingereichtes Bildmaterial wird im Postweg retourniert. Für Beschädigung oder Verlust der Unterlagen kann keine Haftung übernommen werden. Nicht fristgerecht eingebrachte Bewerbungen bzw. Bewerbungen mit unvollständigen Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Nachweis: Mit der Annahme des Stipendiums verpflichten sich die Stipendiat*innen, der Abteilung IV/B/6 bis spätestens drei Monate nach Ablauf des Stipendiums einen ausführlichen Bericht inklusive Dokumentationsmaterial über die erfolgte Tätigkeit vorzulegen.

Postadresse: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Sektion für Kunst und Kultur
Abteilung IV/B/6, Concordiaplatz 2, 1010 Wien

Ansprechperson: Dr. Herbert Hofreither, herbert.hofreither@bka.gv.at

Open Call: Foto Wien

Mit dem Festival FOTO WIEN steht im März 2021 die Fotografie in Wien wieder im Fokus. Das Festival findet vom 10. bis 28. März 2021 statt.

Alle Museen, Kunsthallen, Galerien, Off-Spaces sowie Künstler*innen sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Fotografie-Programmen am Festival FOTO WIEN zu beteiligen. Reichen Sie bitte Ihre Fotoausstellungen und -projekte (Symposien, Talks, Workshops etc.), die Sie für März 2021 planen, bis zum 1. September 2020 ein!

FOTO WIEN kuratiert und organisiert ein vielfältiges Programm, das Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Artist Talks mit nationalen und internationalen Expert*innen, ein umfangreiches Vermittlungsprogramm mit Führungen und Workshops, Portfolio Reviews, einen Photobook Market sowie FOTO-Awards umfasst.

Zwei Themenbereiche bilden für 2021 die inhaltlichen Schwerpunkte des Festivals:
Fotografinnen im Fokus hebt die herausragende Arbeit von Fotografinnen von der Erfindung des Mediums im 19. Jahrhundert bis heute hervor und möchte dazu beitragen, diese Leistungen sichtbar zu machen, damit sie ihren Weg in Kunstgeschichtsbücher finden können. Der zweite Themenbereich Rethinking Nature / Rethinking Landscape stellt die Schlüsselrolle der Fotografie in der Wahrnehmung der Natur in den Mittelpunkt. Viele Künstler*innen tragen zum Verständnis der aktuellen Umweltsituation bei und nützen das Potenzial der Fotografie, um die kritische Beziehung von Mensch und Natur zu reflektieren.

Jury: Rainer Iglar, Fotohof Salzburg; Martin Janda, Galerist; Verena Kaspar-Eisert, FOTO WIEN; Bettina Leidl, FOTO WIEN; Maren Lübbke-Tidow, Kuratorin; Sophie Thun, Künstlerin; Maria Ziegelböck, Universität für Angewandte Kunst

Mehr Information

VALIE EXPORT Center Linz: Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden
Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Bewerbungsfrist 1. 9. 2019
VALIE EXPORT Center Linz,
Kunstuniversität Linz

An der Kunstuniversität Linz gelangt ein Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden im VALIE EXPORT Center Linz zur Ausschreibung.

Das Dissertationsvorhaben muss folgendes Themenfeld aufgreifen: Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Im Rahmen eines Forschungskomplexes zu »Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis« sollen, ausgehend vom Werk VALIE EXPORTs, linguistisch-strukturalistische Aspekte in medialen Werken beforscht werden. Dazu gehören medienkritische und -reflexive Verfahren wie das »Mediale Anagramm« und Aspekte des Spiels, der Kombinatorik, der Überdeterminierung und damit einhergehend der Multivalenz und des (poetischen) Bedeutungsüberschusses. Anagrammatische Kontextverschiebungen stehen für die Künstlerin auch für eine Erkundung der vielfältigen Sprachen der Medien und Repräsentationen von »Wirklichkeit«, die spezifische Bildfindungen mit sich bringen. Der Forschungsgegenstand bezieht sich unter besonderer Berücksichtigung des Werks von VALIE EXPORT auf die Art und Weise, wie strukturelle linguistische und bildkünstlerische Praxen ineinandergreifen.

Es kann ein Stipendium vergeben werden. Das Stipendium ist mit jeweils € 1.200,- pro Monat dotiert und kann zunächst auf 12 Monate vergeben, jedoch bei positiver Evaluierung um maximal 24 Monate verlängert werden. Damit verbunden ist ein Arbeitsplatz an der Kunstuniversität Linz. Die erfolgreiche Bewerberin, der erfolgreiche Bewerber verpflichtet sich zu überwiegender Anwesenheit vor Ort. Mehr als eine geringfügige Fremdtätigkeit neben dem Stipendium ist nicht möglich.

Die Bewerbung kann in Deutsch oder Englisch eingereicht werden, weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Call for Entry: Kiyosato Museum of Photographic Arts – Young Portfolio

Young Portfolio is a program organized by the Kiyosato Museum of Photographic Arts (K*MoPA) to support young photographers from around the world by exhibiting and acquiring their works for our permanent collection.
Anybody under the age of 35 is welcome to submit their works. We are looking for works by devoted photographers who are passionate about their creative efforts.
It is not a contest in which people are only eligible to win a prize once. Multiple submissions may be made up until the age of 35. We hope that by selecting works by the same young artist on a regular basis, we will help build their confidence.
Young Portfolio is unique in that it invites the wider world to recognize the true value of these young artists‘ abilities while simultaneously preserving their work for posterity.

The 2019 selection committee:
Kikuji Kawada, Kyoichi Tsuzuki, Eikoh Hosoe (Director of the Museum)

Application period:
April 15 – May 15, 2019

For submission guidelines: www.kmopa.com

Call: The Andrei Stenin International Press Photo Contest 

The Andrei Stenin International Press Photo Contest  is open to participants aged 18 to 33. It aims to promote young photographers and support them in their strive for professional perfection.

The 2019 contest will showcase five categories for which young photographers can vie for awards:

1. Top News. Important events in the life of individuals and nations as a whole are the main subject of entries in the category: major political and social events; reports from war zones and places struck by natural disasters; decisive moments in people’s lives.

2. Sports. This category involves entries, which captured moments in sport: victories of athletes and dramatic losses; daily sports training; the beauty of sports competitions.

3. My Planet. This category involves entries reflecting the entire multicolored palette of topics and images from all over the world. The author’s task is to show an everyday life kaleidoscope in its timeless beauty and harmony, uniting scenes from everyday life; the life of big cities and small towns; nature pictures; ethnographic and religious holidays.

4. Portrait. A Hero of Our Time. This category involves entries such as individual or group portraits of people. Photos can be documentary and posed. The determining factor in this category is the author’s ability to reveal the inner world of his characters, express their mental qualities and character through the uniqueness of their appearance and looks as a whole.

5. Inspiration. The photos in this category focus on using the camera to capture the positive creative energy that accompanies the creative process. Any work that was inspired or became the manifestation of inspiration itself, whether it’s a landscape, a colorful genre or ethnic shot, or a portrait of a child or adult taken in different styles using various techniques, are eligible to participate.

Entries can contain a single photograph or series of no more than 12 photographs.  Minor cropping, or balance (white balance) or density (brightness, contrast) correction is acceptable. Framed images, collages, photos that have been significantly photoshopped, with parts of the image edited, deleted or replaced with a different image, will not be accepted.
Photos will be uploaded in the JPG format. The acceptable compression will not exceed 10. The image is to be no less than 2,200 pixels and no more than 5,700 pixels by its longer side.

The file name must contain the serial number of the photograph, name and last name of the author, title and year it was shot, separated by underscores, for example: 01_Smith_James_The_Spring_2011. The name of the file must be given in Latin script. The file size must not exceed 20 Mb. The file must also contain all the EXIF data.

Entries are uploaded and stored by the participant on his or her personal page at stenincontest.com. Photos can be added or replaced until the participant submits the entry. After the entry is submitted, photos can no longer be added or replaced.

Photographs must have been taken after January 1, 2018. In exceptional cases, series of photographs started in previous years are accepted. In such case, the last photograph of the series must have been taken in 2018 or 2019.

A complete list of requirements can be found in the Contest Rules.

More information: https://stenincontest.com

Bundeskanzleramt: Ausschreibung Startstipendium 2019

Bildende Kunst, Architektur und Design, Fotografie und Medienkunst

Zweck/Intention: Die Startstipendien stellen eine Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger Künstlerinnen und Künstler dar. Sie sollen die künstlerische Entwicklung vorantreiben und den Einstieg in die österreichische und internationale Kunstszene erleichtern.

Zielgruppe: Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben (Meldezettel),
– wenn ihr einschlägiger Studienabschluss nicht länger als fünf Jahre zurück liegt oder
– wenn sie keinen einschlägigen Studienabschluss haben (und auch nicht immatrikuliert sind) und nach dem 31.12.1983 geboren wurden.

Ausnahmen müssen gesondert erläutert werden und können nur dann berücksichtigt werden, wenn sich z.B. die Ausbildung in Zusammenhang mit einer Familiengründungs- bzw. Erziehungsphase oder durch schwere Krankheit verzögert hat. Die aufschiebende Wirkung beträgt max. 5 Jahre.

Die Bewerbung von Studierenden ist nicht möglich, von der Bewerbung sind alle an einer Universität/Fachhochschule immatrikulierten Personen ausgeschlossen sowie Personen, die bereits ein Startstipendium (egal welcher Sparte) erhalten haben. Kunstschaffende, die für das Jahr 2019 ein Förderatelier, ein Auslandsatelier oder ein sonstiges Langzeitstipendium (6 Monate oder länger) zugesprochen bekommen haben, können zeitgleich nicht für ein weiteres Stipendium berücksichtigt werden. Eine Bewerbung ist nur in einer der ausgeschriebenen Sparten möglich.

Stipendienanzahl: insgesamt 30 Stipendien in folgenden Bereichen
– Bildende Kunst (10 Stipendien)
– Architektur und Design (10 Stipendien)
– Fotografie (5 Stipendien)
– Medienkunst (5 Stipendien)

Stipendiendauer: Laufzeit jeweils 6 Monate, beginnend mit August 2019

Stipendienhöhe: Dotierung mit je EUR 7.800,–

Alleinerziehende: Ein erhöhtes Stipendium steht zu, wenn die Antragstellerin/der Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung Familienbeihilfe für mindestens ein Kind erhält und für den Zeitraum des beantragten Stipendiums nicht in einer Partnerschaft (Ehe, Lebensgemeinschaft, eingetragene Partnerschaft) lebt. Als Nachweis der Sorgepflichten ist die Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe vorzulegen. Alleinerziehende erhalten, falls ihnen ein Stipendium zugesprochen wird, einen um den Betrag von EUR 200,– per Monat erhöhten Stipendienbetrag, das Alleinerziehenden-Formular muss ausgefüllt beigelegt werden.

Einsendeschluss: 15. Juli 2019 (es gilt das Datum des Poststempels)
Der Briefumschlag ist mit deutlich sichtbarem Vermerk »Startstipendium + Sparte« zu kennzeichnen.

Einreichung: Alle Unterlagen sind in deutscher Sprache und in einfacher Ausfertigung einzusenden. Die Bewerbung hat zu enthalten:
– genau ausgefülltes Bewerbungsformular Startstipendium unter http://www.kunstkultur.bka.gv.at
– Angaben zum geplanten Arbeitsvorhaben mit einer Kurzfassung (maximal 1 Seite)
– Lebenslauf mit Geburtsdatum, Geburtsort, Angabe der Staatsbürgerschaft und Angaben zur Ausbildung (Universität, Klasse, ProfessorInnen) und zur bisherigen künstlerischen und beruflichen Tätigkeit
– Kopie des Abschlusszeugnisses sowie Kopie des Meldezettels
– Portfolio/Mappe der bisherigen Arbeiten (keine Originale, keine Sammelkataloge). Eine Einreichung in digitaler Form oder die alleinige Angabe eines Links ist nicht ausreichend
– Einreichungen sind per Post zu schicken oder persönlich abzugeben, Einreichungen per E-Mail sind nicht zulässig. Die Ausschreibung kann auch auf der Webseite der Sektion für Kunst und Kultur eingesehen werden (http://www.kunstkultur.bka.gv.at). Alle Unterlagen sind namentlich zu kennzeichnen.

Vergabe: Die Vergabe des Stipendiums erfolgt auf Vorschlag einer unabhängigen Jury. Der Jury werden nur vollständige Bewerbungen vorgelegt. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden vom Ergebnis schriftlich informiert. Es erfolgen keine verbalisierten Begründungen der Juryentscheidungen. Eingereichtes Bildmaterial wird im Postweg retourniert. Für Beschädigung oder Verlust der Unterlagen kann keine Haftung übernommen werden. Nicht fristgerecht eingebrachte Bewerbungen bzw. Bewerbungen mit unvollständigen Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Nachweis: Mit der Annahme des Stipendiums verpflichten sich die StipendiatInnen, der Abteilung II/6 bis spätestens drei Monate nach Ablauf des Stipendiums einen ausführlichen Bericht inklusive Dokumentationsmaterial über die erfolgte Tätigkeit vorzulegen.

Postadresse: Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur Abteilung II/6, Concordiaplatz 2, 1010 Wien

Ansprechperson: Dr. Herbert Hofreither, herbert.hofreither@bka.gv.at

Kathrin Schönegg erhält den DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte 2018

Der DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte, der alle zwei Jahre von der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgeschrieben wird, wird in diesem Jahr an Kathrin Schönegg für ihre Dissertationsarbeit Fotografiegeschichte der Abstraktion vergeben.

Kathrin Schönegg, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Kunst- und Medienwissenschaften sowie Soziologie an der Universität Konstanz. Sie war von 2010 bis 2013 Promotionsstipendiatin am DFG-Graduiertenkolleg Das Reale in der Kultur der Moderne (Universität Konstanz) und von 2013 bis 2015 Stipendiatin im Programm Museumskuratoren für Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. 2016/17 kuratierte sie zusammen mit Florian Ebner, Christin Müller sowie Fabian Knierim, Boaz Levin und Kerstin Meincke die Biennale für aktuelle Fotografie 2017 (Farewell Photography, Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg). Als Thomas-Friedrich-Stipendiatin für Photographieforschung (Berlinische Galerie) arbeitete sie zu Heinz von Perckhammers Pressephotographie. Ihre Promotion schloss sie 2018 mit dem Prädikat summa cum laude ab.

Die Ausschreibung des DGPh-Forschungspreises für Photographiegeschichte hatte wieder eine erfreulich große Resonanz: Es wurden 55 Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht, dieses Mal mit einem besonders hohen Anteil an sehr anspruchsvollen Dissertationen. Die Einsendungen gaben ein eindrucksvolles Bild der thematischen Breite und methodischen Vielfalt der gegenwärtigen Photographieforschung. Es waren sowohl Studien zu Einzelwerken vertreten als auch zu spezifischen Genres, zu Gebrauchsweisen des Mediums in wissenschaftlichen oder polizeilichen Kontexten sowie zu seinen propagandistischen Einsätzen oder zur Diskursgeschichte photographischer Technologie ebenso wie zu Aspekten der Gegenwartskunst, zu publizistischen, archivalischen und ästhetischen Problemstellungen. Die Arbeiten aus einem Zeitraum von den Anfängen bis zur Internetphotographie und zu Kontexten von der Kolonialgeschichte bis zur zeitgenössischen visuellen Kultur belegen einmal mehr die Bedeutung, die dem Medium der Photographie inzwischen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen zugemessen wird.

Kathrin Schönegg hat mit ihrer Dissertation Fotografiegeschichte der Abstraktion ein Grundlagenwerk zur Bild- und Diskursgeschichte photographischer Abstraktion vorgelegt. Sie hält der Kanonisierung des Phänomens unter den Prämissen der Kunsttheorie eine eigenständige, historisch fundierte, Begriffsanalyse entgegen, die jeweils an die Grundfeste des Photographischen rührt. In einer Durchquerung der Photographiegeschichte von den experimentellen Anfängen über ihre (pseudo)wissenschaftlichen, angewandten und künstlerischen Kontexte bis hin zur Abstraktion unter den Vorzeichen des Digitalen gelingt Schönegg die überzeugende Rekonstruktion photographischer Medialität jenseits und diesseits der Abbildlichkeit.

Der Jury gehörten Dr. Susanne Holschbach und Dr. Esther Ruelfs als Vorstand der Sektion Geschichte und Archive sowie Prof. Winfried Gerling, Dr. Gisela Parak und die vorherige Preisträgerin, Dr. Katharina Steidl, als Beirat an.

Msgr. Otto Mauer Preis 2018 an Anna Witt

Der Otto Mauer Fonds vergibt die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung heuer zum 38. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Diesjährige Preisträgerin ist die in Wien lebende und arbeitende deutsche Künstlerin Anna Witt.

Der Preis wird von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Mittwoch, den 28. November 2018 um 19.30 Uhr in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien, an Anna Witt vergeben. Im Hinblick auf die begrenzte TeilnehmerInnenzahl wird um Anmeldung unter werner@kunstpresse.at gebeten.

Am 18. Dezember 2018 um 19.30 Uhr findet in der Konzilsgedächtniskirche, Kardinal-König-Platz, 1130 Wien, ein Screening ausgewählter Videoarbeiten von Anna Witt mit anschließendem Künstlergespräch mit Gustav Schörghofer SJ statt. Aufgrund von Umbauarbeiten kann in diesem Jahr keine Ausstellung im JesuitenFoyer stattfinden.

Zur Zeit sind Arbeiten von Anna Witt in folgenden Gruppenausstellungen zu sehen: »Der Wert der Freiheit« im Belvedere 21 in Wien (19. September 2018 bis 10. Februar 2019), »Klassenverhältnisse« im Kunstverein in Hamburg (27. Oktober 2018 bis 27. Jänner 2019) und »Was ist Wahr« im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg (18. November 2018 bis 13. Januar 2019).

 

Begründung der Jury

Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2018, bestehend aus Iris Andraschek (Künstlerin), Stella Rollig (Direktorin, Belvedere Museum Wien), Toni Schmale (Mrsgr. Otto Mauer Preisträgerin 2017), Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien) und Gustav Schörghofer SJ, entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis Anna Witt zuzuerkennen.

Anna Witts künstlerisches Œuvre besteht aus performativen Interventionen und Videoinstallationen. In ihren kommunikativen Arbeiten wendet sie sich einem breiten Spektrum an Personen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten zu und macht sie zu ihren KollaborateurInnen. Zentral ist dabei die Rolle der körperlichen Präsenz, die Sichtbarmachung von Politik und der menschliche Körper als deren Träger. Nach ihrer eigenen Aussage stellt Witt Personen einen Handlungsraum zur Verfügung, den sie selbst gestalten können. Sie schafft Räume zur Freisetzung eines kreativen Potentials.

Witts künstlerische Praxis zeichnet sich dadurch aus, thematische Brennpunkte unseres Zusammenlebens, in denen sich soziale, politische und ökonomische Rahmenbedingungen widerspiegeln, erfahr- und verhandelbar zu machen. Ob in der direkten Interaktion mit Passantinnen und Passanten im öffentlichen Raum oder in der gezielten Zusammenarbeit mit Einzelnen und Gruppen, geht es stets darum, in der von ihr gesetzten Situation einen Handlungsraum für jene zu schaffen, die zu ihren Werken beitragen.

Die in ihren Arbeiten behandelten Themen sind vielfältig: Reflexion von medialen Bildwelten bei Jugendlichen, individuelle Erfahrungen von Flucht, von Sexarbeiterinnen oder auch von PassantInnen in einer Shopping Mall. Durch simple Kunstgriffe schafft sie Empathie für die Menschen, die in ihren Arbeiten im Mittelpunkt stehen, tritt aber dabei nicht notwendig in den Vordergrund. Anna Witt verhandelt die Autorschaft durch das Partizipatorische und stellt dadurch die klassische Künstlerposition zur Debatte, aber – und das ist bemerkenswert – in einer leichten, humorvollen Art und Weise.

Ausschlaggebend für die Zuerkennung des Msgr. Otto Mauer Preises war ihr auf einem hohen künstlerischen Niveau erbrachtes soziales Engagement. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Situation erscheint der Jury die künstlerische Position von Anna Witt besonders unterstützenswert. Der Otto Mauer Preis 2018 wird somit einer Künstlerin verliehen, die es versteht,

gesellschaftlich relevante Themen mit Witz und Leichtigkeit, aber auch mit Präzision in einer qualitativ hochwertigen künstlerischen Form auf den Punkt zu bringen.

In den vergangenen 38 Jahren waren insgesamt rund 95 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.

 

Bisherige PreisträgerInnen
Folgende KünstlerInnen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten:
Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013) Nilbar Güreş (2014), Catrin Bolt (2015), Andreas Fogarasi (2016) und Toni Schmale (2017).

Weitere Informationen: www.otto-mauer-fonds.at

Exhibition: Mimicry – Empathy

September 28th – November 30th 2018

Lajevardi Foundation Tehran
Ground floor, Building No. 32, No. 20 Sepand St., 
Villa St., Karim Khan, Tehran, Iran

Artists: BLESS, Ulla von Brandenburg, Susanne Bürner, Berta Fischer, Sofia Hultén, Jochen Lempert, Alexandra Leykauf, Annette Kelm, Wiktor Gutt/Waldemar Raniszewski.

An exhibition project initiated by Susanne Bürner. The screening program includes films by Harun Farocki, Daria Martin, James Richards and more.

MIMICRY—EMPATHY is an exhibition on the dissolution of the self as a gesture a of empathy, with screenings, curated by Anne-Sophie Dinant and Amirali Ghasemi, at the the Lajevardi Foundation in Karim Khan, Tehran.
In biology, mimicry implies a mostly visual adaptation to a different life form, which could be beneficial in some situations and, ultimately, secure survival. Besides making someone less visible, mimicry can also be a way of becoming more attractive, to be seen and favored over others.
In any case, the recipient of mimicry will get a misleading signal and will be deluded. These mechanisms are not only practised by animals but play into various social phenomena. For teenagers, trying to blend into a prevailing society can be a way to test their affiliation to various groups and life schemes, and to ultimately develop their own identity, based on their experience.
In wartime, humans try to make themselves invisible for rather obvious reasons. During WWI, the French started to match the colors of a missile shaft with the colors of the battlefield and thus invented camouflage. From the beginning, they had their disruptive patterns designed by visual artists, often cubists as André Mare. Other countries followed their example.
In any case, the evolution of mimicry requires a certain amount of empathy to help understand the structure of the system one wants to be a part of. Thus, visual assimilation can only be created through engagement with the thinking and the strategies of the counterpart, sometimes even of the opponent. Spies are very much forced to understand the life of others, which can lead to their conversion. It is this exact empathy that blurs the boundaries between the imitator and the model and that allows for total identification.
The Mimicry—Empathy exhibition negotiates these emotionally uncontrollable aspects of adaptation and challenges the construction of cultural identities.

More information: www.lajevardifoundation.com