Aktuelles

Open Call: August-Sander-Preis 2022 für Porträtphotographie

Mitmachen können Künstler*innen bis einschließlich des 40. Lebensjahres, Einreichungen sind ab sofort möglich 

Der August-Sander-Preis für Porträtphotographie, gestiftet von Ulla Bartenbach und
Prof. Dr. Kurt Bartenbach, wird in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur, Köln, im Jahr 2022 nun schon zum dritten Mal vergeben.

Mit der Auslobung des Preises verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze im Sinne der sachlich-konzeptuellen Photographie zu fördern. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtphotographien von August Sander sollen sich die photographischen Werke der Bewerber*innen vorrangig auf das Thema des menschlichen Porträts beziehen. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.

Teilnahmeberechtigt sind nationale und internationale Künstler*innen bis einschließlich des 40. Lebensjahres mit dem Schwerpunkt Photographie. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Dazu richtet die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur nach Möglichkeit und individueller Abstimmung eine Ausstellung mit Arbeiten des Preisträgers/der Preisträger*in aus.

Für die Einreichung eignet sich eine schon weitgehend erarbeitete Serie mit höchstens 20 Photographien. Es werden nur Arbeiten zur Begutachtung herangezogen, die einer thematisch gebundenen Bildgruppe oder Sequenz folgen, Einzelbilder bleiben unberücksichtigt. Die vorgelegten Werke sollen bei anderen Wettbewerben noch keinen Preis erhalten haben.

Die Jury setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Albrecht Fuchs, Künstler, Köln; Dr. Roland Augustin, Saarlandmuseum/Moderne Galerie, Saarbrücken; Prof. Dr. Ursula Frohne, Kunsthistorikerin, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster; Dr. Anja Bartenbach, Stifterfamilie, Köln; Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln.

Ende März 2022 wird eine Shortlist veröffentlicht. Der Preisträger/die Preisträger*in, resultierend aus der Shortlist, wird Ende April 2022 bekanntgegeben.

Die Preisvergabe findet im September 2022 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in feierlichem Rahmen in Köln statt. Einsendeschluss ist der 28. Januar 2022. Die detaillierte Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Open Call: BMW ART MAKERS—Artist-Curator Duo

THE NEW BMW GROUP FRANCE ARTS PATRONAGE PROGRAM WILL SUPPORT AN ARTIST-CURATOR DUO EVERY YEAR, LEADING TO THE COMPLETION OF A VISUAL ART PROJECT

After twenty years spent supporting photographers and ten years of the BMW Residency, BMW Group France is now reorienting its support for the arts and reinventing its model. While its new program continues to focus on emerging work, experimentation, and image-making, the scheme’s scope has been broadened to include all visual arts, with a scholarship offered to an artist-curator duo and a budget available for researching and producing works.

→ a €10,000 scholarship for the artist

→ an €8,000 scholarship for the curator

→ a €15,000 budget for researching and producing works production of a personal exhibition included in the program for Rencontres d’Arles and Paris Photo

→ mentoring from jury members

→ support with communications

Duos can submit their applications between October 8 and December 15, 2021, through the dedicated platform:
→ bmw-art-makers.com

Nominated duos will be contacted in early January to present their project to the jury and the winning duo will be announced in mid-January 2022.

Open Call: Hotel Beethoven Wien und Wiener Secession – Artist Residency Vienna

ARTIST RESIDENCY VIENNA: 17. JANUAR – 27. FEBRUAR 2022

AUFENTHALT VON SECHS WOCHEN IN WIEN
Das Hotel Beethoven Wien stellt für 2022 in Kooperation mit der Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession eine Artist Residency zur Verfügung. Die gemeinsame Initiative ist zur Förderung einer Künstlerin/eines Künstlers gedacht, die/der über einen Zeitraum von sechs Wochen Anfang 2022 in Wien recherchieren oder arbeiten möchte. Die Artist Residency wird international und genreübergreifend ausgeschrieben und richtet sich an alle Künstler*innen, die in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Performance und Neue Medien tätig sind.

Die Artist Residency inkludiert:
1. Ein Zimmer inkl. Halbpension im Hotel Beethoven, Papagenogasse 6, 1060 Wien.
www.hotelbeethoven.at
2. Einen Arbeitsraum.
3. Ein Studiobesuch bzw. öffentliches Gespräch über das künstlerische Werk mit einer Kuratorin der Secession.

TERMINE
Ausschreibungsbeginn: 8. Oktober 2021
Ausschreibungsende: 31. Oktober 2021
Benachrichtigung der Künstlerin/des Künstlers: November 2021
Artist Residency: 17.1. – 27.2.2022
Künstler*innengespräch: Februar 2022 (Gestaltung entsprechend der dann geltenden Covid 19-Vorgaben)

JURY
Die Jury setzt sich aus Ramesh Daha, Präsidentin der Secession (Vorsitz), den Vorstandsmitgliedern der KünstlerInnenvereinigung sowie Barbara Ludwig, der Kunstförderin und Eigentümerin des Hotel Beethoven, zusammen.

BEWERBUNG
Die Bewerbung ist ausschließlich per E-Mail an artistresidency@secession.at vom 8. Oktober bis 31. Oktober 2021 möglich. Alle Bewerber*innen sind verpflichtet, die Vergaberichtlinien genau einzuhalten. Die Bewerbung muss in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.

Erforderlich ist die Übermittlung von:
Kurzbiografie, Ausstellungsübersicht, Motivationsschreiben unter Angabe der aktuellen künstlerischen Interessen und Projekte (max. 1 Seite), Kontaktdaten sowie drei für die gesamte künstlerische Arbeit repräsentative digitale Werkfotos mit genauen Angaben zu Titel, Entstehungsjahr, Technik und Maßen in einem PDF-Dokument. Gesamtumfang: ein E-Mail inkl. ein PDF-Dokument mit maximaler Dateigröße von 5 MB.

KONTAKTINFORMATIONEN
Ansprechpartnerin: Urte Schmitt-Ulms, E-Mail: artistresidency@secession.at
Presserückfragen: Julia Kronberger, E-Mail: julia.kronberger@secession.at

Nähere Informationen zur Ausschreibung sowie die genauen Einreichbedingungen unter folgendem Link: Ausschreibung und Einreichbedingungen Artist Residency

Open Call: Wien Museum – an junge Kurator*innen

Aus Startgalerie wird Startgalerie NEU!
Das Wien Museum richtet sich 2022 & 2023 mit einem Open Call an junge Kurator*innen

Der OPEN CALL startet ab sofort und lädt in Wien arbeitende Kurator*innen ein, sich mit Ausstellungskonzepten für die Startgalerie NEU zu bewerben.

Was ist die Startgalerie NEU?
Seit 1987 hatten junge in Wien arbeitende Kunstschaffende in der Startgalerie die Möglichkeit, in Form einer Einzelausstellung an die Öffentlichkeit zu treten.
Jetzt bekommen junge Kurator*innen diese Bühne und ein Budget, um ihre Ideen in Zusammenarbeit mit lokalen Künstler*innen umzusetzen. Als Raum für Experimente innerhalb des Museums dient die Startgalerie NEU sowohl als Anker für zeitgenössische Kunst in Wien als auch der Förderung neuer kuratorischer Positionen.

Was wird gefördert?
Der Fokus liegt weiterhin auf der Förderung der vielfältigen, nicht institutionellen Wiener Szene. Gefördert werden Ausstellungs- und Kooperationsprojekte, die…
… ästhetische, gesellschaftspolitische oder kulturhistorische Themen mit Wienbezug aufgreifen.
… an die Sammlungstätigkeit des Wien Museums (und des MUSAs) anknüpfen.
… neue kuratorische Zugänge zur Diskussion stellen.

Das Wien Museum bittet um die Einreichung eines Exposés im Umfang von 3500 bis 4500 Zeichen, das die Ausstellungsidee skizziert und einige der angedachten künstlerischen Positionen präsentiert. Beizulegen sind ein Portfolio bisheriger Projekte sowie ein aussagekräftiger Lebenslauf. Bewerbungen als Kollektiv sind möglich.

Was ist sonst noch wichtig?
Die Bewerbungsfrist läuft bis 29.10.
Die einzelnen Ausstellungen haben einen Budgetrahmen von € 5.000
Die ausgeschriebenen Ausstellungen laufen im Herbst 2022 sowie im Frühjahr, Sommer und Herbst 2023.
Der Ausstellungsraum, in dem das Projekt realisiert wird, befindet sich im MUSA, Felderstraße 6-8 / 1010 Wien.

Bewerbungen bitte an: 
michael.netousek(at)wienmuseum.at 
oder per Post an:
Wien Museum
Herrn Michael Netousek
Karlsplatz, 1040 Wien

Wann erfahre ich vom Ergebnis?
Eine Jury wählt die vier kuratorischen Positionen bis 30.11. aus. Die Benachrichtigung erfolgt persönlich.

Weitere Details

Call: Rencontres d’Arles. Curatorial Research Fellowship

The Curatorial Research Fellowship is generously supported by Jean François Dubos.

The Rencontres d’Arles € 20,000 Curatorial Research Fellowship is open to all exhibition curators.

The project chosen will be carried out in two stages:
→ Research
→ Production (after approval)

The maximum € 20,000 grant includes:
→ An initial amount of € 5,000 in copyright acquired for the winner
→ A second amount of € 15,000 for producing the project.

Application deadline:
December 15, 2021.

More information

Call for Entries: Boutographie 2022

Les Boutographies is a festival of contemporary creative photography.

For 22 years, the Boutographies has offered photographers living in Europe the opportunity to present their work in a museum space, the Pavillon Populaire. Meetings and portfolio readings are organized to support and extend the visibility of their projects, thanks to professionals invited especially for them.

The five prizes, awarded by a jury of recognized professionals, and by our partners, complete this commitment to the recognition of their work and their visions of contemporary society in perpetual evolution.

Open to all photographers living in Europe.

Deadline: November 14, 2021

More details

Open Call: BPP – YOUNG PHOTO AWARD

bpp lanciert YOUNG PHOTO AWARD 2022 für junge Kreative

Nach dem großartigen Auftakt in diesem Jahr geht der bpp YOUNG PHOTO AWARD 2022 in eine neue Runde. Mitmachen lohnt sich – die Teilnahme ist kostenfrei! Der bpp vergibt Preise im Gesamtwert von € 10.000,–.

Immer wieder setzt sich der bund professioneller portraitfotografen (bpp) für die Förderung von Nachwuchs-Fotograf*innen ein und ist im Sinne einer modernen Weiterbildung in ganz Europa unterwegs.

Unter der Schirmherrschaft von Vincent Peters und mit freundlicher Unterstützung der Firmen Canon, Nikon, Olympus, Profoto und Sony schreibt der bpp nun zum zweiten Mal diesen begehrten Fotografie-Förderpreis aus.

Das Wettbewerbsthema TYPISCH MANN – TYPISCH FRAU – EIN KLISCHEE? soll die eigene Sicht auf die Geschlechterrollen in den Fokus stellen. Die Gender-Diskussion und die LGBTQIA+Bewegung werfen die grundsätzliche Frage auf, ob es sie noch gibt, die klassischen Mann-Frau Klischees.

Typisch Mann? Typisch Frau? Ist das eine Denke aus »alten Zeiten«? Wie geht die junge Generation um mit neuen Geschlechterbildern? Und wo ist unser eigener, ganz persönlicher Standpunkt zu diesem Thema?
Das Leitmotiv bietet viel Spielraum für eine umfangreiche Auseinandersetzung mit stereotypen Sichtweisen auf das eigene oder auf diverse, andere Geschlechter. Hierbei kann sowohl eine plakative Übertreibung als auch ein reduzierter Approach gewählt werden.

Gesucht werden technisch anspruchsvolle Arbeiten mit künstlerischer Ambition.

Neben Preisen im Gesamtwert von € 10.000,– wird den Bestplatzierten große mediale Aufmerksamkeit zuteil.

Am bpp YOUNG PHOTO AWARD teilnehmen können Studierende der Studienfächer Fotografie, Foto-Design, freie Kunst, Kommunikationsdesign oder Visuelle Kommunikation an staatlich anerkannten Universitäten, Hochschulen oder privatwirtschaftlichen Ausbildungsinstituten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz.
Auch alle selbstständigen Berufsfotograf*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung und Auszubildende im Fotografenhandwerk sind unbedingt aufgefordert mitzumachen.

Eine 9-köpfige internationale Jury aus namhaften Juror*innen wie Vincent Peters (USA), Oliver Rust (CH) und Martin Krystynek (SVK) beurteilt die technische Qualität und den künstlerischen Anspruch der eingereichten Wettbewerbsbeiträge.

Einsendeschluss, 31. 1. 2022

Mehr Informationen zu den Wettbewerbsbedingungen des bpp YOUNG PHOTO AWARD 2022 

Open Call: gute aussichten – junge deutsche fotografie 2021/2022

WER KANN TEILNEHMEN?
Teilnehmen am Wettbewerb gute aussichten – junge deutsche fotografie 2021/2022 können alle Absolvent*innen, die erfolgreich ein Studium an einer deutschen Akademie oder Hochschule in den Fachbereichen Fotografie, Freie Kunst, Gestaltung oder Visueller Kommunikation abgeschlossen haben. Für den Wettbewerb gute aussichten 2021/2022 werden Abschluss-Arbeiten (Bachelor, Master, Meisterschüler, Diplom usw.) aus dem Wintersemester 2020/2021 und dem Sommersemester 2021 angenommen.

WIE KÖNNEN SIE TEILNEHMEN?
Die Einreichung Ihrer Abschluss-Arbeit erfolgt über unser Einreiche-Portal: https://guteaussichten.onlinecontestmanager.de
Jede Einreichung muss das jeweilige Abschluss-Zertifikat der Hochschule beigefügt werden. Die einmalige Gebühr pro Einreichung beträgt 53,50 Euro. Ihre Teilnahme am Wettbewerb gute aussichten 2021/2022 wird erst nach Eingang Ihrer Zahlung wirksam. Für Ihre Zahlung erhalten Sie eine Rechnung.
Mit der Teilnahme versichern Sie, dass Sie Ihren eingereichten Beitrag im Rahmen Ihrer Abschlussprüfung an einer anerkannten Fakultät gemacht haben.
Wenn ein Beitrag prämiert wird, behalten Sie das Copyright und können ihn weiterhin verwenden, z. B. für andere Wettbewerbe (siehe Rechtliche Hinweise).
Der diesjährige, vorläufige Einreichschluss ist Montag, der 25. Oktober 2021.
Die ausgewählten Preisträger*innen werden Ende November 2021 informiert.

WAS GEWINNEN SIE?
Die Gewinner des Nachwuchsförderungsprojektes nehmen an den vorgesehenen Ausstellungen teil, werden ausführlich auf unseren Websites, unseren digitalen Offerten und im Katalog vorgestellt.

DIE JURY 2021/2022
Josefine Raab, Kunstwissenschaftlerin und Gründerin von gute aussichten, Leitung der Jury, Neustadt/Weinstraße
Stefan Becht, Journalist, Mitbegründer von gute aussichten
Dr. Wibke von Bonin, Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin, Köln
Rebecca Sampson, Fotografin, gute aussichten Preisträgerin 2010/2011, Berlin
Amélie Schneider, Bildchefin der Wochenzeitung DIE ZEIT, Hamburg
Frauke Schnoor, Bildchefin des Magazins ZEIT Campus, Hamburg
Katrin Seidel, Kuratorin, Landesmuseum Koblenz
Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg
Ein*e renommierte*r Künstler*in
Die Jury entscheidet verbindlich über die Auswahl der Preisträger*innen und die damit verbundene Teilnahme an den vorgesehenen Ausstellungen. Bei Verstößen gegen die Teilnahmebedingungen behält sich gute aussichten jederzeit den Ausschluss der betroffenen Arbeit vor. Der Rechtsweg ist in jedem Fall ausgeschlossen.

DIE BEWERTUNGSKRITERIEN
Die Jury beurteilt die eingereichten Arbeiten nach den folgenden Kriterien:
• Eigenständiger Umgang mit dem Medium Fotografie;
• Originalität, Kreativität und visuelle Überzeugungskraft;
• Künstlerische Qualität der visuellen Umsetzung;
• Kongruenz zwischen inhaltlichem und bildnerischem Konzept.

Eine handwerklich einwandfreie Umsetzung sowohl der Abschluss-Arbeiten als auch der Ausstellungsprints setzen wir voraus. Sollten die ausgewählten Arbeiten handwerkliche Mängel in der Herstellung, Verarbeitung oder Präsentation aufweisen, können sie durch gute aussichten jederzeit von der Teilnahme an den vorgesehenen Präsentationen ausgeschlossen werden.

DIE AUSSTELLUNGEN
Der Ausstellungszeitraum umfasst ca. 1 Jahr und beginnt voraussichtlich im März 2022. Die für Ausstellungszwecke ausgewählten Exponate werden von Ihnen in museumsüblicher Verarbeitung und Verpackung am ersten Ausstellungsort bereitgestellt. Die Preisträger*innen sind eingeladen an Aufbau, Presseterminen und Eröffnungen jeder inländischen Ausstellung teilzunehmen. Je Erst-Anreise erhalten die Preisträger*innen einen einmaligen pauschalen Auslagenzuschuss von 150,– Euro vom ausstellenden Haus.

Weitere Information zum Call
info@guteaussichten.org
www.guteaussichten.org

 

Aktuelles Ausstellungsprogramm

In dem von Nicole Six & Paul Petritsch entwickelten »Echoraum« werden die Projekte, die zwischen Juni und Oktober diesen Jahres in Eggenberg umgesetzt wurden, in eine Präsentation für den Innenraum von Camera Austria übersetzt, weitere Projekte, die speziell für diesen Raum konzipiert wurden, kommen hinzu. In einer Zeit der Krise drehen sich die »Site-Specific (Public) Lessons« nach wie vor um die Sichtbarmachung der Grundlagen von Öffentlichkeit und Nachbarschaft, die sich im Laufe des Jahres 2020 stark verändert haben.
Damit bleibt das Vorhaben trotz veränderter Umstände aufrecht, mit jenen Initiativen in einen Dialog zu treten, die oft kaum sichtbar und nun besonders wichtig und zugleich gefährdet sind. Sie prägen den kulturellen wie sozialen Alltag, das gute Leben in der Nachbarschaft und somit auch jenes in der Stadt insgesamt.

Neue Projekte bis 21. Februar 2021

»ICH BIN DA. Wohnungslosigkeit ist auch weiblich«
Klaus Resch, FH Joanneum »Soziale Arbeit«; Andrea Knafl, Jugend am Werk – housing first (BAWO – Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe)

Um auf weibliche Wohnungslosigkeit aufmerksam zu machen, organisierten Studierende des Bachelorstudiengangs »Soziale Arbeit« der FH Joanneum im Rahmen der Lehrveranstaltung »Projekte und Projektmanagement« im Wintersemester 2019/2020 die Ausstellung »ICH BIN DA – Wohnungslosigkeit ist auch weiblich« in der off_gallery graz.
Ziel des Projekts war und ist es, Stereotype aufzubrechen, denn Wohnungslosigkeit geht über das herkömmliche Bild von auf der Straße lebenden Menschen hinaus. Vor allem betrifft sie nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Aus Scham oder Schuldgefühlen versuchen Frauen, Wohnungslosigkeit zu vermeiden beziehungsweise entstandene Wohnungslosigkeit verdeckt zu leben und ihre Notlage zu verbergen. Zudem fallen obdachlose Frauen in der Öffentlichkeit weniger auf als obdachlose Männer. Dabei ist ein Drittel der Wohnungslosen in Graz weiblich. Frauen scheuen oft mehr als Männer davor zurück, ihre Lage sichtbar werden zu lassen. Sie versuchen auch intensiver als Männer, bei Bekannten unterzukommen, um nicht auf der Straße oder in Einrichtungen für Wohnungslose übernachten zu müssen. Aber ihr Zustand ist genauso prekär wie der männlicher Wohnungsloser.
Ab 09.02.2021 ist die Ausstellung in den Räumlichkeiten von Camera Austria zu sehen.

»Offenes Herbarium«

Natur.Werk.Stadt

Mitarbeiter*innen aus der Natur.Werk.Stadt kartieren drei Straßen bzw. Flächen in Eggenberg in Form eines Herbariums. Es werden auf ausgewählten Flächen Blumen und Gräser gesammelt, gepresst und bestimmt. Die Anzahl der Individuen ist stellvertretend für die Häufigkeit am Fundort. Diese gepressten Pflanzen werden bei Camera Austria ausgestellt, indem sie auf einer Fläche aufgelegt und mit einer Glasplatte beschwert werden. Neben den Flächen findet sich ein Plan, auf dem markiert ist, woher die Pflanzen stammen. Ziel ist es, dass unterschiedliche Flächen mit heterogenen Pflanzen und unterschiedlicher Diversität entstehen. Die Pflanzen repräsentieren die »grüne DNA« der ausgewählten Flächen/Straßen und sind eine Bestandsaufnahme. Mit diesen Bestandsaufnahmen kann in Folge weiter gearbeitet werden.

»Smart City Trees«: Dokumentation einer Rodung
Simone Kocsar, Natur.Werk.Stadt (hosted by Naturschutzbund)

In der Smart City im Grazer Stadtteil Eggenberg mussten aufgrund der Bauarbeiten für die Straßenbahn ca. 50 Bäume gefällt werden, darunter viele Großbäume. Um dies zu dokumentieren, wurden sie noch vor der Fällung fotografiert. Mit den Baumporträts der »Smart City Trees« wird einerseits der Stellenwert natürlicher urbaner Begrünung in der modernen Stadtplanung hinterfragt, andererseits soll ein Impuls gesetzt werden, sich mit dem vielfältigen Nutzen von Bäumen und möglichen Alternativen zur Rodung auseinanderzusetzen. Die Ausstellung wird durch eine Postkartenserie ergänzt.

»Wertschätzung«
Florian Simon, Natur.Werk.Stadt (hosted by Naturschutzbund)

Wertschätzung ist – wissenschaftlich vielfach belegt – ein Grundbedürfnis des Menschen. Wertschätzung ist ein elementarer Treibstoff im Miteinander und ermöglicht ein friedliches und kooperatives Zusammenleben. Durch die Heterogenität der Definitionen sind Enttäuschungen und Missverständnisse im Miteinander vorprogrammiert: wenn nicht klar ist, was der/die Einzelne unter Wertschätzung versteht, kann er/sie den Wunsch nach »mehr Wertschätzung« mit hoherWahrscheinlichkeit nicht erfüllen. Deshalb ist es wichtig, miteinander über das eigene Wertschätzungs-Verständnis ins Gespräch zu kommen und sich und seinen Mitmenschen bewusst zu machen, was als Wertschätzung erlebt wird und was nicht.

Balkonausstellung »WALD«
Büro für Pessi_mismus

Petra Lex vom Büro für Pessi_mismus hat mit den Bewohner*innen der »Wald-Siedlung«, in der sich die Übergangswohnungen der Stadt Graz befinden, gearbeitet und die Bewohner*innen eingeladen, ihre Lieblingsplätze zu Hause zu fotografieren. Die entstandenen Fotos wurden zur Eröffnung der »Site-Specific (Public) Lessons« an die Balkone in der »WALD«-Siedlung in Eggenberg gehängt und kommen jetzt in einer kleinformatigen Variante in unseren Ausstellungsraum.

Camera Austria International 150/151

Die Unsicherheit, die den gesamten Kunst- und Kulturbereich aktuell erfasst, wirkt sich auch auf unsere Arbeit aus: Aufgrund von vorübergehend geschlossenen Ausstellungsräumen weltweit und den damit einhergehenden Verschiebungen und Umstrukturierungen von Programmen, ist auch die Situation für Kunstzeitschriften unvorhersehbarer geworden. Dies beeinflusst natürlich auch das kritische Begleiten von und das Schreiben über Kunst.

Aufgrund der pandemiebedingten Ausnahmesituation haben wir uns entschieden, die kommende Ausgabe von Camera Austria International nicht wie gewohnt im Sommer, sondern mit 9. September 2020 als Doppelausgabe herauszubringen. Das gleich zweifache Jubiläum, das wir mit dieser Doppelnummer begehen – die 150. Ausgabe der Zeitschrift und ihr mittlerweile 40-jähriges Bestehen – nehmen wir zum Anlass, Personen aus dem bisherigen Netzwerk von Camera Austria, aber auch darüber hinaus, einzuladen zu reflektieren: »What’s at Stake / What’s Missing?«. Was steht auf dem Spiel, wenn wir heutzutage über Fotografie im Kontext ihrer veränderten Produktionsbedingungen, ihrer gesellschaftlichen Gebrauchsweisen oder über die vielfältigen Formen ihrer Distribution und Rezeption nachdenken, die allesamt auch die künstlerische Praxis wesentlich beeinflussen? Begleitet wird diese vielstimmige Bestandsaufnahme, deren Ziel es weniger ist, die Präsenz der Fotografie im zeitgenössischen Kunstfeld zu feiern, als sie vielmehr herauszufordern, von einem erweiterten (und doppelt so umfangreichen) Rezensionsteil, der Ausstellungen und Publikationen, die unsere Autor*innen und wir im Frühjahr und Sommer 2020 als relevant empfunden haben, in den Blick nimmt.

VALIE EXPORT Center Linz: Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden
Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Bewerbungsfrist 1. 9. 2019
VALIE EXPORT Center Linz,
Kunstuniversität Linz

An der Kunstuniversität Linz gelangt ein Junior Fellowship für Doktorandinnen und Doktoranden im VALIE EXPORT Center Linz zur Ausschreibung.

Das Dissertationsvorhaben muss folgendes Themenfeld aufgreifen: Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis

Im Rahmen eines Forschungskomplexes zu »Kunst und Sprache in der künstlerischen Praxis« sollen, ausgehend vom Werk VALIE EXPORTs, linguistisch-strukturalistische Aspekte in medialen Werken beforscht werden. Dazu gehören medienkritische und -reflexive Verfahren wie das »Mediale Anagramm« und Aspekte des Spiels, der Kombinatorik, der Überdeterminierung und damit einhergehend der Multivalenz und des (poetischen) Bedeutungsüberschusses. Anagrammatische Kontextverschiebungen stehen für die Künstlerin auch für eine Erkundung der vielfältigen Sprachen der Medien und Repräsentationen von »Wirklichkeit«, die spezifische Bildfindungen mit sich bringen. Der Forschungsgegenstand bezieht sich unter besonderer Berücksichtigung des Werks von VALIE EXPORT auf die Art und Weise, wie strukturelle linguistische und bildkünstlerische Praxen ineinandergreifen.

Es kann ein Stipendium vergeben werden. Das Stipendium ist mit jeweils € 1.200,- pro Monat dotiert und kann zunächst auf 12 Monate vergeben, jedoch bei positiver Evaluierung um maximal 24 Monate verlängert werden. Damit verbunden ist ein Arbeitsplatz an der Kunstuniversität Linz. Die erfolgreiche Bewerberin, der erfolgreiche Bewerber verpflichtet sich zu überwiegender Anwesenheit vor Ort. Mehr als eine geringfügige Fremdtätigkeit neben dem Stipendium ist nicht möglich.

Die Bewerbung kann in Deutsch oder Englisch eingereicht werden, weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Call for Entry: Kiyosato Museum of Photographic Arts – Young Portfolio

Young Portfolio is a program organized by the Kiyosato Museum of Photographic Arts (K*MoPA) to support young photographers from around the world by exhibiting and acquiring their works for our permanent collection.
Anybody under the age of 35 is welcome to submit their works. We are looking for works by devoted photographers who are passionate about their creative efforts.
It is not a contest in which people are only eligible to win a prize once. Multiple submissions may be made up until the age of 35. We hope that by selecting works by the same young artist on a regular basis, we will help build their confidence.
Young Portfolio is unique in that it invites the wider world to recognize the true value of these young artists‘ abilities while simultaneously preserving their work for posterity.

The 2019 selection committee:
Kikuji Kawada, Kyoichi Tsuzuki, Eikoh Hosoe (Director of the Museum)

Application period:
April 15 – May 15, 2019

For submission guidelines: www.kmopa.com

Call: The Andrei Stenin International Press Photo Contest 

The Andrei Stenin International Press Photo Contest  is open to participants aged 18 to 33. It aims to promote young photographers and support them in their strive for professional perfection.

The 2019 contest will showcase five categories for which young photographers can vie for awards:

1. Top News. Important events in the life of individuals and nations as a whole are the main subject of entries in the category: major political and social events; reports from war zones and places struck by natural disasters; decisive moments in people’s lives.

2. Sports. This category involves entries, which captured moments in sport: victories of athletes and dramatic losses; daily sports training; the beauty of sports competitions.

3. My Planet. This category involves entries reflecting the entire multicolored palette of topics and images from all over the world. The author’s task is to show an everyday life kaleidoscope in its timeless beauty and harmony, uniting scenes from everyday life; the life of big cities and small towns; nature pictures; ethnographic and religious holidays.

4. Portrait. A Hero of Our Time. This category involves entries such as individual or group portraits of people. Photos can be documentary and posed. The determining factor in this category is the author’s ability to reveal the inner world of his characters, express their mental qualities and character through the uniqueness of their appearance and looks as a whole.

5. Inspiration. The photos in this category focus on using the camera to capture the positive creative energy that accompanies the creative process. Any work that was inspired or became the manifestation of inspiration itself, whether it’s a landscape, a colorful genre or ethnic shot, or a portrait of a child or adult taken in different styles using various techniques, are eligible to participate.

Entries can contain a single photograph or series of no more than 12 photographs.  Minor cropping, or balance (white balance) or density (brightness, contrast) correction is acceptable. Framed images, collages, photos that have been significantly photoshopped, with parts of the image edited, deleted or replaced with a different image, will not be accepted.
Photos will be uploaded in the JPG format. The acceptable compression will not exceed 10. The image is to be no less than 2,200 pixels and no more than 5,700 pixels by its longer side.

The file name must contain the serial number of the photograph, name and last name of the author, title and year it was shot, separated by underscores, for example: 01_Smith_James_The_Spring_2011. The name of the file must be given in Latin script. The file size must not exceed 20 Mb. The file must also contain all the EXIF data.

Entries are uploaded and stored by the participant on his or her personal page at stenincontest.com. Photos can be added or replaced until the participant submits the entry. After the entry is submitted, photos can no longer be added or replaced.

Photographs must have been taken after January 1, 2018. In exceptional cases, series of photographs started in previous years are accepted. In such case, the last photograph of the series must have been taken in 2018 or 2019.

A complete list of requirements can be found in the Contest Rules.

More information: https://stenincontest.com

Bundeskanzleramt: Ausschreibung Startstipendium 2019

Bildende Kunst, Architektur und Design, Fotografie und Medienkunst

Zweck/Intention: Die Startstipendien stellen eine Anerkennung und Förderung für das Schaffen junger Künstlerinnen und Künstler dar. Sie sollen die künstlerische Entwicklung vorantreiben und den Einstieg in die österreichische und internationale Kunstszene erleichtern.

Zielgruppe: Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben (Meldezettel),
– wenn ihr einschlägiger Studienabschluss nicht länger als fünf Jahre zurück liegt oder
– wenn sie keinen einschlägigen Studienabschluss haben (und auch nicht immatrikuliert sind) und nach dem 31.12.1983 geboren wurden.

Ausnahmen müssen gesondert erläutert werden und können nur dann berücksichtigt werden, wenn sich z.B. die Ausbildung in Zusammenhang mit einer Familiengründungs- bzw. Erziehungsphase oder durch schwere Krankheit verzögert hat. Die aufschiebende Wirkung beträgt max. 5 Jahre.

Die Bewerbung von Studierenden ist nicht möglich, von der Bewerbung sind alle an einer Universität/Fachhochschule immatrikulierten Personen ausgeschlossen sowie Personen, die bereits ein Startstipendium (egal welcher Sparte) erhalten haben. Kunstschaffende, die für das Jahr 2019 ein Förderatelier, ein Auslandsatelier oder ein sonstiges Langzeitstipendium (6 Monate oder länger) zugesprochen bekommen haben, können zeitgleich nicht für ein weiteres Stipendium berücksichtigt werden. Eine Bewerbung ist nur in einer der ausgeschriebenen Sparten möglich.

Stipendienanzahl: insgesamt 30 Stipendien in folgenden Bereichen
– Bildende Kunst (10 Stipendien)
– Architektur und Design (10 Stipendien)
– Fotografie (5 Stipendien)
– Medienkunst (5 Stipendien)

Stipendiendauer: Laufzeit jeweils 6 Monate, beginnend mit August 2019

Stipendienhöhe: Dotierung mit je EUR 7.800,–

Alleinerziehende: Ein erhöhtes Stipendium steht zu, wenn die Antragstellerin/der Antragsteller zum Zeitpunkt der Antragstellung Familienbeihilfe für mindestens ein Kind erhält und für den Zeitraum des beantragten Stipendiums nicht in einer Partnerschaft (Ehe, Lebensgemeinschaft, eingetragene Partnerschaft) lebt. Als Nachweis der Sorgepflichten ist die Bestätigung über den Bezug von Familienbeihilfe vorzulegen. Alleinerziehende erhalten, falls ihnen ein Stipendium zugesprochen wird, einen um den Betrag von EUR 200,– per Monat erhöhten Stipendienbetrag, das Alleinerziehenden-Formular muss ausgefüllt beigelegt werden.

Einsendeschluss: 15. Juli 2019 (es gilt das Datum des Poststempels)
Der Briefumschlag ist mit deutlich sichtbarem Vermerk »Startstipendium + Sparte« zu kennzeichnen.

Einreichung: Alle Unterlagen sind in deutscher Sprache und in einfacher Ausfertigung einzusenden. Die Bewerbung hat zu enthalten:
– genau ausgefülltes Bewerbungsformular Startstipendium unter http://www.kunstkultur.bka.gv.at
– Angaben zum geplanten Arbeitsvorhaben mit einer Kurzfassung (maximal 1 Seite)
– Lebenslauf mit Geburtsdatum, Geburtsort, Angabe der Staatsbürgerschaft und Angaben zur Ausbildung (Universität, Klasse, ProfessorInnen) und zur bisherigen künstlerischen und beruflichen Tätigkeit
– Kopie des Abschlusszeugnisses sowie Kopie des Meldezettels
– Portfolio/Mappe der bisherigen Arbeiten (keine Originale, keine Sammelkataloge). Eine Einreichung in digitaler Form oder die alleinige Angabe eines Links ist nicht ausreichend
– Einreichungen sind per Post zu schicken oder persönlich abzugeben, Einreichungen per E-Mail sind nicht zulässig. Die Ausschreibung kann auch auf der Webseite der Sektion für Kunst und Kultur eingesehen werden (http://www.kunstkultur.bka.gv.at). Alle Unterlagen sind namentlich zu kennzeichnen.

Vergabe: Die Vergabe des Stipendiums erfolgt auf Vorschlag einer unabhängigen Jury. Der Jury werden nur vollständige Bewerbungen vorgelegt. Alle Bewerberinnen und Bewerber werden vom Ergebnis schriftlich informiert. Es erfolgen keine verbalisierten Begründungen der Juryentscheidungen. Eingereichtes Bildmaterial wird im Postweg retourniert. Für Beschädigung oder Verlust der Unterlagen kann keine Haftung übernommen werden. Nicht fristgerecht eingebrachte Bewerbungen bzw. Bewerbungen mit unvollständigen Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Nachweis: Mit der Annahme des Stipendiums verpflichten sich die StipendiatInnen, der Abteilung II/6 bis spätestens drei Monate nach Ablauf des Stipendiums einen ausführlichen Bericht inklusive Dokumentationsmaterial über die erfolgte Tätigkeit vorzulegen.

Postadresse: Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur Abteilung II/6, Concordiaplatz 2, 1010 Wien

Ansprechperson: Dr. Herbert Hofreither, herbert.hofreither@bka.gv.at

Kathrin Schönegg erhält den DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte 2018

Der DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte, der alle zwei Jahre von der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgeschrieben wird, wird in diesem Jahr an Kathrin Schönegg für ihre Dissertationsarbeit Fotografiegeschichte der Abstraktion vergeben.

Kathrin Schönegg, Jahrgang 1982, studierte Germanistik, Kunst- und Medienwissenschaften sowie Soziologie an der Universität Konstanz. Sie war von 2010 bis 2013 Promotionsstipendiatin am DFG-Graduiertenkolleg Das Reale in der Kultur der Moderne (Universität Konstanz) und von 2013 bis 2015 Stipendiatin im Programm Museumskuratoren für Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. 2016/17 kuratierte sie zusammen mit Florian Ebner, Christin Müller sowie Fabian Knierim, Boaz Levin und Kerstin Meincke die Biennale für aktuelle Fotografie 2017 (Farewell Photography, Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg). Als Thomas-Friedrich-Stipendiatin für Photographieforschung (Berlinische Galerie) arbeitete sie zu Heinz von Perckhammers Pressephotographie. Ihre Promotion schloss sie 2018 mit dem Prädikat summa cum laude ab.

Die Ausschreibung des DGPh-Forschungspreises für Photographiegeschichte hatte wieder eine erfreulich große Resonanz: Es wurden 55 Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht, dieses Mal mit einem besonders hohen Anteil an sehr anspruchsvollen Dissertationen. Die Einsendungen gaben ein eindrucksvolles Bild der thematischen Breite und methodischen Vielfalt der gegenwärtigen Photographieforschung. Es waren sowohl Studien zu Einzelwerken vertreten als auch zu spezifischen Genres, zu Gebrauchsweisen des Mediums in wissenschaftlichen oder polizeilichen Kontexten sowie zu seinen propagandistischen Einsätzen oder zur Diskursgeschichte photographischer Technologie ebenso wie zu Aspekten der Gegenwartskunst, zu publizistischen, archivalischen und ästhetischen Problemstellungen. Die Arbeiten aus einem Zeitraum von den Anfängen bis zur Internetphotographie und zu Kontexten von der Kolonialgeschichte bis zur zeitgenössischen visuellen Kultur belegen einmal mehr die Bedeutung, die dem Medium der Photographie inzwischen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen zugemessen wird.

Kathrin Schönegg hat mit ihrer Dissertation Fotografiegeschichte der Abstraktion ein Grundlagenwerk zur Bild- und Diskursgeschichte photographischer Abstraktion vorgelegt. Sie hält der Kanonisierung des Phänomens unter den Prämissen der Kunsttheorie eine eigenständige, historisch fundierte, Begriffsanalyse entgegen, die jeweils an die Grundfeste des Photographischen rührt. In einer Durchquerung der Photographiegeschichte von den experimentellen Anfängen über ihre (pseudo)wissenschaftlichen, angewandten und künstlerischen Kontexte bis hin zur Abstraktion unter den Vorzeichen des Digitalen gelingt Schönegg die überzeugende Rekonstruktion photographischer Medialität jenseits und diesseits der Abbildlichkeit.

Der Jury gehörten Dr. Susanne Holschbach und Dr. Esther Ruelfs als Vorstand der Sektion Geschichte und Archive sowie Prof. Winfried Gerling, Dr. Gisela Parak und die vorherige Preisträgerin, Dr. Katharina Steidl, als Beirat an.

Msgr. Otto Mauer Preis 2018 an Anna Witt

Der Otto Mauer Fonds vergibt die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung heuer zum 38. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Diesjährige Preisträgerin ist die in Wien lebende und arbeitende deutsche Künstlerin Anna Witt.

Der Preis wird von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Mittwoch, den 28. November 2018 um 19.30 Uhr in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien, an Anna Witt vergeben. Im Hinblick auf die begrenzte TeilnehmerInnenzahl wird um Anmeldung unter werner@kunstpresse.at gebeten.

Am 18. Dezember 2018 um 19.30 Uhr findet in der Konzilsgedächtniskirche, Kardinal-König-Platz, 1130 Wien, ein Screening ausgewählter Videoarbeiten von Anna Witt mit anschließendem Künstlergespräch mit Gustav Schörghofer SJ statt. Aufgrund von Umbauarbeiten kann in diesem Jahr keine Ausstellung im JesuitenFoyer stattfinden.

Zur Zeit sind Arbeiten von Anna Witt in folgenden Gruppenausstellungen zu sehen: »Der Wert der Freiheit« im Belvedere 21 in Wien (19. September 2018 bis 10. Februar 2019), »Klassenverhältnisse« im Kunstverein in Hamburg (27. Oktober 2018 bis 27. Jänner 2019) und »Was ist Wahr« im Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg (18. November 2018 bis 13. Januar 2019).

 

Begründung der Jury

Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2018, bestehend aus Iris Andraschek (Künstlerin), Stella Rollig (Direktorin, Belvedere Museum Wien), Toni Schmale (Mrsgr. Otto Mauer Preisträgerin 2017), Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien) und Gustav Schörghofer SJ, entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis Anna Witt zuzuerkennen.

Anna Witts künstlerisches Œuvre besteht aus performativen Interventionen und Videoinstallationen. In ihren kommunikativen Arbeiten wendet sie sich einem breiten Spektrum an Personen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten zu und macht sie zu ihren KollaborateurInnen. Zentral ist dabei die Rolle der körperlichen Präsenz, die Sichtbarmachung von Politik und der menschliche Körper als deren Träger. Nach ihrer eigenen Aussage stellt Witt Personen einen Handlungsraum zur Verfügung, den sie selbst gestalten können. Sie schafft Räume zur Freisetzung eines kreativen Potentials.

Witts künstlerische Praxis zeichnet sich dadurch aus, thematische Brennpunkte unseres Zusammenlebens, in denen sich soziale, politische und ökonomische Rahmenbedingungen widerspiegeln, erfahr- und verhandelbar zu machen. Ob in der direkten Interaktion mit Passantinnen und Passanten im öffentlichen Raum oder in der gezielten Zusammenarbeit mit Einzelnen und Gruppen, geht es stets darum, in der von ihr gesetzten Situation einen Handlungsraum für jene zu schaffen, die zu ihren Werken beitragen.

Die in ihren Arbeiten behandelten Themen sind vielfältig: Reflexion von medialen Bildwelten bei Jugendlichen, individuelle Erfahrungen von Flucht, von Sexarbeiterinnen oder auch von PassantInnen in einer Shopping Mall. Durch simple Kunstgriffe schafft sie Empathie für die Menschen, die in ihren Arbeiten im Mittelpunkt stehen, tritt aber dabei nicht notwendig in den Vordergrund. Anna Witt verhandelt die Autorschaft durch das Partizipatorische und stellt dadurch die klassische Künstlerposition zur Debatte, aber – und das ist bemerkenswert – in einer leichten, humorvollen Art und Weise.

Ausschlaggebend für die Zuerkennung des Msgr. Otto Mauer Preises war ihr auf einem hohen künstlerischen Niveau erbrachtes soziales Engagement. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Situation erscheint der Jury die künstlerische Position von Anna Witt besonders unterstützenswert. Der Otto Mauer Preis 2018 wird somit einer Künstlerin verliehen, die es versteht,

gesellschaftlich relevante Themen mit Witz und Leichtigkeit, aber auch mit Präzision in einer qualitativ hochwertigen künstlerischen Form auf den Punkt zu bringen.

In den vergangenen 38 Jahren waren insgesamt rund 95 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.

 

Bisherige PreisträgerInnen
Folgende KünstlerInnen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten:
Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013) Nilbar Güreş (2014), Catrin Bolt (2015), Andreas Fogarasi (2016) und Toni Schmale (2017).

Weitere Informationen: www.otto-mauer-fonds.at

Exhibition: Mimicry – Empathy

September 28th – November 30th 2018

Lajevardi Foundation Tehran
Ground floor, Building No. 32, No. 20 Sepand St., 
Villa St., Karim Khan, Tehran, Iran

Artists: BLESS, Ulla von Brandenburg, Susanne Bürner, Berta Fischer, Sofia Hultén, Jochen Lempert, Alexandra Leykauf, Annette Kelm, Wiktor Gutt/Waldemar Raniszewski.

An exhibition project initiated by Susanne Bürner. The screening program includes films by Harun Farocki, Daria Martin, James Richards and more.

MIMICRY—EMPATHY is an exhibition on the dissolution of the self as a gesture a of empathy, with screenings, curated by Anne-Sophie Dinant and Amirali Ghasemi, at the the Lajevardi Foundation in Karim Khan, Tehran.
In biology, mimicry implies a mostly visual adaptation to a different life form, which could be beneficial in some situations and, ultimately, secure survival. Besides making someone less visible, mimicry can also be a way of becoming more attractive, to be seen and favored over others.
In any case, the recipient of mimicry will get a misleading signal and will be deluded. These mechanisms are not only practised by animals but play into various social phenomena. For teenagers, trying to blend into a prevailing society can be a way to test their affiliation to various groups and life schemes, and to ultimately develop their own identity, based on their experience.
In wartime, humans try to make themselves invisible for rather obvious reasons. During WWI, the French started to match the colors of a missile shaft with the colors of the battlefield and thus invented camouflage. From the beginning, they had their disruptive patterns designed by visual artists, often cubists as André Mare. Other countries followed their example.
In any case, the evolution of mimicry requires a certain amount of empathy to help understand the structure of the system one wants to be a part of. Thus, visual assimilation can only be created through engagement with the thinking and the strategies of the counterpart, sometimes even of the opponent. Spies are very much forced to understand the life of others, which can lead to their conversion. It is this exact empathy that blurs the boundaries between the imitator and the model and that allows for total identification.
The Mimicry—Empathy exhibition negotiates these emotionally uncontrollable aspects of adaptation and challenges the construction of cultural identities.

More information: www.lajevardifoundation.com