Platform Wars

Infos

Eröffnung
13.3.2026, 18:00

Zeitraum
14.3. – 17.5.2026

Öffnungszeiten
Di – So und an Feiertagen
10:00 – 18:00

Führungen
Deutsch, Englisch
kostenlos, nach Vereinbarung:
exhibitions@camera-austria.at
+43 316 81555016

Mit Arbeiten von
S()fia Braga, Joshua Citarella, Ganslmeier & Zibelnik, Zarina Nares, Frida Orupabo

Kuratiert von
Mona Schubert

S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

Intro

Die Gruppenausstellung Platform Wars untersucht, wie sich zentralisierte Online-Plattformen – Instagram, Facebook, X und TikTok – von Kanälen für den Austausch von Texten oder Bildern zu mächtigen politischen und wirtschaftlichen Infrastrukturen entwickelt haben. Plattformen sind keineswegs neutrale Speicherorte für nutzergenerierte Inhalte, sondern üben durch algorithmische Kuratierung, unsichtbare Moderationssysteme und Nutzer*innenrichtlinien enormen Einfluss auf unseren Alltag aus. Ihre Funktionsweisen prägen nicht nur die kulturelle Produktion, sondern auch soziale Dynamiken von Sichtbarkeit, Identitätsbildung und politischer Meinungsbildung.

Die im Kontext von Platform Wars präsentierten künstlerischen Positionen von S()fia Braga, Joshua Citarella, Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik, Zarina Nares und Frida Orupabo erforschen, wie kapitalistische Imperative die digitale Aufmerksamkeitsökonomie bestimmen, wie sich hierarchische Systeme in Online-Communities ausbreiten und wie postdigitale Ästhetiken die visuelle Kultur verändern. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Bild von Plattformkulturen und potenziellen Formen des Widerstands.

Platform Wars

Im Herbst 2025 lud Donald Trump die CEOs führender Tech-Unternehmen zu einem Dinner ein. Unter den Gäst*innen befanden sich unter anderem die Chefs von Meta, des ChatGPT-Entwicklers OpenAI und von Alphabet, dem Mutterkonzern von Google. Auffällig abwesend war Elon Musk, CEO von Tesla, SpaceX und X sowie ehemaliger Vertrauter Trumps. Musk hatte Anfang 2025 noch als Berater des US-Präsidenten fungiert, sich jedoch mit ihm innerhalb kürzester Zeit überworfen. Mit 13 Milliardären und zahlreichen weiteren Gäst*innen mit Millionenvermögen zählte die Veranstaltung zu den wohlhabendsten Zusammenkünften in der Geschichte des Weißen Hauses.¹

Sie markierte eine überraschende Kehrtwende von Trumps historisch angespanntem Verhältnis zur Tech- und KI-Branche. Nach Jahren öffentlicher Angriffe und sogar der Gründung seiner eigenen Online-Plattform, Truth Social, im Jahr 2022, sucht Trump nun den Schulterschluss mit genau jenen Konzernen, deren Marktmacht er einst scharf kritisiert hatte. Für die Big Tech-Unternehmen bedeutet die Nähe zur US-amerikanischen Regierung vor allem eines: Einfluss. In einer zunehmend umkämpften globalen Technologielandschaft wird politische Kooperation zum Standortvorteil – selbst, wenn sie auf Kosten zuvor propagierter ethischer Werte geht. Seit Trumps Wahlsieg 2024 hat sich die US-Tech-Branche verstärkt republikanischen Ansichten angenähert und Initiativen für Vielfalt und Gleichberechtigung deutlich zurückgefahren.

Dieser Annäherung liegt eine längere Entwicklung zu Grunde: Auf den anfänglichen Plattform-Optimismus, der die Mitte der 2000er-Jahre prägte, als soziale Medien Teilhabe und damit eine Demokratisierung digitaler Räume versprachen, folgte eine Dekade der Skepsis.² Mit der Ausbreitung von Fake News, extremistischer Mobilisierung und gezielt gestreuter Desinformation sowie daraus resultierenden juristischen Verfahren³ wurden die »Tech-Lords«4 mit den negativen Auswirkungen der von ihnen geschaffenen Werkzeuge konfrontiert. Anfang der 2020er-Jahre folgten größere wirtschaftliche Umstrukturierungen etwa durch den Einsatz von Dachkonzernen: 2021 wurde Facebook in einer Rebranding-Kampagne Teil der globalen Infrastruktur Meta. Nur ein Jahr später machte Elon Musks Übernahme von Twitter – einem Sprachrohr, das insbesondere von Journalist*innen viel genutzt wurde – und dessen Umbenennung zu X die Fragilität bestehender Schutzmechanismen deutlich. Zugleich wuchs ein geopolitisches Bewusstsein: TikTok, die erfolgreiche Kurzvideo-App des chinesischen Techkonzerns Bytedance und erste große Social-Media-Plattform außerhalb der USA, wurde Anfang 2025 in den Vereinigten Staaten faktisch verboten – offiziell aus Gründen der nationalen Sicherheit. Das Ereignis verdeutlicht, dass Plattformen längst zum Spielfeld staatlicher Interessen geworden sind.

Bezugnehmend auf diese Entwicklungen untersucht die Grup­penausstellung Platform Wars, wie sich zentralisierte Online-Plattformen – Instagram, Facebook, X und TikTok – von Kanälen für den Austausch von Texten oder Bildern zu mächtigen politischen und wirtschaftlichen Infrastrukturen entwickelt haben. Diese Plattformen sind keineswegs neutrale Speicherorte für nutzergenerierte Inhalte, sondern üben durch algorithmische Kuratierung, unsichtbare Moderationssysteme und Nutzer*innen­richtlinien enormen Einfluss auf unseren Alltag aus. Ihre Funktionsweisen prägen nicht nur die kulturelle Produktion, sondern auch soziale Dynamiken von Sichtbarkeit, Identitätsbildung und politischer Meinungsbildung.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die fortlaufende Blogserie »The Platform Wars« (seit 2023) des Künstlers und »Doomscroll«-Podcast-Moderators Joshua Citarella. In dieser setzt er sich mit dem Wandel der Plattformkulturen und Online-Subkulturen auseinander und stellt dabei spekulative Fragen danach, wie deren Infrastrukturen verhandelt, umfunktioniert oder unterwandert werden könnten.5 Vor diesem Hintergrund präsentiert die Ausstellung Platform Wars fünf internationale künstle­rische Positionen, die untersuchen, wie kapitalistische Imperative die digitale Aufmerksamkeitsökonomie bestimmen, wie sich hierarchische Systeme in Online-Communities ausbreiten und wie postdigitale Ästhetiken die visuelle Kultur verändern. »Plattformen« werden dabei nicht als rein technologische Räume verstanden, sondern als soziopolitische Austragungsorte, an denen kommerzielle Imperative, ideologische Agenden und Nutzer*inneninteressen aufeinanderprallen. Anstatt technologische Entwicklungen zu illustrieren, formulieren die ausgewählten künstlerischen Positionen kritische Thesen darüber, wie sich Bildpolitiken im Netz entfalten.

Im Alltag der Nutzer*innen werden Plattformlogiken besonders dort sichtbar, wo sie zur Erwerbsgrundlage werden: In ihrer Installation Platform Workshippers (2023–2025) untersucht S()fia Braga die Zusammenhänge von Online-Identität, Selbstvermarktung und digitaler Arbeit. Mithilfe eines Kompassdiagramms kartiert die Künstlerin verschiedene User*innen-Archetypen – von Daily Vlogger*innen über NPC-Streamer bis hin zu WIII GRWM – und verbindet sie mit dem mythologisch-religiösen Symbol des Baums des Lebens. So entsteht eine Kosmologie der postdigitalen Welt. Der Titel der Arbeit ist ein Wortspiel: »Workshipper« verbindet den Begriff »work«, also Arbeit, mit »worship«, der Verehrung beziehungsweise dem Ritual. Der Neologismus verweist auf die rituellen Dimensionen der Plattformarbeit: Nutzer*innen agieren gleichzeitig als Arbeiter*innen und als Gläubige. Feeds und Livestreams sind nicht nur Orte der Unterhaltung oder Flucht, sondern gleichsam Werkzeuge der individuellen Einkommensgenerierung und Motoren der ständigen Wertschöpfung von Plattformen.

Während Braga die ritualisierten Dynamiken postdigitaler Arbeit untersucht, richtet Joshua Citarella den Blick auf die ideolo­gischen Selbstverortungen innerhalb plattformbasierter Öffentlichkeiten. Seine Serie e-deologies (2020–2025) versammelt im Netz aufgefundene Flaggen, die meist von Teenager*innen entworfen werden und verschiedene politische Ideologien miteinander verschmelzen. Hier trifft man beispielsweise auf kuriose und eigentlich entgegengesetzte Zusammenschlüsse wie »Anarcho-primitivistischer Kalifatismus«, der die Ablehnung moderner Zivilisation (Anarcho-Primitivismus) mit der autoritären Machtordnung eines islamisch legitimierten Herrschaftssystems (Kalifat) verbindet. Häufig werden diese Flaggen durch Print-on-Demand-Services günstig produziert und an die Wände von Kinder- und Jugendzimmern gehängt – ähnlich, wie es die vorherigen Generationen Gen X oder die Millennials mit Bandpostern taten. Diese hyper-spezifischen Kategorien erlauben es der Gen Z, sich in einer zunehmend chaotischen Online-Politiklandschaft zu positionieren.

Wie schnell solche spielerischen Formen politischer Selbstverortung in radikalisierte Weltbilder kippen können, wird in der Arbeit von Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik deutlich. In ihrer multimedialen Installation Bereitschaft (2024–2025) macht das Künstler*innen-Duo die ideologischen Unterströmungen sichtbar, die in sogenannten GymBro-Fitness-Communities und extre­men Selbstoptimierungspraktiken wie »Looksmaxxing«, »Bone­smashing« und »Mewing« verankert sind. Diese Verhaltensweisen werden nicht mehr nur auf subkulturellen, kontroversen Foren-Websites wie 4chan und Reddit verbreitet, sondern sind längst im Mainstream, insbesondere in videobasierten Social Media-Apps wie TikTok angekommen. Sie bilden dabei nicht nur Nischenästhetiken, sondern stehen in Verbindung mit dem erstarkenden Rechtspopulismus im Globalen Norden.6 Die Installation richtet den Blick auch auf die strukturellen Dynamiken sozialer Medien, in denen algorithmische Verstärkung User*innen-Engagement über kritische Medienkompetenzen stellt und die Verbreitung extremistischer Ideologien und Radikalisierung begünstigt.

Während Ganslmeier & Zibelnik die Verknüpfung von Plattformlogiken, toxischer Männlichkeit und Radikalisierungsdyna­miken offenlegen, beschäftigt sich Zarina Nares mit der Frage, wie das Verständnis von Weiblichkeit auf sozialen Plattformen geformt und performativ für Klicks, Aufmerksamkeit und Konsum inszeniert wird. Um diese Mechanismen offenzulegen, appropriiert Nares in ihrer Videoarbeit Meditation For Releasing The Capitalist Patriarchy Within (2022) populäre Content-Formate – etwa Hauls, Vlogs oder Selbstoptimierungsvideos – und führt sie bewusst überzeichnet aus. Attraktivität und Begehrlichkeit werden zu erstrebenswertem Kapital, das den männlichen Blick und kommerzielle Interessen bedient. Besonders für junge Frauen, die in diesen digitalen Räumen Orientierung suchen, werden solche Bilder zu Versprechen sozialer Anerkennung und sie dienen als normative Vorlagen, an denen sich Selbstwahrnehmung, Konsumverhalten und Wertgefühl ausrichten.7

Frida Orupabo zeigt schließlich, wie künstlerischer Widerstand direkt auf den Plattformen selbst stattfinden kann. Ihre Videoinstallation Conversations (2025) geht auf ihren Insta­gram-Account @nemiepeba zurück, mit dem sich die Soziologin und künstlerische Autodidaktin erstmals an eine Öffentlichkeit wandte. Während heutzutage die meisten Künstler*innen ihre Social-Media-Feeds zur Vermarktung ihrer künstlerischen Arbeit nutzen,8 ist er bei Orupabo ein visuelles Werkzeug zur Sichtbarmachung struktureller Ungerechtigkeit. Aus historischen Auf­­nahmen, aus ethnografischen, medizinischen und wissenschaftlichen Quellen sowie aus Kunst und Popkultur extrahiert sie Darstellungen des Schwarzen, meist weiblich-gelesenen, Körpers, um auf Kolonialismus, Rassismus und Sexismus aufmerksam zu machen. Die Kuratierung dieser aus dem alltäglichen Medienpool gezogenen Fragmente erzeugt eine vielschichtige Assemblage, die zugleich Zeugnis ablegt und irritiert. Tina M. Campt hat diesen Zugang, der sich auch in den Werken von Deana Lawson und Arthur Jafa spiegelt, 2021 so beschrieben: »What defines and unites their divergent practices is their ability to make audiences work. They refuse to create spectators, as it is neither easy nor indeed possible to passively consume their art. Their work requires labor—the labor of discomfort, feeling, positioning, and repositioning—and solicits visceral responses to the visualization of Black precarity.«9 Indem Orupabo Instagram nicht nur als Archiv, sondern auch als performatives Instrument nutzt, unterwandert sie die Logiken von schneller Bildzirkulation und unreflektiertem Medienkonsum. Deutlich wird, wie tief rassistische Diskriminierung sowie koloniale und geschlechtsspezifische Gewalt noch immer in zeitgenössischen – und insbesondere auch netzbasierten – Bildkulturen verankert sind.

Die vorgestellten Arbeiten, die zwischen 2020 und 2025 entstanden sind, bieten eine Bestandsaufnahme der Dynamiken zentralisierter Social-Media-Plattformen – von der rituellen Arbeitslogik über ideologische Selbstverortung und Gender-Inszenierungen bis hin zu rassistischen Strukturen. Diese sind jedoch nicht allein kulturell oder ökonomisch geprägt, sondern stehen auch, wie eingangs beschrieben, zunehmend im Zentrum geopolitischer Machtinteressen.

Künstliche Intelligenz wird die Reichweite, Geschwindigkeit und Komplexität dieser Mechanismen massiv verstärken. 2026 könnte das erste Jahr sein, in dem Bildinhalte so stark von KI beeinflusst oder generiert werden, dass wir kaum mehr erkennen können, was »echt« und »wahr«10 ist. Wenn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend verschwimmen, könnten Bias, Radikalisierung und algorithmisch gesteuerte Propaganda noch wirkmächtiger werden. Die Vermittlung dieser Prozesse wird die nächste große Aufgabe von Kultur- und Bildungseinrichtungen sein – und genau hierzu können künstlerische Arbeiten entscheidend beitragen: Sie ermöglichen es, Mechanismen, Strukturen und Spannungen auf Plattformen zu erfassen und in eine kritische, sinnlich erfahrbare Form zu übersetzen.

1 Dave Smith, “Meet all 33 Silicon Valley power players at Trump’s high-profile tech dinner—and here’s Elon Musk’s explanation for why he wasn’t there,” Fortune, September 5, 2025, https://fortune.com/2025/09/05/trump-tech-dinner-full-attendee-list/.
2 Joshua Citarella and Jakob Hurwitz-Goodman, On Platforms, from the series When Guys Turn 20, dis.art, 2023, https://dis.art/on-platforms.
3 This is reminiscent of several developments: the Facebook–Cambridge Ana­lytica data scandal in 2018, which exposed the political use of grossly exploited user data; the storming of the US Capitol on January 6, 2021, an event in which social networks, especially Twitter (today, X), played a pivotal role by helping to radicalize and mobilize those involved; and the proceedings initiated in 2025 by the European Commission against Meta (owner of platforms like Instagram and Facebook) based on the EU Digital Services Act (DSA) due to insufficient measures against disinformation and a lack of transparency.
4 See Jodi Dean, “The Neofeudalising Tendency of Communicative Capitalism,” tripleC 22, no. 2 (2025), pp. 197–207, and also Jodi Dean, Capital’s Grave: Neofeudalism and the New Class Struggle (New York: Verso Books, 2025).
5 See various contributions by Joshua Citarella: “The Platform Wars,” Substack, May 10, 2023, https://joshuacitarella.substack.com/p/the-platform-wars; “Platform Wars (part 2): Twitter & the Blue Check,” Substack, June 7, 2023, https://joshuacitarella.substack.com/p/platform-wars-part-2-twitter-and; “Platform Wars (part 3): TikTok & Geopolitics,” Substack, August 9, 2023, https://joshuacitarella.substack.com/p/platform-wars-part-3-tiktok-and-geopolitics; and “Platform Wars (part 4): A Public Option for Social Media,” Substack, October 11, 2023, https://joshuacitarella.substack.com/p/platform-wars-part-4-a-public-option. On this topic, see also Mike Pepi, Against Platforms: Surviving Digital Utopia (New York and London: Melville House, 2025).
6 See also Angela Nagle, Kill All Normies: Online Culture Wars from 4chan and Tumblr to Trump and the Alt-Right (Winchester: Zero Books, 2017). Inke Arns and HMKV, eds., Der Alt-Right-Komplex: Über Rechtspopulismus im Netz, exhibition magazine by HMKV, no. 1 (2019).
7 See also Sophie Publig and Charlotte Reuß, “Becoming-Girl: On Posthuman Subjectivities and Algorithmic Epistemologies,” artist talk, Aksioma, Ljubljana, May 13, 2025, https://aksioma.org/ayasu/artist-talks/becoming-girl/.
8 See Annekathrin Kohout and Wolfgang Ullrich, eds., “art meets social media: Schöne neue Kunstwelt,” Kunstforum 305 (2025), pp. 48–59. This also calls to mind the practices of self-staging by Amalia Ulman (Excellences & Perfections, 2015) and Andy Kassier (Success Is Just a Smile Away, 2013–ongoing) which started being performatively carried out through fictional influencer accounts in the 2010s (and have continued in the years since).
9 Tina M. Campt, A Black Gaze: Artists Changing How We See (Cambridge, MA: The MIT Press, 2021), p. 17 (emphasis in the original). On this, also see “Tina Campt on A Black Gaze and Frida Orupabo,” conversation with Owen Martin, Astrup Fearnley Museet, YouTube, May 9, 2025, https://youtu.be/iCSlHONG0So?si=yjSdml6u5hOVhm5w.
10 Anita Chabria, “This is not normal: Why a fake arrest photo from the White House matters,” January 23, 2026, Los Angeles Times, https://www.latimes.com/politics/story/2026-01-23/chabria-column-white-house-fake-photo-minneapolis.

Mona Schubert

S()fia Braga (b. 1991) is an Italian transmedia artist and a leading voice in AI-driven cinematic storytelling based in Vienna (AT). Her work explores emerging technologies with a focus on human—non-human collaboration, more-than-human agency, and the power dynamics of centralized social media platforms.

Joshua Citarella (b. 1987) is an artist and writer based in New York City (US). His projects examine internet subcultures, online politics, and meme culture. He hosts the video podcast “Doomscroll,” which investigates digital culture and political discourse in the twenty-first century, and is the founder of the non-profit arts organization “Do Not Research.”

Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik (b. 1990 and 1995) are an artist duo based in The Hague (NL). Their photography and video projects center on youth identity formation, particularly the influence of extremist ideologies on young people. Their practice seeks to dismantle the visual language of radical ideologies and investigates how visual art can counteract radical political narratives.

Zarina Nares (b. 1995) is a New York City-born (US) artist of Indian Muslim and British descent. Working across installation, video, audio, performance, sculpture, and print, she examines how media, digital culture, and inherited power systems shape the psyche, producing tensions between desire and fear, sincerity and performance, empowerment and oppression.

Frida Orupabo (b. 1986) is a Norwegian-Nigerian sociologist and artist living and working in Oslo (NO). Her work consists of digital and physical collages in various forms, which explore questions related to race, family relations, gender, sexuality, violence and identity, with a particular focus on the Black female experience.

Mona Schubert (b. 1991) is an art historian, curator, and writer based in Vienna (AT). Her projects focus on photography at the intersection of art, technology, and media history, photographic exhibitions since the 1960s, and postdigital image cultures. Since 2024, she has been a curator at Foto Arsenal Wien and the festival Foto Wien (AT). In 2025, she completed her PhD at the University of Cologne (DE) on photography at documenta.

Ausstellungsansichten

  • S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

    S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

  • S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

    S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

  • S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

    S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

  • S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

    S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

  • S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

    S()fia Braga, Still aus: Platform Workshippers, 2023–2025.

  • Joshua Citarella, Anarcho-Primitivist Caliphatism, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

    Joshua Citarella, Anarcho-Primitivist Caliphatism, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

  • Joshua Citarella, Islamo Nazbol, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

    Joshua Citarella, Islamo Nazbol, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

  • Joshua Citarella, Queer Transhumanist Anarchism, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

    Joshua Citarella, Queer Transhumanist Anarchism, aus der Serie: e-deologies, 2020–2025.

  • Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

    Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

  • Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

    Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

  • Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

    Ganslmeier & Zibelnik, aus: Bereitschaft, 2024–2025.

  • Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

    Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

  • Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

    Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

  • Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

    Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

  • Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

    Zarina Nares, Still aus: Meditation for Releasing The Capitalist Patriarchy Within, 2022.

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