Präsentation
Graz Residency for International Photographers 2026:
Anna Orłowska

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Präsentation
Graz Residency for International Photographers 2026:
Anna Orłowska

Eine Kollaboration von Kulturvermittlung Steiermark und Camera Austria

Dienstag, 20.10.2026, 17:00
Ausstellungsraum Camera Austria
In englischer Sprache
Eintritt frei

Anna Orłowska, aus: Eggenberg Garden, 2026.

Intro

Wir freuen uns, Ihnen Anna Orłowska als Stipendiatin der diesjährigen Graz Residency for International Photographers (GRIP) vorzustellen. Dieses von Kulturvermittlung Steiermark in Kollaboration mit Camera Austria vergebene Stipendium soll Künstler*innen die Möglichkeit bieten, in der Stadt Graz zu recherchieren, wofür auch die umfangreiche Bibliothek von Camera Austria zur Verfügung steht, sowie an neuen und/oder bestehenden Projekten zu arbeiten und sich mit der Kunst- und Kulturszene vor Ort zu vernetzen.

Aus mehr als 300 Bewerber*innen, die sich auf die Ausschreibung im Frühjahr 2026 beworben hatten, wurde Anna Orłowska ausgewählt.

Orłowska (geb. 1986 in Opole, PL) studierte Fotografie an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź (PL) sowie am Institut für Kreative Fotografie an der Schlesischen Universität in Opava (PL); 2013 nahm sie am PhotoGlobal-Programm der School of Visual Arts (SVA) in New York (US) teil.

In ihrer Arbeit legt die Künstlerin verborgene historische Schichten und deren ideologische Bedingungen offen, oft abseits gängiger Narrative. Durch konzeptuelle Überblendungen wie Dokumentation und Inszenierung entlarvt sie Mythen und Legenden, dekonstruiert Fantasien über die Vergangenheit und schafft neue Bedeutungsebenen. Orłowska nutzt Fotografie als Instrument, um Wissen und Erinnerung zu erforschen wobei ihre fotobasierten Objekte die Grenzen des Mediums herausfordern.

»I never thought of my garden as an artistic practice. Recently, while searching for a way to express the thoughts circulating within me, I began to wonder if the answer had been there all along. My garden. Could it be my medium? Perhaps it has been for some time already.«

Ausgehend von ihrer Recherche über Gärten gilt das spezielle Interesse der Künstlerin während ihres Aufenthalts in Graz Schloss Eggenberg, dessen Architektur und Gärten auf einer kosmisch-astrologischen Allegorik beruhen, die Zeit, planetare Ordnungen und jahreszeitliche Rhythmen in eine räumliche Form übersetzt. Neben Schloss Eggenberg beschäftigt sich Orłowska mit dem Freilichtmuseum Stübing, das traditionelle bäuerliche Häuser aus unterschiedlichen Regionen Österreichs versammelt. Dabei wirft sie die Frage auf, wie Architektur lokales Wissen, Alltagspraktiken und Weltanschauungen verkörpert, und wie diese Bedeutungen sich verschieben, wenn Gebäude aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgerissen und in einen musealen Zusammenhang gebracht werden. Vor diesem Hintergrund scheint Graz mit seinen historischen Stätten in Verbindung mit dem intellektuellen Milieu Johannes Keplers einen besonders geeigneten Ausgangspunkt für Orłowskas Fragestellungen zu bieten.

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