Workshop
Working Hard Or Hardly Working? On Labor, Femininity, and Self-Commodification on Digital Platforms
Infos
Workshop
Working Hard Or Hardly Working? On Labor, Femininity, and Self-Commodification on Digital Platforms
Im Rahmen der Ausstellung Platform Wars
Freitag, 8.5.2026, 14:00–17:00
Ausstellungsraum Camera Austria
Sprache: deutsch/englisch
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 20 beschränkt.
Um Anmeldung wird gebeten unter:
exhibitions@camera-austria.at
Intro
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Verflechtungen von Weiblichkeit und Arbeit im digitalen Raum, beispielsweise anhand des »Tradwife«-Phänomens. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden wir analysieren, wie vergeschlechtlichte, klassenspezifische und rassifizierte Vorstellungen von Arbeit über soziale Medien verbreitet werden und wie sie mit Prozessen der (Selbst-)Kommodifizierung zusammenhängen.
Die Teilnehmenden sind eingeladen, gemeinsam über die verschwimmenden Grenzen zwischen künstlerischer Produktion und »einfacher« Content-Erstellung nachzudenken: Wann und wie wird Arbeit ästhetisiert, verschleiert oder unsichtbar? Welche Formen von Arbeit werden nicht als solche benannt oder (implizit) abgewertet? Und welche Rolle spielen solche Narrative für unterschiedliche Personengruppen beziehungsweise im Dienst wessen geschieht dies? Eingebettet in einen breiteren Kontext von reaktionären Politiken, Neoliberalismus, Digitalisierung sowie Politiken der Nostalgie und Respektabilität, untersuchen wir im Workshop, wie »Wahrheiten« über (wertvolle oder respektable) Arbeit und Weiblichkeit online ausgehandelt werden und stets umkämpft sind.
Celina Beck ist Doktorandin der Politikwissenschaft und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien (AT). In ihrer Arbeit untersucht Celina Politiken von Körper, Geschlecht, Technologie und Reproduktion, wobei sie insbesondere darauf fokussiert, wie körperliche Normen und Geschlechtsidentitäten durch biopolitische Kämpfe um (soziale) Reproduktion entstehen.
Emma Maria Lakkala hat Masterabschlüsse in Gender Studies sowie in Kultur- und Kognitionslinguistik und arbeitet derzeit in der Organisationseinheit Gleichstellung, Gender und Diversität (GGD) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (AT). Zu Emmas Forschungsinteressen zählen nicht-normative intime Praktiken sowie queer-feministische und materialistische Ansätze zu Sex-Arbeit in digitalen Plattform-Ökonomien.