Aktuelles
with/against the flow. Zeitgenössische fotografische Interventionen
ifa-Ausstellungsreihe zu zeitgenössischer Fotografie aus Deutschland beginnt mit Positionen von Viktoria Binschtok und Michael Schäfer im Heidelberger Kunstverein
18. 6. – 28. 8. 2016, Heidelberger Kunstverein
Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
Wir leben im Zeitalter der Bilder: Fotografien dominieren Nachrichten- und Informationskanäle, kommen immer öfter aus der Handykamera und verbreiten sich schneeballartig im Netz. Als Auftakt zu der neuen Ausstellungsreihe with/against the flow stellt das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in einer Doppelausstellung im Heidelberger Kunstverein Arbeiten von Viktoria Binschtok und Michael Schäfer vor, die solche Medienbilder aufgreifen.
Viktoria Binschtok (*1972 in Moskau) und Michael Schäfer (*1964 in Sigmaringen) verarbeiten Bilder aus den Medien weiter und reflektieren deren Funktionsweisen und angelegte Rezeptionsstrukturen. Durch diese Eingriffe wird die vorgefertigte Wirklichkeit der Medien sichtbar. Gleichzeitig untersuchen beide Künstler die sich anbahnende Autonomie von Bildern durch digitale Algorithmen. Mit dieser Arbeitsweise stehen Viktoria Binschtok und Michael Schäfer in der Tradition des künstlerischen Interesses an den Massenmedien der 1970er Jahre und repräsentieren eine jüngere Generation von Künstlern, die das Fotografische und Dokumentarische neu befragen.
Die Auftaktausstellung wird am 17. Juni 2016 um 19 Uhr eröffnet und ist vom 18. Juni bis 28. August 2016 im Heidelberger Kunstverein zu sehen. Im Anschluss geht sie auf eine mehrjährige Welttournee, die im Dezember 2016 im Georgian National Museum beginnt.
Die Ausstellungs- und Publikationsreihe with/against the flow stellt zeitgenössische fotografische Interventionen in den Mittelpunkt. Initiiert wurde die Reihe vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), das mit Ausstellungen Einblicke in bildende Kunst, Fotografie und Film, Design und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts gibt. Kuratiert wird with/against the flow von Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen, und Christin Müller, freie Kuratorin und Autorin, Leipzig.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der ifa-Website.
Pressebilder zur Ausstellung sind online abrufbar.
Pressegespräch mit Kuratoren, Künstler und Künstlerin
17. Juni 2016, 11 Uhr
Eröffnung
17. Juni 2016, 19 Uhr
Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.
Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.
VI X VI Postionen zur Zukunft der Fotografie
Peggy Buth, Charlotte Dualé, Harun Farocki, Abrie Fourie, Anne Hardy, Inga Kerber, Philipp König, Susanne Kriemann, Michael Part, Josephine Pryde, Clunie Reid, Max Schaffer, Dirk Stewen, Una Szeemann & Bohdan Stehlik, Toilet Paper Magazine, Tris Vonna-Michell, Lidwien van de Ven
Landesgalerie Linz, 25. 5. – 21. 8. 2016
Museumstr. 14, 4010 Linz
Der Kunstverein in Hamburg und die Landesgalerie Linz zeigen VI x VI Positionen zur Zukunft der Fotografie, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse thematisieren. Verschiedene Generationen von KünstlerInnen setzen sich mit dem Fotografischen und seinen Manifestationen auseinander. In sechs Ausstellungskapiteln werden diese Prozesse gezeigt: Sechs Kapitel als Möglichkeitsräume, um das eigene Denken über das Fotografische zu überprüfen und neu zu formulieren.
Kuratorinnen: Bettina Steinbrügge, Amelie Zadeh
Ausstellungsarchitektur: Studio Miessen, Berlin
Preisträger und Bilanz der 62. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen
Am 10. Mai gingen die 62. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen mit einem Besucherrekord von über 20.000 Eintritten zu Ende. Bei der Preisverleihung im Oberhausener Lichtburg Filmpalast wurden insgesamt 17 Preise verliehen. Der Hauptpreis des Festivals, der Große Preis der Stadt Oberhausen im Internationalen Wettbewerb, ging in die Schweiz an die Regisseurin Louise Carrin für Venusia, eine Studie der Beziehung zwischen der Inhaberin eines Luxusbordells und ihrer einzigen Freundin, einer ebenso unberechenbaren wie untalentierten Prostituierten. „Ein Film, der durch einfache Mittel in einem einzigen Raum ein ganzes Universum schafft“, schrieb die Internationale Jury in ihrer Begründung. Berlinale-Preisträger Lav Diaz gewann für seinen Kurzfilm Ang araw bago an wakas (The Day before the End) den Hauptpreis der Internationalen Jury.
Der Hauptpreis im Deutschen Wettbewerbs ging ebenfalls an eine Regisseurin, Vika Kirchenbauer für SHE WHOSE BLOOD IS CLOTTING IN MY UNDERWEAR, ein technisch verfremdeter und abstrahierter Blick auf Intimität und Körperlichkeit. Ein Film, „der die Gewalt der Lust nicht einfach vorführt, sondern gerade in der experimentellen Verfremdung förmlich auf das Publikum überträgt“, so die Begründung der Jury.
Die Preisträger des 18. MuVi-Preises für das beste deutsche Musikvideo wurden bereits am Samstag, 7. Mai 2016, ausgezeichnet.
Zu den beliebtesten Sektionen gehörte das Themenprogramm „El pueblo“ mit sechs von acht ausverkauften Vorstellungen. Zum ersten Mal zeigten die Kurzfilmtage begleitend zu den Filmprogrammen eine Kunstausstellung, „Josef Dabernig & Sun Xun“, die mit über 750 Besuchern an fünf Tagen ebenfalls erfolgreich abschloss und zu der sehr positiven Besucherbilanz beitrug.
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Preise des Internationalen Wettbewerbs und der Internationalen Jury
Mitglieder der Internationalen Jury:
Andrés Denegri (Argentinien), Stella Händler (Schweiz), Marta Kuzma (Schweden), Joanna Raczyńska (USA), Mika Taanila (Finnland)
Großer Preis der Stadt Oberhausen
dotiert mit 8.000 Euro
Venusia
Louise Carrin
Schweiz 2015, 34 Min. 11 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Ein Film, der durch einfache Mittel in einem einzigen Raum ein ganzes Universum schafft. Ein statisches Doppelporträt entfaltet sich zu einer dynamischen Landschaft der menschlichen Verfassung.
Hauptpreis
dotiert mit 4.000 Euro
Ang araw bago ang wakas
(The day before the end)
Lav Diaz
Philippinen 2015, 16 Min. 18 Sek., DCP, s/w
Begründung:
Der Hauptpreis geht an eine Arbeit von politischer Dringlichkeit. In anderen Kontexten kanonische Texte erreichen uns in drängender Umgangssprache, als Ort der letzten Zuflucht.
e-flux-Preis
dotiert mit 3.000 Euro
Für eine herausragende Film- oder Videoarbeit, die eine neue Form für das poetische und elektrische Potenzial des bewegten Bildes im Zeitalter globaler Informationsflüsse findet.
Mains Propres
(Washed Hands)
Louise Botkay
Brasilien 2015, 8 Min. 33 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Ein formal einfacher, aber komplexer Film über das Filmen und Gefilmtwerden, der einen sehr verstörenden Effekt hat. Diese Arbeit bezieht ihre Kraft aus einem der grundlegenden Instrumente des Kinos: dem Bildrahmen.
Lobende Erwähnungen
Centre of the Cyclone
Heather Trawick
Kanada/USA 2015, 18 Min. 20 Sek., 16 mm, Farbe
20 July.2015
Deimantas Narkevičius
Litauen 2016, 15 Min. 8 Sek., 3D DCP, Farbe
Jury des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
1. Preis
dotiert mit 5.000 Euro
Mitglieder der Jury:
Peter Braatz (Ljubljana), Christiane Heuwinkel (Wolfsburg/Bielefeld), Maike Mia Höhne (Berlin/Hamburg), Markus Lenz (Köln), Ulrike Sprenger (Konstanz)
489 Years
Hayoun Kwon
Frankreich 2016, 11 Min. 17 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Der Film 489 Years betritt die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea und führt den Zuschauer in einen Wald des Lebens und des Todes zugleich. Begleitet von authentischer Erinnerung eines Grenzsoldaten öffnet der Film mittels fantastisch realisierter Bilder den Blick auf eine wahre, jedoch verborgene Realität unserer Welt. Sowohl von der Grausamkeit als auch von der Schönheit dieses tödlichen Märchenwaldes hören und ahnen wir mehr als wir sehen. Dennoch macht der Film das Gefühl existentieller Ohnmacht und Angst in einem ständig verminten Raum körperlich greifbar. Die Perfektion in der Wiedergabe dieses Raumes wird durch die Vision der Zerstörung des Grenzgebietes noch überhöht. Falls Waffen Waffen zerstören und nicht Menschen, löst sich die Angst in Hoffnung. Ein Film von großer Tiefe, brillanter Schönheit und gesellschaftlicher Bedeutung. Für heute und erst recht für morgen.
2. Preis
dotiert mit 3.000 Euro
If It Was
Laure Prouvost
Großbritannien 2015, 8 Min. 52 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Den heiligen Hallen der Kunst assoziiert die Filmemacherin eine durchweg vom Ort selbst und seiner Geschichte inspirierte Utopie. In ihrem Film If It Was setzt sie der Realität des geschichtlich hochbrisanten Hauses der Kunst in München mit seiner nationalsozialistischen Überwältigungsarchitektur ein ebenso verrücktes wie witziges, sinnliches und durchaus weibliches Musée imaginaire entgegen. Ein von visuellen und thematischen Ideen überbordender Film, der uns hoffen lässt, dieses Museum der Träume einmal betreten zu dürfen.
Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis)
Mitglieder der Jury:
Peter Kremski (Deutschland), Tina Poglajen (Slowenien), Shy K. Segev (Israel)
If It Was
Laure Prouvost
Großbritannien 2015, 8 Min. 52 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Die FIPRESCI-Jury verleiht den Internationalen Kritikerpreis an den britischen Film If It Was von Laure Prouvost für die beeindruckende kinematographische Adaption einer gegenwärtig populären Gestaltungsweise im Internet für die große Leinwand, wobei er diese vergleichsweise profane Gestaltungsweise ins Poetische überhöht und mit einer in die Tiefe gehenden essayistischen Reflexion über die Freiheit der Kunst verbindet. In einem gewagten Spiel mit Bildern und Sprache und mit einem verführerischen subversiven Charme zeigt Laure Prouvosts multi-medial inspirierter Film in ästhetisch komplexer Weise auf, dass Kunst keine Grenzen kennt. Mit unverkennbar eigenem Stil und einer erstaunlichen Leichthändigkeit gelingt es Laure Prouvost dabei, das Publikum intellektuell und emotional für sich zu gewinnen.
Preis der Ökumenischen Jury
dotiert mit 1.500 Euro
Mitglieder der Jury:
Christian Murer (Schweiz), Dagmar Petrick (Deutschland), Thomas Schüpbach (Schweiz), Eberhard Streier (Deutschland)
489 Years
Hayoun Kwon
Frankreich 2016, 11 Min. 17 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
In seinen Erinnerungen nimmt uns ein Soldat mit auf eine Exkursion in das demilitarisierte Grenzgebiet zwischen Süd- und Nordkorea. Aus seiner Perspektive erleben wir in fesselnden computeranimierten Bildfolgen den gefährlichen Weg durch ein vermintes Paradies. Hier liegen Schönheit und Schrecken nahe beieinander, was uns die Ambivalenz äußerer sowie innerer Grenzen neu bewusst werden lässt.
ZONTA-Preis
dotiert mit 1.000 Euro
für eine Filmemacherin aus dem Internationalen oder Deutschen Wettbewerb
Eleganssi
(Elegance)
Virpi Suutari, Finnland 2015, 25 Min. 42 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Die Filmemacherin portraitiert eine geschlossene Gesellschaft von Männern mit alten Traditionen, raffinierten Gebräuchen und strengen Wertvorstellungen. Die Eleganz des Films erlaubt ungesehene Einblicke in die patriarchale Welt der Wirtschaftselite.
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Preise des Deutschen Wettbewerbs
Mitglieder der Jury des Deutschen Wettbewerbs:
Athanasios Karanikolas (Berlin), Doris Kuhn (München), Florian Keller (Winterthur)
Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs
dotiert mit 5.000 Euro
SHE WHOSE BLOOD IS CLOTTING IN MY UNDERWEAR
Vika Kirchenbauer
Deutschland 2016, 3 Min. 24 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Dieser Film ist laut und intim. Er ist brutal und zärtlich. Ein theoretisch durchdachtes, ungemein sinnliches Konzeptvideo. Wir zeichnen einen Film aus, der die Gewalt der Lust nicht einfach vorführt, sondern gerade in der experimentellen Verfremdung förmlich auf das Publikum überträgt – eine Auseinandersetzung über Identität, die uns ganz unmittelbar in ihrer Körperlichkeit getroffen hat.
3sat-Förderpreis
dotiert mit 2.500 Euro, für einen Beitrag, der sich durch eine neue Sichtweise auszeichnet.
Der Preis umfasst darüber hinaus das Angebot, den ausgezeichneten Beitrag zu erwerben und im 3sat-Programm zu präsentieren.
Telefon Santrali
Sarah Drath
Deutschland 2016, 7 Min. 38 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Ein Raum, der wie eine Schaltstelle funktioniert: zwischen früher und jetzt, zwischen Fortschritt und Rückschritt. Wir zeichnen einen Film aus, der mit sparsamen Mitteln glamouröse Bilder schafft. Und eine Regisseurin, die das ihr fremde Land nicht aus einer bequemen Außensicht beleuchtet, sondern aus seiner Geschichte. Frei von Exotismus, doppelbödig im politischen Kommentar. Und sogar das Internet schaut für einen Witz vorbei.
Lobende Erwähnung
Sites
Volker Schreiner
Deutschland 2015, 8 Min. 26 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Ein toller Film, weil er uns zeigt, dass man die Orientierung im Dunkeln finden kann, in Kunst und Natur und zwischen verrutschten Perspektiven. Selbst wenn er vorbei ist, hat er noch eine Überraschung parat: Er besteht aus Found Footage.
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Preise des NRW-Wettbewerbs
Mitglieder der Jury:
Florian Deterding (Düsseldorf), Sylke Gottlebe (Dresden), Andreas Heidenreich (Darmstadt)
Preis für den besten Beitrag des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der NRW.Bank
Ocean Hill Drive
Miriam Gossing, Lina Sieckmann
Deutschland 2016, 20 Min. 49 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Atmosphärisch dicht entwickelt der Film einen Sog, der die Spannung zwischen Surrealistischem und Dokumentarischem hält. Die Filmemacherinnen vertrauen dabei der Aussagekraft ihrer Bilder, die eine feinsinnige Verbindung mit der Tonebene eingehen. Beeindruckt von der Konsequenz, mit der Miriam Gossing und Lina Sieckmann ihre künstlerische Handschrift weiterentwickelt haben, vergibt die Jury den Preis für den besten Beitrag im NRW-Wettbewerb an den Film Ocean Hill Drive.
Förderpreis des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 500 Euro, gestiftet von der NRW.Bank
Das Leben ist hart
Simon Schnellmann
Deutschland 2015, 3 Min., DCP, s/w
Begründung:
Kein Strich zu viel, keine Pointe zu wenig – minimalistisch, konzentriert und voller Ideenreichtum inszeniert der Filmemacher auf den Punkt.
Preis der West ART-Zuschauerjury
dotiert mit 750 Euro, gestiftet von West ART
Ein Aus Weg
Simon Steinhorst, Hannah Lotte Stragholz
Deutschland 2016, 19 Min. 57 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Er langweilt nie. Er ist spannend. Er ist lebensnah. Er ist echt. Und er ist vielfältig in seinen filmischen Mitteln. Damit erfüllt er alle Ansprüche, die wir an einen Film legen, damit er uns fesselt und hineinzieht und abtauchen lässt in eine uns unbekannte, neue Welt.
Der animierte Dokumentarfilm Ein Aus Weg von Simon Steinhorst und Hannah Lotte Stragholz bringt uns in 20 Minuten den jungen Inhaftierten Alex K. ganz nah, der sich in Interviews den Fragen des Autoren und Seelsorgers Max Prosts über den Sinn des Lebens stellt. Wir hören gebannt seinen Erzählungen zu – über ein kleinkriminelles Leben zwischen Strafgefangenschaft und Freiheit, zwischen gesellschaftlicher Normalität und Diebstahl, Liebe und Drogen. Während Alex K. dezent hoffnungsvoll in die Zukunft blickt, berichtet der um Dialog bemühte Kriminalhauptkommissar Werner B. nüchtern über die Justiz in Deutschland und seinen polizeilichen Alltag. Seine Prognose für Alex’ Zukunft: In spätestens neun Monaten wird er wieder straffällig. Darauf wettet er ein Eis.
Von Hand animierte, farbige Bilder, Montage, Sounddesign, Musik, Drehbuch und die authentische Geschichte des Alex K. – wir, die West ART-Zuschauerjury, loben die stimmige, gelungene und fesselnde Komposition der unterschiedlichen Spielebenen und freuen uns, dass Kriminalhauptkommissar Werner B. seine Wette mittlerweile verloren hat.
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Preise des 39. Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerbs
Preis der Kinderjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet Peugeot BECKERfrance
Mitglieder der Jury:
Aleyna Aydin, Allan Burfeind, Emre Gökoglu, Nailany Weimer, Henrike Wilhelm
Hugo Bumfeldt
Éva Katinka Bognár
Ungarn 2015, 12 Min. 02 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Zu entscheiden, wer den Preis des 39. internationalen Kinderfilmwettbewerbs bekommt, fiel uns zwar schwer – aber doch waren wir von einem Film von Anfang an überzeugt. Er erzählt von Freundschaft, Heimweh und Trauer. Und von Aliens, die Taucher statt Goldfische hüten. Die Figuren sind bunt und ungewöhnlich, die Geschichte spannend, witzig und berührend zugleich, auch Ton und Musik werden super eingesetzt. Außerdem denkt man durch den Film darüber nach, wie man mit anderen Lebewesen umgeht.
evo-Förderpreis der Kinderjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet von der Energieversorgung Oberhausen AG (evo)
Novembre
Marjolaine Perreten
Frankreich/Schweiz 2015, 4 Min., DCP, Farbe
Begründung:
Den EVO-Förderpreis vergeben wir an einen Film, der bestimmt jedem Zuschauer ein kleines oder größeres Lächeln ins Gesicht zaubert. Er ist schlicht, aber sehr schön animiert. Die Farben und Formen machen eine ganz besondere Stimmung, die grauen Himmel und Regen so wirken lassen, als ginge er ja doch wieder vorbei. Und das stimmt ja auch – und bis dahin muss man sich gegenseitig helfen und die dicken Tropfen nicht so schwer nehmen.
Lobende Erwähnung der Kinderjury
Boy-Razor
Peter Pontikis
Schweden 2015, 11 Min. 27 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Die lobende Erwähnung sprechen wir einem Film aus, der uns von der ersten Sekunde an gefesselt hat. Die spannende Geschichte und die jungen Schauspieler sind einfach toll. Besonderen Spaß haben uns die Farben und die actionreiche Kameraführung gemacht. Auch wenn es am Ende alles gut geht, zeigt dieser Film, dass wütende Entscheidungen aus dem Bauch heraus selten die sind, die sich gut anfühlen.
Preis der Gastjury des Internationalen Kinderfilmfestivals Filem’on, Brüssel
Bounce
D.C. Barclay/Rory Lowe
Großbritannien 2015, 10 Min. 19 Sek., DCP, Farbe
Preis der Jugendjury
dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet vom Rotary Club Oberhausen
Mitglieder der Jury:
Maria Eduarda Barbosa, Natalie Mengede, Finn Rubin, Anne Schulzki, Nasstassja Twumasi
Viaduc
Patrice Laliberté
Kanada 2015, 18 Min. 48 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Der Preis des internationalen Jugendfilmwettbewerbs geht an einen Film, der gleichermaßen spannend und tiefgründig ist. Der Einsatz der Musik sowie die Kameraarbeit haben uns beeindruckt, da sie packende Szenen zu echten Höhepunkten steigern. Der Film regt dazu an, hinter die Fassade von Handlungen und Haltungen zu blicken und Vorverurteilungen zu hinterfragen. Besonders hervorheben wollen wir die Bandbreite an Themen, die der Film aufgreift: Familie und Verlust, Sprachlosigkeit. Jeder Bruch kann als Möglichkeit verstanden werden eine Brücke zu schlagen scheint eine der Botschaften zu sein. Intime familiäre Beziehungen werden in Kontext gesetzt zu politischen Aspekten wie Krieg und Patriotismus.
Lobende Erwähnung der Jugendjury
Pieniä kömpelöitä hellyydenosoituksia
(Clumsy Little Acts of Tenderness)
Mila Tervo
Finnland 2015, 8 Min. 56 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Die lobende Erwähnung des internationalen Jugendfilmwettbewerbs wollen wir einem Film aussprechen, der uns mit seinem Charme und Witz überzeugt hat. Peinlichkeiten und Missverständnisse, die in einer Tochter-Vater-Beziehung vorkommen, werden mit einer solchen Ironie und Überspitzung dargestellt, dass sie alle Altersklassen in den Bann ziehen, ohne den Ernst dieses Geschlechter- und Generationenverhältnisses zu vernachlässigen.
Prädikat der Ökumenischen Jury für einen Film im Internationalen Kinder- und Jugendfilmwettbewerb
verbunden mit der Empfehlung an Matthias Film und das Katholische Filmwerk, diesen Film für ihre Filmarbeit anzukaufen
Viaduc
Patrice Laliberté
Kanada 2015, 18 Min. 48 Sek., DCP, Farbe
Begründung:
Der 17jährige Mathieu unternimmt eines nachts eine waghalsige Aktion, um ein Graffiti an eine Autobahnbrücke zu sprayen. Erst am Schluss eines spannungsgeladenen Films, der auf vielfältige Art und Weise Lebenswelten von Jugendlichen aufzeigt, erschließt sich die Motivation seines Handelns. Dadurch regt Viaduc an, eigene Vorurteile und oberflächliche Betrachtungsweisen zu hinterfragen.
Awåragaude? Gerald Domenig in der Secession
Wiener Secession
Friedrichstraße 12, 1010 Wien
22. April – 19. Juni 2016
Die bevorzugten Medien des in Frankfurt am Main lebenden österreichischen Künstlers Gerald Domenig sind die Fotografie, die Zeichnung und das Schreiben (der Text). Bereits seit den 1970er-Jahren arbeitet er mit diesen Mitteln und hat ein umfassendes Oeuvre geschaffen, das durch formale Strenge und thematische Offenheit gekennzeichnet ist. In Hinblick auf eine Konstruktion von Wirklichkeit verwendet der Künstler Zeichnung und Fotografie quasi diametral entgegengesetzt. Die Zeichnungen sieht er als Entwürfe oder Vor-Zeichnungen für seine Fotografien: Während die Arbeit mit dem Bleistift als eine Annäherung an die Welt begriffen werden kann, sind die meist schwarzweißen Fotografien eben kein Festhalten eines Moments, nicht bloß ein Abbild der Realität. Sie sind immer mehr als das, nämlich eigenständige Bilder einer Situation, eines Ortes. Domenig, der stets analog fotografiert, die Filme selbst entwickelt und die Vergrößerungen herstellt, versteht Fotografie als Technik der Bildkonstruktion, der Überführung von Raum in die Fläche, als Auflösung des Abgelichteten ins Bild: „Wenn ich fotografiere, will ich ein in der Dreidimensionalität verstecktes Bild, eine latente Zweidimensionalität in ein konkretes Bild übersetzen.” (Gerald Domenig)
Wiederkehrende Motive in seiner Fotografie (wobei das „Motiv“ bei ihm vor allem die Fotografie selbst ist) sind Mantel, Hose, Haus, Auto, also Alltägliches, Gefundenes – wie zum Beispiel auf der Straße verlorene Kinderhandschuhe. Was er an kleinen Dingen findet, inszeniert Domenig anschließend im Atelier, das heißt, er inszeniert so einfach und nackt wie möglich. An unscheinbaren Hausfassaden und -ecken, insbesondere an Wänden, an denen sich Spuren baulicher Veränderungen oder witterungsbedingte Markierungen abzeichnen, zeigt der Künstler großes Interesse: An den Oberflächen dieser Nicht-Orte entdeckt er malerische Details, die ihn etwa an Werke von Sol LeWitt oder Mark Rothko denken lassen. Seit vielen Jahren fotografiert Domenig in den Schluchten der Garnitzenklamm im Kärntner Gailtal. In den Fotografien klappt die spektakuläre Dreidimensionalität der Landschaft jedoch eigentümlich ins Flache. Gerne deutet Domenig auf formale Analogien in seinen Bildern hin, indem er sie mit einer, wie er es nennt, „Naht” verknüpft und im Buch als gegenüberliegende Seiten präsentiert.
In der Secession zeigt Gerald Domenig eine Auswahl aus seinem fotografischen und zeichnerischen Oeuvre. Der Schwerpunkt seiner Ausstellung liegt auf Stillleben und Architekturfotos, neue Aufnahmen werden neben Erstabzügen von seit längerem im Archiv lagernden Negativen präsentiert. Eine Mehrdeutigkeit in sowohl formaler als auch inhaltlicher Hinsicht, eine Verunsicherung der räumlichen Wahrnehmung, die im Bild selbst begründet ist, ist charakteristisch für Domenigs fotografische Praxis und war ausschlaggebend für die Auswahl der gezeigten Werke.
Im Kreuzraum reihen sich Aufnahmen von architektonischen Strukturen und Details wie beispielsweise Hausfassaden und Fenster aneinander. Zwei Serien stehen sich gegenüber: zum einen Bilder, die Domenig bei mehreren Aufenthalten in Antwerpen gemacht hat, zum anderen erst kürzlich in Wien aufgenommene Fotografien von der Fassade eines Abrisshauses nicht weit von der Secession.
Inszenierte Stillleben sind im zweiten Raum zu sehen, dort, wo bei der vorhergehenden Ausstellung Dike Blairs kleinformatige Drinks-Stillleben hingen. Jetzt: kleinformatige Fotografien von eigenwillig ineinander verschränkten Schalen, zerbrochenes Porzellan, Trinkgläser, um die sich Plastikdosen für Filmrollen winden. Auch bei diesen Arbeiten spielt Domenig mit einer Perspektive, die ins Wanken gerät, die – wie bei Vexierbildern – schwer zu fassen ist.
Eine gewisse Strenge, die aufgrund der Hängung und der Konzentration auf ein Genre in den beiden ersten Räumen möglicherweise spürbar ist, löst sich im letzten Raum der Ausstellung auf. Eine Sitzskulptur, eine Auswahl von 24 Zeichnungen und die collageartige Zusammenstellung verschiedenster Bilder, die sich über einen Großteil der langen Wand zieht, schaffen eine spielerische Situation, die einlädt, Querbezüge herzustellen. Abfotografierte Zeitungsseiten und Werbeplakate hängen hier neben „seriösen” Fotografien (gekennzeichnet durch ihre Rahmung), unkonventionell behandelten Abzügen, Einzelsujets und „Resten”. Auch die Palette an Präsentationsformen wird ausgeschöpft: Mal ist das Bild wie ein Poster direkt an die Wand gepinnt, mal erhält es durch das Kaschieren auf einen gekrümmten Träger etwas Skulpturales, mal ist es klassisch gerahmt.
Past Future Housing: Exhibition with works by Morgan Fisher and Karina Nimmerfall at the MAK Center in L.A.
April 21 – June 25, 2016
Mackey Garage Top
1137 S Cochran Ave
Los Angeles, CA 90019
In its ninth iteration, the MAK Center’s Garage Exchange Vienna-Los Angeles exhibition series brings together former artist-in-residence Karina Nimmerfall and Los Angeles-based artist Morgan Fisher. Looking back at housing and urban planning in the U.S., the two artists revisit two historical moments: the dreams of home ownership via mass-produced, modular houses like those of architect, engineer, and city planner Howard T. Fisher and his company General Houses, Inc. in the 1930s; and, two decades later, the losing battle for a community-based modernism in the form of social housing, represented by the abandoned master plan for Richard Neutra and Robert Alexander’s Elysian Park Heights housing project in Chavez Ravine.
With the installation 1953. Possible Scenarios of a Discontinued Future, Nimmerfall creates a multi-layered investigation into an unrealized social vision for a new modernist utopia—conceived of as a city within a city for a working class population of 17,000—on the site of the displaced communities of La Loma, Palo Verde, and Bishop. Intended as a prototype for future low-cost housing, the controversial project was met with a highly publicized attack on public housing, where anti-socialist polemic, private developers, real estate lobbyists, and the media all came together not only to dominate public opinion, but also to affect the housing debate on a national level. After years of detailed preparation, the visionary plan for Elysian Park Heights was scrapped in 1953, and replaced by plans for Dodger Stadium, and private enterprise in general. The story of this housing project exemplifies the end, as well as the beginning, of a new era. After World War II, the socially concerned modernism of the left emerged from its own battles with a new corporate aesthetic and a much more ambivalent ideology, giving way to neo-liberal urban development practices.
Beginning with present day footage filmed on location at the former site of Neutra’s progressive, yet later razed, Channel Heights housing project (San Pedro, 1942), Nimmerfall’s short film traces history forward to the Los Angeles County Museum of Art, Elysian Park, and Dodger Stadium, as well as to Neutra’s own house in Silver Lake, “projecting” the various built architectures into the site once designated for Elysian Park Heights. Inserted into an architectural installation based on abstract fragments of Neutra’s design, the film is accompanied by a fictional narrative with a script assembled from historic quotes taken from a variety of archival sources. Put into dialogue with one another, the quotes formulate a lively discussion, bringing to life the opposing ideas and heated atmosphere at that specific time. Through this overlap of text, film, and installation, Nimmerfall creates a portrait of an actual, yet imaginary, space that offers a range of visions relating to the city’s geographic and cultural past, present, and future.
In conversation with Nimmerfall’s installation, Morgan Fisher’s painting 4 (Silver Gray, Sky Blue, Terra Cotta, Red) displays an enlarged facsimile of a paint chip showing color combinations from the booklet Exterior and Interior Color Beauty, a publication produced around 1935 by General Houses, Inc. Founded in 1932 by the artist’s father, General Houses aimed to design, sell, distribute, and erect low-cost, high-quality prefabricated homes, in an attempt to reinvent the American homebuilding industry. Howard T. Fisher’s idea was to create a system that made it possible to build houses the way General Motors built cars, setting up a business model where production was substituted by coordination and management; different components were made by different companies and assembled on site, a process intended to make houses affordable for everyone. Although General Houses did not succeed in the mass market, it nevertheless represents one of the first attempts in the U.S. to make modern, industrialized houses available to all.
A color consultant was employed to choose the colors found in Exterior and Interior Color Beauty, in order to create combinations that were considered pleasing, and which would harmonize and coordinate with each other. The combinations formulate a sequence that the booklet calls a “color-flow” for an entire house, rationalizing relationships amongst colors in the realm of the decorative. At the root of such rationalization was the imperative to limit choice, to simplify, and to streamline. With Morgan Fisher’s discovery of the booklet and the actual paint chips, along with his strategic desire to make work that escapes the pitfalls of composition, he has created a visual reverberation emanating from industrial production’s intricate and complicated history of standardization.
About the artists
Los Angeles-based artist Morgan Fisher achieved widespread recognition in the early 1970s for his experimental films that deconstructed the language of cinema both as physical material and as a set of production methods and technical procedures. Since the late 1990s, Fisher has focused his attention on the problems and possibilities of painting, by questioning and reframing the subtle conventions of the medium with an equally rigorous self-reflexivity. Recent solo exhibitions were held at the Generali Foundation, Vienna; Aspen Art Museum (2012); Raven Row, London; Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2011); and Portikus, Frankfurt/Main (2009).
Karina Nimmerfall is a Berlin-based, Austrian artist whose projects engage questions of architecture, space, and urban structures, as well as their conditions within cultural systems of representation and various concepts surrounding the construction of reality, memory, and history. Nimmerfall’s work has been presented at Kunstpavillon, Innsbruck (2015); Kunsthaus Graz (2012); Las Cienegas Projects, Los Angeles (2011); BAWAG Contemporary, Wien; Kasseler Kunstverein (2009); Göteborgs Konsthall and Galerie Stadtpark, Krems; (2008); Bucharest Biennale 3 (2008), and the 8th Havana Biennale (2003).
About Garage Exchange
In order to expand the cultural exchange at the core of the Artists and Architects-in-Residence program, The Austrian Federal Chancellery, and the MAK Center invite Austrian and Vienna-based alumni residents to collaborate with L.A. artists and architects of their choosing at the Garage Top at the Mackey Apartments for the Garage Exchange Vienna-Los Angeles exhibition series.
This exhibition series is made possible by the Austrian Federal Chancellery.
Prix Thun für Kunst und Ethik: Oliver Ressler
Der österreichische Künstler und Filmemacher Oliver Ressler erhält den 1. Prix Thun für Kunst und Ethik. Dieser neue Kunstpreis ist mit 25.000 Franken dotiert. Sein Ziel ist es, Künstlerinnen und Künstler zu stärken, die sich für eine nachhaltige Welt einsetzen.
Initiiert hat den als Kunstprojekt konzipierten Preis der in Thun aufgewachsene Künstler George Steinmann. Der Kunstpreis unterstreicht die Relevanz des Dialogs und der kulturellen Nachhaltigkeit in Steinmanns Schaffensweise.
Die Fachjury besteht neben George Steinmann aus Jürg Neuenschwander, Filmregisseur und –produzent, Bern und Paris; Peter Schneemann, Professor am Institut für Kunstgeschichte, Bern; Jean Ziegler, Professor und Soziologe, Genf; Helen Hirsch, Direktorin des Kunstmuseums Thun und Marianne Flubacher, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Thun. Die Jury hat 12 Künstlerinnen und Künstler aus acht Ländern vorgeschlagen und Oliver Ressler zum ersten Preisträger bestimmt. Der Preis ist mit 25‘000 Franken dotiert.
Oliver Ressler (*1970 in Knittelfeld, Österreich, lebt und arbeitet in Wien) ist Künstler und Filmemacher, der Installationen, Arbeiten im Aussenraum und Filme zu Themen wie Ökonomie, Demokratie, Widerstandsformen und gesellschaftliche Alternativen realisiert. Seine Arbeiten wurden in über 60 Einzelausstellungen gezeigt – u.a. in der Schweiz, in der Shedhalle Zürich (2014).
Informationen zum Preisträger Oliver Ressler: www.ressler.at
Offiziell verliehen wird der 1. Prix Thun für Kunst und Ethik am 1. September 2016, 18.30 Uhr. Ort: Konzepthalle 6, Scheibenstrasse 6, 3600 Thun. Die Veranstaltung ist öffentlich.
Jörg Scheller erhält den ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik 2016
Auszeichnung für eine unabhängige, eigensinnige und sprachlich herausragende Kunstkritik
Berlin/Köln, 22. März 2016. Der Kunstwissenschaftler und freie Kritiker Jörg Scheller wird mit dem Preis für Kunstkritik 2016 ausgezeichnet. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen und richtet sich an freie Journalistinnen und Journalisten.
Mit Jörg Scheller zeichnet die Jury einen Kritiker aus, der sein breites und unorthodoxes kulturgeschichtliches Interesse in einer ebenso virtuosen wie genauen und einfühlsamen Sprache zum Ausdruck bringt und dabei auch politische Analysen in großer Klarheit formuliert.
Weiter heißt es in der Begründung der Jury: „Scheller vertritt eine kritische Haltung, die das Scheiben über Kunst nicht als Verlautbarung gutachterlicher Urteile versteht, sondern großen sprachlichen Erfindungsreichtum entwickelt, um so den größtmöglichen Abstand zu der Vermarktungs- und Belobigungssprache zu finden, die den Kunstbetrieb häufig beherrscht. Ob Outsider-Kunst, die künstlerische Ästhetik von Protestbewegungen oder die klassische Auseinandersetzung mit Kunstinstitutionen – Scheller nutzt sein ungewöhnlich vielfältiges Forschungsinteresse, das auch Bodybuilding, Heavy Metal und Popkultur umfasst, um sich Klischees und Denkschablonen kenntnisreich und mit Leidenschaft zu widersetzen. Dabei entwickelt er eine eigenständige kritische Erzählstimme, ohne sein Publikum zu bevormunden.“
Seit 1999 wird der Preis durch die ADKV ausgelobt und seit 2006 in Kooperation mit der ART COLOGNE, die auch das Preisgeld stiftet, vergeben. Die Auszeichnung würdigt das Engagement freier Kunstkritikerinnen und -kritiker, die sich in der Fach- und Tagespresse oder in anderen Medien mit zeitgenössischer Kunst und ihrem sozialen Kontext auseinandersetzen.
Die Mitglieder der Jury 2016 sind: Marius Babias (Kritiker, Kurator und Direktor des n.b.k. Berlin); Gerrit Gohlke (Kritiker, Kurator und Vorstandsmitglied der ADKV); Stefan Kobel (freier Kritiker, Preisträger Preis für Kunstkritik 2015); Dominikus Müller (Kritiker und Chefredakteur bei frieze d/e); Tobias Timm (Journalist, Redakteur im Feuilleton von DIE ZEIT).
Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger: Stefan Kobel (2015); Barbara Buchmaier und Christine Woditschka (2014); Astrid Mania (2013); Kolja Reichert (2012); Jens Kastner (2011); Jennifer Allen (2009); Rudolf Schmitz (2008); Ludwig Seyfarth (2007); Catrin Lorch (2006); Dominic Eichler (2005); Gregory Williams (2004); Raimar Stange (2003); Renate Puvogel (2002); Jan Verwoert (2001); Stefan Römer (2000); Hans-Christian Dany (1999).
Der Preis wird zusammen mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine am Samstag, 16. April 2016 um 15 Uhr in der TALK LOUNGE in Halle 11.3 der ART COLOGNE verliehen.
Pluriversale IV
18.3. – 24.6.2016
Die PLURIVERSALE ist eine dreimonatige interdisziplinäre Reihe. Alle Veranstaltungen finden Sie hier: www.academycologne.org
Die Ausstellung wird im ACADEMYSPACE in der Herwarthstraße 3 präsentiert.
Das wachsende Bewusstsein für Kölns eigene koloniale Vergangenheit ist der Ausgangspunkt der Ausstellung Afrikahafenfest der beiden Kölner Künstler PETER GÜLLENSTERN und JÜRGEN STOLLHANS, die der Verflechtung von Modernisierung und kolonialer Repräsentation an den Ufern des Rheins auf den Grund gehen.
Die Filmemacherin PASCALE OBOLO präsentiert ihr Work-in-Progress über das auf unheimliche Weise romantische Schloss von Puttkamer, die ehemalige Residenz des deutschen Gouverneurs in Kamerun.
Der Künstler PHILIP KOJO METZ diskutiert mit JOSHUA KWESI AIKINS und CHRISTOPH BIERMANN über seine jüngste Arbeit, in der er anhand eines Fußballspiels über Stellvertreterkriege zwischen Kolonialmächten nachdenkt.
Die Wissensproduktion selbst bedarf der Dekolonialisierung, stellt GRADA KILOMBA in ihre Lecture Performance fest, gefolgt von einem Konzert der Post-Weltmusik-Band GALA DROP.
Was sind die Folgen der sogenannten „Flüchtlingskrise“? Wohin bewegt sich Europa? Was passiert nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof? Das neue, nicht-hierarchische OPEN FORUM befasst sich mit all diesen Fragen.
Die sexualisierte Gewalt in der Silvesternacht und ihre Folgen sind Thema eines Symposiums mit NORA AMIN, KÜBRA GÜMÜŞAY, NOAH SOW, ANNE WIZOREK und anderen.
CHRISTOPHER KIRKLEY berichtet von seiner Zusammenarbeit mit einem Tuareg-Gitarrenhelden bei der Produktion eines durch Crowdfunding finanzierten Remakes von Prince’ Purple Rain.
Die auf Texten des polnischen Schriftstellers Bruno Schulz basierende neue Oper von Akademiemitglied und Komponistin LIZA LIM feiert im Rahmen der PLURIVERSALE IV ihre Uraufführung.
Ist es möglich, eine neokoloniale Zukunft zu verhindern, wie sie vom NATURE THEATER OF OKLAHOMA zum Ende der PLURIVERSALE IV in einer partizipatorischen Filmperformance heraufbeschworen wird, die das Publikum dazu einlädt, sich Köln im Jahr 2071 vorzustellen, wo man menschlich wirkende Außerirdische wegen ihres schmackhaften Fleisches importiert?
Um dies zu tun, brauchen wir den beißenden Humor von FOKN BOIS, deren Konzert die PLURIVERSALE abschließt.
Die PLURIVERSALE IV wird kuratiert von Ekaterina Degot und David Riff, mit Unterstützung von Léa Genoud und Nora Wiedenhöft.
Stan Douglas 2016 Hasselblad Award Winner
The Hasselblad Foundation is pleased to announce that Canadian artist Stan Douglas is the recipient of the 2016 Hasselblad Foundation International Award in Photography for the sum of SEK 1,000,000 (approx. EUR 110,000). The award ceremony takes place in Gothenburg, Sweden on October 17, 2016. The day after, on October 18, an exhibition of Douglas’s work will open at the Hasselblad Center. On the same day, the Hasselblad Foundation will host a symposium with the award winner, and a new book about Stan Douglas will be published by MACK.
The Foundation’s citation regarding the 2016 Hasselblad Award Winner Stan Douglas:
An artist of outstanding significance, Stan Douglas has received international recognition for his powerful photographic art, as well as his work with video and film. His practice reflects carefully and poignantly on the history of photography and film, offering new understandings of the cultural and technological developments of both media. Furthermore, Stan Douglas has an open and highly innovative approach to both analogue and new digital formats. At the heart of his work lies a strong interest and commitment to social issues of race, gender, identity and post-colonial politics, whilst maintaining a valuable self-critical perspective on the role of the artist in contemporary culture.
The 2016 Jury, which submitted its proposal to the Hasselblad Foundation’s Board of Directors, consisted of:
Roxana Marcoci, Chair, Senior Curator of Photography, The Museum of Modern Art, New York
Elvira Dyangani Ose, Freelance Curator and Lector of Visual Cultures, Goldsmiths, University of London, London
Florian Ebner, Head of Photography, Museum Folkwang, Essen
Duncan Forbes, Co-Director and Curator, Fotomuseum Winterthur, Winterthur
Clare Grafik, Head of Exhibitions, Photographers‘ Gallery, London
„Douglas’s engagement with the histories of still and moving images, sociological approach to staged and performative work, and critical attention to the apparatus of photography – in terms of historic styles, processes and vintage equipment, and the most sophisticated digital languages of contemporary technology – are transformational“, notes Roxana Marcoci, Senior Curator of Photography at MoMA, New York and Chair of the 2016 Hasselbald Award Jury.
The Kids Want Communism
February 25, 2016–January 21, 2017
The Kids Want Communism is a joint project of numerous individuals and organizations, which will host its exhibitions, screenings, discussions, seminars and publications in a variety of locations; among them tranzit, Prague, Free/Slow University Warsaw, State of Concept, Athens, Skuc gallery, Ljubljana, Visual Culture Research Center, Kyiv and MoBY-Museums of Bat Yam. During the year of 2016, MoBY-Museums of Bat Yam will dedicate its program to this yearly theme.
Opening: February 25, 8–11pm; free and open to the public
MoBY-Museums of Bat Yam
6 Struma Street
Bat Yam, Israel
Featuring: Artikisler, BANKI (Young Communist League of Israel), Keti Chukhrov, Ekaterina Degot, Galit Eilat, Max Epstein, Iliana Fokianaki, Tal Gafny, Jonathan Gold, Alioscha Gozansky, Marina Grzinic, Nir Harel, Raanan Harlap, Micah Hesse, Vit Havranek, Yota Ioannidou, Nikita Kadan, Ohad Meromi, Julia Moritz, New Barbizon (Anna Lukashevsky, Zoya Cherkassky, Olga Kundida, Asia Lukin and Natalia Zourabova), Olaf Nicolai, Ingo Niermann, Tamar Nissim, Oleksiy Radynski, Gilad Reich, Eran Sebbag, Joshua Simon, Kuba Szreder, Kostis Velonis, Vladimir Vidmar, Vangelis Vlahos, Nicole Wermers, Noa Yafe
Spectres are haunting Earth – the spectres of anti-communism. From Wahhabism to neoliberalism, overproduction to debt, the disastrous ‘war on terror’ to the genocide of the welfare state, and from game theory to the internet – these are all anti-communist projects that came back to haunt us. In this apocalyptic climate, where CO2, ISIS and HFT (High Frequency Trading) stand for the self-annihilation of this civilization on a cultural, economic, political and biological level, we propose The Kids Want Communism. This ongoing clandestine and public series of events marks ninety-nine years to the October Revolution.
“Communism” might sound like an irrelevant term for many people today, but more than any other word in our political vocabulary, communism is the radical negation of the current regime which celebrates exploitation and inequality. It is a cosmos that was devoured by the black hole that is 1989-1991. This cosmos includes many communisms; an epic reestablishment of property-free communities, communal indigenous societies, real-existing socialism with its achievements and crimes, the long history of anti-Fascist resistance, egalitarian mysticism, the dialectic abolition of capitalism through its internal dynamics, the uncharted, un-exploitable pockets of resistance that cannot be appropriated by capitalism, the already present humane solidarity and camaraderie shared by people everywhere and the political proposal of the emotion called ‘love’. It is a hypothesis of universal emancipation, an actuality to be revived.
The Kids Want Communism operates as a constellation of moments and movements, inviting histories and practices, gestures and ideas. It seems fitting to recall Chris Marker’s closing statement from “The Last Bolshevik,” his profile of Soviet film director Aleksandr Medvedkin, here. Marker comments about how the great Soviet filmmakers are regarded as dinosaurs today, and then adds: “but look what happened to the dinosaurs. Kids love them.”
The Kids Want Communism is organized by Iliana Fokianaki, Vladimir Vidmar, Oleksiy Radynski, Vit Havranek, Kuba Szreder and Joshua Simon.
The Lewis Baltz Research Fund / Inaugural recipients: Alessandro Laita and Chiaralice Rizzi
The Lewis Baltz Research Fund has been established to honor the vision and memory of the American artist Lewis Baltz. The fund involves the annual grant of a substantial fund to support the creation, completion and dissemination of a project in any artistic medium, encompassing, but not limited to, anything from academic research to book publication, performance or installation art, video or film production to experimental digital work. The intention is to support projects reflecting the intellectual rigor of Lewis Baltz’s conceptual practice which also succeeded in propounding a significant connection to social and political issues. The recipient will be selected by the Lewis Baltz Research Fund Committee, composed of Mark McCain, art fiend, Theresa Luisotti and Thomas Zander, gallerists, Slavica Perkovic, artist, Michael Mack, publisher and Diane Dufour, director of LE BAL. Operated by LE BAL, The Lewis Baltz Research Fund has been created by the generous support of the Artworkers Retirement Society.
The first Lewis Baltz Research Fund has been awarded to two young Italian artists, Alessandro Laita and Chiaralice Rizzi for their book project Live in the house and it will not fall down. The book is built out of an archive of images collected over four decades by the Venetian artist Bruno Rizzi, who died in 2004. In 2010, Alessandro Laita and Chiaralice Rizzi found the collection and began to work on a project to explore its poetic potential. Live in the house and it will not fall down is a gallery of fragments, a collection of memories, the story of one and more people, of a house, of a city. The two artists ‘intervene in the delicate geology that underlies such piles of papers sedimented over the years, undo the precise historical map created by the thin veils of dust covering the objects and interrupt the flow of that low-intensity energy which is generated by localized memory.’ (Antonello Frongia)
Chiaralice Rizzi (1982) and Alessandro Laita (1979) studied Visual Arts at the Istituto Universitario di Architettura in Venice. Between 2010 and 2015, they worked as teaching assistants to Lewis Baltz and Adrian Paci. Their artistic practice develops around the thematic of landscape, memory and representation. Lewis Baltz participated in editing their project Live in the house and it will not fall down.
About the Lewis Baltz Research Fund
Lewis Baltz hated mausoleums, fatuous celebrations, and meaningless, if spectacular, gestures. But he was very supportive of young, talented artists. He was also highly sensitive to the fact that the creation of any real art form is sustained by the sharp and thorough vision of the world we live in —“Using facts, to create fictions, that reveal truths,” as he used to say. Helping young artists to keep alive and to challenge Lewis’s vision and concerns is what we are aiming to achieve with this fund.
About Lewis Baltz
Lewis Baltz was born in Newport, California. At the end of the 60s he began to use photography to describe a world that was increasingly mass produced and impersonal. His images of American industrial parks and urban sprawl became landmarks of postwar art, mixing documentary with the strategies of conceptualism. Moving to Europe at the end of the 80s, Baltz responded to the new globalized world of electronic data, corporate architecture and precarious labor, expanding his approach to include video, image/text and installations. Lewis Baltz held various teaching positions and professorships and his works have been featured in numerous international solo and group exhibitions, including New Topographics at George Eastman House 1975, the 1977 Biennial Exhibition, Whitney Musuem of American Art, in New York, the PS1 Museum, in New York in 1991, the Art Institute of Chicago in 2010, the National Gallery of Art in Washington DC in 2011, the Kunstmuseum Bonn and the Kestnergesellschaft Hannover in Germany in 2012, the Albertina in Vienna in 2013 and at LE BAL in Paris in 2014. Two exhibitions will be dedicated to the artist, at the MAPFRE in Spain in 2016, and the Grand-Hornu in 2017 in Belgium.
Future Vocabularies / Instituting Otherwise / Unstated (or, Living Without Approval)
With: Abdullah Abdul & Masun Hamo (Rojava); Lawrence Abu Hamdan (Beirut); Campus in Camps (Palestine); Decolonizing Architecture Art Residency (DAAR) (Palestine); Nicoline van Harskamp (Amsterdam); Aernout Mik (Amsterdam); New World Academy; New World Summit; Société Réaliste (Budapest/Paris); Hito Steyerl (Berlin); Stefanos Tsivopoulos (Athens); and We Are Here (Amsterdam). The project title refers to both the book Unstated: Writers on Scottish Independence (Ed. Scott Hames, Word Power Books: 2012), and the interview with Dilar Dirik conducted by Jonas Staal titled Living Without Approval, published in the New World Academy Reader #5: Stateless Democracy (Eds. Renée In der Maur and Jonas Staal, in dialogue with Dilar Dirik, BAK: 2015). Unstated is conceptualized by BAK’s Maria Hlavajova and Lucy Lopez, in dialogue with Marion von Osten.
New World Summit: Stateless Democracy
Utrecht University, Academiegebouw (Aula)
29.–31.01.2016
Reading Anarchism
Nicoline van Harskamp with invited readers
17.02., 24.02., and 16.03.2016, 17.00–19.00 hrs
Here We Are Academy: Learning from the Forum
We Are Here with Campus in Camps
05.–09.04.2016, 12.00–18.00 hrs
Instituting for the Contemporary
Public editorial meetings
11.04., 18.04., 25.04.2016
Universal Anthem
Performance by Société Réaliste
Centraal Museum, Utrecht
01.05.2016
Utopian Pulse – Flares in the Darkroom
16 January 2016 – 22 January 2017
MOCAK – Museum of Contemporary Art, Krakow, façade of Building B
“Utopian Pulse – Flares in the Darkroom” is a project by Ines Doujak and Oliver Ressler that has been executed in various formats since 2014. Banners made by 12 artists will be presented on MOCAK’s elevation, showcasing utopian projections that serve the purposes of secession from and resistance to the world of now. Most of these banners were originally produced for the façade of the Secession in Vienna.
Some works relate to the uprisings, occupations and social movements that have emerged in recent years, in a quest for a better world. Others are poetic references to the feeling that ‘something is missing’. They aim to liberate utopia from its totalitarian connotations and give it a fresh direction. The urge to create utopian visions manifests itself at times when people are searching for alternatives. Although the works are displayed consecutively, they interact, demonstrating different takes on the utopian drive of recent years.
The 12 banners (measuring 3.4 × 9 m) will be exhibited on the façade of Building B and changed monthly. They have been created by the following artists:
Mariam Ghani
Daniela Ortiz
Undrawing the Line
Halil Altindere
Giuseppe Campuzano / Miguel A. López
Matthew Hyland / Ines Doujak
Christoph Schäfer
Oreet Ashery
Bert Theis
Nobodycorp. Internationale Unlimited
Oliver Ressler
Etcétera
Publication: Utopian Pulse – Flares in the Darkroom, Ines Doujak and Oliver Ressler (eds.). 288 p., London:Pluto Press, 2015
Was ist Kritik? (What is Critique?) International Symposium in Berlin
organized by Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)
www.nbk.org
What is Critique? Touching on the legacy of the Enlightenment, that always needs to be updated and critically analyzed, this question will be discussed in relation to its central role for civil society. A critical attitude towards all assertions and realities can put us in a position to reflect on them, instead of simply believing them to be true. At the same time we have to acknowledge that a critical attitude includes affirmative traits, thus implies and presupposes affirmations that limit its critical access. Jean-Luc Nancy’s lecture „Unser Zeitalter ist nicht mehr das eigentliche Zeitalter der Kritik“ (Our age is no longer the actual age of critique) marks the start of the symposium „Was ist Kritik?“ (What is Critique?), which takes place on January 28, 2016 at HAU Hebbel am Ufer and on February 6 and 7 at Neuer Berliner Kunstverein, as well as on April 1 and 2 at the Zurich University of the Arts. The symposium seeks to debate the relationship of critique and affirmation from various perspectives and to discuss new theories and findings of the interdisciplinary and civil society-related question of „critique“ as a prerequisite of our social order.
Concept by: Marius Babias, Christoph Schenker, Marcus Steinweg
Thursday, January 28, 7pm
Lecture by Jean-Luc Nancy (Prof. emer. of Philosophy, Marc Bloch University of Strasbourg, lives in Strasbourg): „Unser Zeitalter ist nicht mehr das eigentliche Zeitalter der Kritik“ (Our age is no longer the actual age of critique)
Moderated by Marcus Steinweg (Philosopher, lives in Berlin)
In German
Venue: HAU Hebbel am Ufer, HAU 1, Stresemannstr. 29, 10963 Berlin
www.hebbel-am-ufer.de
Saturday, February 6, 3–7pm
Introduction by Marius Babias (Director Neuer Berliner Kunstverein)
Marcus Steinweg (Philosopher, lives in Berlin)
In German
Alenka Zupančič (Professor of Philosophy, Slovenian Academy of Sciences and Arts, Ljubljana, lives in Ljubljana)
In English
Thomas Hirschhorn (artist, lives in Paris)
In German
Eva Illouz (Professor of Sociology, Hebrew University of Jerusalem, lives in Jerusalem)
In English
Venue: Neuer Berliner Kunstverein, Chauseestraße 128/129, 10115 Berlin
Admission free
Sunday, February 7, 2–6pm
Elena Esposito (Professor of Sociology of Communication, University Modena e Reggio Emilia, lives in Modena)
In German
Sabeth Buchmann (Professor of History of Art, Academy of Fine Arts Vienna, lives in Vienna)
In German
Ann Cotten (Writer, lives in Berlin)
In German
Maxim Biller (Writer, lives in Berlin) / Claudius Seidl (Publicist, lives in Berlin and Munich)
In German
Venue: Neuer Berliner Kunstverein, Chauseestraße 128/129, 10115 Berlin
Admission free
Ausstellungen Peter Piller und Anita Witek
22. Jänner – 22. Mai 2016
Mit Peter Piller und Anita Witek präsentiert das KUNST HAUS WIEN in zwei Einzelausstellungen künstlerische Positionen, die Fotografien als Werkstoff verstehen und als Material verarbeiten. Das Zurückgreifen auf vorhandenes Bildmaterial – Gebrauchsfotografie und Alltagsbilder, die sie vorwiegend aus Magazinen und Zeitungen entnehmen – eint Piller und Witek in ihrer künstlerischen Praxis. Allerdings sichten und befragen beide Künstler das Bildmaterial in jeweils verschiedener Weise und nach unterschiedlichen Kriterien. Durch die Übertragung der Bilder in neue Kontexte und Arrangements – durch Addition bei Piller und Dekonstruktion/Montage bei Witek – gelingt es beiden den omnipräsenten Bilderkosmos unserer Gegenwart in fulminanter Art und Weise zu analysieren.
Peter Piller, geboren 1968, lebt in Hamburg. Seit 2006 ist er Professor, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig.
Anita Witek, geboren 1970, lebt in Wien.
Peter Piller – Belegkontrolle ist eine Ausstellung des KUNST HAUS WIEN in Kooperation mit Fotomuseum Winterthur, Städtische Galerie Nordhorn und Kunsthalle Nürnberg. Die begleitende Publikation „Albedo“, der erste Textband zu Peter Piller überhaupt, erschien im Verlag der Buchhandlung Walther König und ist im Shop erhältlich.
Die Ausstellung Anita Witek – About Life ist in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin für das KUNST HAUS WIEN entstanden.
Die Ausstellungen werden von Verena Kaspar-Eisert kuratiert.
Andrzej Steinbach ausgezeichnet mit Dokumentarfotografie Förderpreis der Wüstenrot Stiftung und Berenberg-Preis für junge
Mit Andrzej Steinbach ist zum dreizehnten Mal ein/e AbsolventIn der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) Träger eines der Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung. Der Preis wird alle zwei Jahre an vier Absolventen deutscher Hochschulen und Akademien mit dem Studienschwerpunkt Fotografie in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang verliehen. Er ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und soll ein erstes freies Projekt nach der Hochschulzeit ermöglichen.
Andrzej Steinbach, geboren 1983 in Czarnkow, Polen und aufgewachsen in Chemnitz, absolvierte 2013 sein Diplom an der HGB im Studiengang Fotografie, Fachklasse Prof. Heidi Specker. 2012 realisierte er im Rahmen eines Indien-Aufenthalts ein Projekt am National Institute of Design (NID) College in Ahmedabad mit dem Goethe-Institut Mumbai Max Mueller Bhavan. Seit 2013 ist Steinbach Mitglied des Künstlerkollektivs Galerie BRD. An der HGB begann er 2015 sein Meisterschüler-Studium bei Prof. Heidi Specker. Er lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin.
Auszug aus der Pressemitteilung der Wüstenrot Stiftung über Andrzej Steinbach:
„Seine künstlerische Arbeit stellt grundsätzliche Fragen an unser Verständnis des Porträts und unsere Lese- und Gebrauchsweisen dieser Bildgattung. Welche Bedeutung liegt in diesen Bildern und was schreiben wir in die Darstellung eines Menschen ein? Eine entscheidende Rolle spielt dabei der ‚Zeichenhaushalt‘ seiner fotografischen Studien, die nicht zuletzt auch durch die fortschreitende Reduktion bis hin zur gänzlichen Vermummung ihre Kraft bezieht. In seinem Projektvorhaben ‚Konstellation‘ wird er die Infragestellung einer zu einfachen ‚dokumentarischen Leseweise‘ von Fotografie weiter vorantreiben, auch um Bilder zukünftig eine größere Fülle von Bedeutungen einzuräumen.“ Die Preisverleihung findet am 25.11.2015 um 19 Uhr im SANAA-Gebäude (auf dem Gelände des Welterbes Zollverein) in Essen statt.
Außerdem wurde Steinbachs bisheriges Schaffen mit dem Berenberg Preis für junge Kunst ausgezeichnet. Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis wurde anlässlich des fünfzehnten Jubiläums der Ausstellungsreihe „Index“ im Kunsthaus Hamburg vergeben und wird von der Berenberg Bank gestiftet.
Das Sprengel Museum Hannover zeigt derzeit eine Auswahl von 20 Bildern aus Steinbachs Serie „Figur I, Figur II“ (noch bis zum 10. Januar 2016).
Weitere Informationen unter:
www.hgb-leipzig.de/presse, www.andrzejsteinbach.de
www.wuestenrot-stiftung.de/dokumentarfotografie-foerderpreise-11-2015/
www.index-hamburg.de/kunstpreis.php
Porträt Andrzej Steinbach (©Andreas Enrico Grunert)
AICA PREIS FÜR DIE „AUSSTELLUNG DES JAHRES 2015“
Der deutsche Kunstkritikerverband AICA hat den Preis für die „Ausstellung
des Jahres 2015“ an den Württembergischen Kunstverein Stuttgart für die
Ausstellung „Die Bestie ist der Souverän“ vergeben.
AUSFÜHRLICHE BEGRÜNDUNG
Internationale AICA, deutsche Sektion:
Die Ausstellung „Die Bestie ist der Souverän“ untersucht auf
unorthodoxe, nonkonformistische und multiperspektivische Weise Formen von
Wirkungskräften hegemonialer Macht, und zwar anhand von vier hoch akuten
Themenfeldern.
Dabei richtet die Ausstellung ihr Untersuchungsfeld geografisch weit aus,
versieht es mit ungewöhnlichen künstlerischen Positionen und
Entdeckungen sowie dichten Werkgruppen aller Genres. Fragen zur Religion
und ihrem Missbrauch, zu den Flurschäden kapitalistischer Ökonomie, den
Verstrickungen biologischer Forschung und dem Erbe kolonialer
Machtverhältnisse werden intensiv und durchweg anspruchsvoll behandelt.
Konzeptuell verankert in Jacques Derridas allegorischem Figurenpaar des
„Tieres“ und des „Souveräns“ gelingt den Kuratoren ein
hochbrisanter Überbau, der die einzelnen Werke dennoch nicht zur
illustrierenden Folie missbraucht.
Der bei der Eröffnung (im Frühjahr dieses Jahres) entstandene Eklat in
Barcelona mit zahlreichen personellen Konsequenzen hat zudem weitreichende
Fragen aufgeworfen, die zukünftig den Blick auf den Einfluss von Politik
und Wirtschaft auf das Programm öffentlicher Kulturinstitutionen in
Europa einfordern. Wie und warum entstehen Zensur und inhärente
Selbstzensur? Welche Ausstellungen fehlen und werden daher und derzeit
nicht gemacht?
EINLADUNG: VERLEIHUNG DES MSGR. OTTO MAUER PREIS 2015
AN CATRIN BOLT
Das Kuratorium des Otto Mauer Fonds erlaubt sich, Sie zur Verleihung des Msgr. Otto Mauer Preises 2015 einzuladen.
Der Preis wird von s.E. Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn OP am Donnerstag, den 3. Dezember 2015 um 19.30 Uhr in den Festräumen des Erzbischöfliches Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien verliehen.
Der Vorsitzende der Jury, P. Dr. Gustav Schörghofer SJ, wird die Preisträgerin vorstellen.
Im Hinblick auf die beschränkte TeilnehmerInnenzahl bitten wir um verbindliche Zusage an: werner@kunstnet.at
Catrin Bolt
Fotoserie Guerilla-Skulpturen (Fluss), 2011
Foto: Catrin Bolt
© Bildrecht, Wien 2015
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EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
Catrin Bolt: Kapital und Interessen, meine Schulden groß und
klein werden einst verrechnet sein
Freitag, 4. Dezember 2015, 19.30 Uhr
JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien
Am Freitag, den 4. Dezember 2015 um 19.30 Uhr eröffnet P. Dr. Gustav Schörghofer SJ mit einleitenden Worten die Ausstellung „Kapital und Interessen, meine Schulden groß und klein werden einst verrechnet sein“ von Catrin Bolt im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien.
Die Ausstellung ist vom 6. Dezember 2015 bis 24. Jänner 2016 bei freiem Eintritt zu sehen.
Ausstellungsöffnungszeiten:
Montag und Dienstag 16–19 Uhr, Sonntag 12–13 Uhr und
nach telefonischer Vereinbarung: T +43 699 11 441 567
Zwischen 21. Dezember 2015 und 9. Jänner 2016 sowie an Feiertagen geschlossen.
Mehr Informationen: https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/46556.html
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
U.A.w.g.
Mag. Christina Werner
Presse / Msgr. Otto Mauer Preis 2015
T + 43 1 524 96 46 – 22
F + 43 1 524 96 32
E werner@kunstnet.at
Pressedownload: www.otto-mauer-fonds.at
| Organisation | Otto Mauer Fonds MMag. Lisa Simmel, Geschäftsführerin Währinger Straße 2–4, 1090 Wien T 0043 1 51 552 DW 5103 E office@otto-mauer-fonds.at |
| Information | www.otto-mauer-fonds.at |
| Presse | Mag. Christina Werner w.hoch.2wei, Kulturelles Projektmanagement Breite Gasse 17/4, 1070 Wien T 0043 1 524 96 46 DW 22 F 0043 1 524 96 32 E werner@kunstnet.at |
| Pressedownload | |
| Informationen |

