Martin Behr, Martin Osterider: Triester 15

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Hrsg. von Reinhard Braun.
Edition Camera Austria, Graz 2020.
32 Seiten, 14 × 21 cm, 20 SW- und 32 Farbabbildungen.
ISBN 978-3-902911-57-5

Band 1 – 14

Band 1 – 10 sind im Schuber erhältlich

Beschreibung

Seit 2003 werden von den beiden 1964 in Graz geborenen Künstlern Martin Behr und Martin Osterider fotografische Streifzüge durch die Grazer Triester-Siedlung unternommen, in der die beiden aufwuchsen. Sie folgen dabei Wegen, die beide in der Kindheit oftmals bei Spaziergängen mit der Familie gegangen sind. Seit 2013 erscheint »Triester«
als Publikationsreihe in der Edition Camera Austria, als ein unabschließbares Bildarchiv über einen Stadtteil, als Vermessung eines öffentlichen Raumes, den es immer wieder nicht mehr gibt und der deshalb wandelbar und immer zeitgenössisch erscheint. Das Bildarchiv der beiden Künstler reicht jedoch weiter zurück. Band 15 dieser Publikationsreihe zeigt eine Auswahl von Bildern aus den Familienarchiven und weist damit in eine Zeit zurück, in der Fotografie in ganz unterschiedlichen Formaten, Materialitäten und Verwendungsweisen Teil familiärer Alltagskulturen wurde. Es geht nicht um Nostalgie, sondern um die Rekonstruktion eines sich verändernden Verhältnisses von Öffentlich und Privat, das immer schon durch Bilder bestimmt wurde.

Triester 15 – Presseinformation

Der 15. Band der »Triester«-Reihe, die von den Grazer Künstlern Martin Behr und Martin Osterider initiiert wurde, widmet sich historischen Aufnahmen aus der Triestersiedlung im Stadtbezirk Gries. Aus den reichhaltigen Familienarchiven der beiden Künstler wurden Bilder aus rund sechs Jahrzehnten ausgewählt. Die Fotograf*innen sind entweder Eltern, Geschwister oder Freunde und Bekannte der beiden Familien. Die in Triester 15 publizierten Fotografien stammen aus einer Zeit, in der es noch keine konkreten Pläne für das »Triester«-Projekt gab; der Band ist als fotografisches Prequel zu der Publikationsreihe in der Edition Camera Austria zu verstehen.

Triester 15 umfasst Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jugendtagen von Martin Behr und Martin Osterider, die sie einst selbst in improvisierten Fotolabors entwickelt haben. Andere Bilder stammen von einem Pressefotografen, von Familienmitgliedern, von Nachbarn. In diesen stehen die Menschen im Mittelpunkt, die Siedlung wird zur Kulisse. Die Bonus Photo-Bilder der Firma Kodak wiederum verströmen das Flair der 1970er-Jahre. Das zweite, kleinere Foto auf einem solchen Bonus Photo-Streifen konnte ausgeschnitten und verschenkt werden. Zu den Motiven zählen der erste Schultag, die Erstkommunion, aber auch die Aussicht vom Balkon. Letztere wurde immer wieder auch in Sofortbildern, die zu dieser Zeit noch eine technische Innovation darstellten, dokumentiert.
Mit traditionellen Farbfilmen wurde das Leben der Generationen miteinander – Spiel und Gartenarbeit der Großeltern und ihrer Enkelkinder – festgehalten: Fotografie als Medium des Bewahrens von Alltagsszenerien.

Bereits viele Jahre vor der Idee zum »Triester«-Projekt unternahmen Behr und Osterider in ihrem Lebensumfeld (und unabhängig voneinander) mit der Kamera architektonische Recherchen. Sie widmeten sich den baulichen Besonderheiten der Triestersiedlung – etwa der Justizanstalt Karlau, dem Schlachthofgelände, den Betonwüsten der Peripherie – oder dokumentierten längst geschlossene Lebensmittelläden oder Putzereibetriebe wie die Record Kleiderreinigung. Trotz ihrer formalen wie inhaltlichen Unterschiede fügen sich die Fotografien in Triester 15 zu einer Art Kaleidoskop des Privaten, das die Atmosphäre der Triestersiedlung vermittelt und gleichzeitig auch Geschichten darüber erzählt, wie sich die Verwendung von Fotografie im privaten Kontext über die Jahrzehnte verändert hat.

Vom Foto, das dem Testen des neu erworbenen Teleobjektivs dient und einem Überwachungsfoto ähnelt, bis hin zu eindeutigen Hinweisen für die Nachbarschaft: »Hier ist kein Hundeclo!!«. Von Experimenten mit vierfacher Bildanordnung bis hin zu Naturstudien im industriellen Ambiente: Triester 15 taucht ein in den Bilderfundus der Vergangenheit und ermöglicht die Auseinandersetzung mittels subjektiver Blicke auf die Triestersiedlung und deren Bewohner*innen sowie mit unterschiedlichen Formaten und Materialitäten der Fotografie.
»Es geht nicht um Nostalgie, sondern um die Rekonstruktion eines sich verändernden Verhältnisses von Öffentlich und Privat, das immer schon durch Bilder bestimmt wurde«, wie Reinhard Braun (Camera Austria) schreibt.

Ansichten

  • Cover: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

  • Doppelseite / spread: Martin Behr, Martin Osterider. Triester, Band / Volume 15, Edition Camera Austria 2020, o.S. / n.p

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